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Ausschnitt eines Kalenders

Veranstaltungskalender

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Soeren Spoo

Vortrag

Stadtgespräche im Museum

Prof. Dr. Holger Noltze
TU Dortmund
Eroica. Beethoven als Held

Vorblick auf das große Beethoven-Jubiläumsjahr: Ihn zu feiern, sei eine „nationale Aufgabe“, steht sogar im Koalitionsvertrag. Beethoven taugt zweifellos als Held. Aber was meint das? Eine Idee von Heldentum verhandelt Beethoven selbst in seiner „Eroica“-Symphonie. Gewidmet zunächst Napoleon, dann einem nicht mehr namentlich genannten „großen Mann“. Was weiß die Musik? Um das Konzept des Heldischen mehren sich die Fragezeichen...

Prof. Dr. Holger Noltze leitet die Studiengänge Musikjournalismus an der TU Dortmund. Als Musikjournalist und Literaturkritiker ist er u.a. für Opernwelt und DIE ZEIT tätig. Von 2001 bis 2015 Moderator der sonntäglichen Gesprächsrunde West.art im WDR-Fernsehen. 2000-2005 Ressortleiter für Aktuelle Kultur beim Deutschlandfunk. Seit 2005 Professor am Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund. Veröffentlichungen u.a.: „Die Leichtigkeitslüge. Über Musik, Medien und Komplexität“ (Edition Körber Stiftung), „Liebestod. Wagner, Verdi, wir“ (Hoffmann und Campe), „Dieses Verlangen nach Schönheit. Gespräche über Musik“ (Edition Körber Stiftung, mit Menahem Pressler). Gründer der online-Plattform takt1.com für klassische Musik.

Helden und Mythen

Eine Ringveranstaltung der Technischen Universität Dortmund und des Museums für Kunst und Kulturgeschichte

Auf Helden treffen wir überall. Sie sind die herausragenden Gestalten in mythischen Erzählungen, in geschichtlichen Darstellungen und in Hollywood-Filmen, zuweilen auch Zeitgenossen, die Besonderes geleistet haben und deshalb als Helden gewürdigt werden. Die Heldin und der Held sind manchmal reale Personen, manche stellen sich als bloße Verkörperungen von erstrebenswerten Charaktereigenschaften heraus, andere wiederum sind etwas dazwischen: Verdichtungen realer historischer Personen zu Idealfiguren.

Welche Eigenschaften sie auch immer haben – es gibt Helden, seit Menschen über Menschen sprechen. Sie haben in den Zeiten je verschiedene Stellen- und Nutzwerte. Während sie seit dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere seit den 1968er Jahren häufig kritisch gesehen wurden und sogar in der Form von Antihelden auftraten, feiert der ungebrochene Held in der jüngsten Vergangenheit in politischen und populärkulturellen Kontexten eine überraschende Renaissance.

In der diesjährigen Vortragsreihe kreisen Wissenschaftler/innen und Forscher/innen das Phänomen aus der Sicht ihrer verschiedenen Fachgebiete ein und behandeln Helden in Mythen und Literatur, Geschichte und Alltag, Film und Sport.

Veranstaltungsinformation

Vortrag: Stadtgespräche im Museum

Donnerstag, 28. November 2019
18:00 Uhr

Veranstalter