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Beet von oben im Westfalenpark

Westfalenpark Dortmund

Bild: Henning Ross

859 Einsätze

Stadt zieht Bilanz zu Orkan "Friederike" - Betreten der Wälder weiter verboten

Nachricht vom 17.01.2018

Orkan "Friederike" zog am 18. Januar heftig über die Stadt. Feuerwehr, THW und Tiefbauamt rückten zu 859 Einsätzen aus. Das Betreten der Wälder nördlich der B1 bleibt bis zum 28. Januar verboten. Wälder südlich der B1 bleiben noch bis zum 18. Februar gesperrt.

"Die Schäden durch 'Friederike' beziffern wir mit einer niedrigen sechstelligen Summe", erklärte Oberbürgermeister Sierau in der Bilanz zum Orkan am Dienstag, 23. Januar. 112 Einzelschäden zählten die Einsatzkräfte an städtischen Gebäuden. Betroffen waren unter anderem das alte Stadthaus, Gebäude im Zoo und Kindertagesstätten.

Insgesamt fielen dem Orkan 2.600 Kubikmeter, nicht weiter verarbeiteter Stammstücke gefällter Bäume, zum Opfer. Der größte Teil davon im Dortmunder Süden. "Das ist rund ein Viertel der so genannten Festmeter, die wir turnusmäßig im Jahr fällen", so Planungsdezernent Ludger Wilde. Zudem hielten 65 Bäume an Straßen und rund 200 Bäume auf den städtischen Friedhöfen dem Orkan nicht stand.

Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Tiefbauamt rückten insgesamt zu 859 Einsätzen aus.

Meldungen weiter über Telefon 112

"Auch eine Woche nach Sturmtief 'Friederike' kommt es noch zu Meldungen, in denen wir auf Gefahrensituationen durch lose Äste oder umgestürzte Bäume aufmerksam gemacht werden", so Feuerwehrsprecher Andre Lüddecke. "Diese Meldungen erreichen uns auf den unterschiedlichsten Wegen. Wir bitten darum, Gefahrensituationen, unabhängig davon, ob es um Brände, Technische Hilfeleistung oder Medizinische Notfälle geht, immer über die Notrufnummer 112 zu melden." Soziale Medien und E-Mail werden nicht rund um die Uhr überwacht und sind dadurch nicht geeignet, Notrufe zu übermitteln. Die vielleicht dringend nötige Hilfe würde Sie dann eventuell nicht rechtzeitig erreichen.

Live-Ticker

Update: 26.01.2018, 13:45 Uhr: Betreten der Wälder südlich der B1 noch länger verboten

Das Regionalforstamt Ruhrgebiet verlängert die Verordnung zur Gefahrenabwehr bezüglich des Betretens der Wälder nach dem Orkantief "Friederike" noch bis Sonntag, 18. Februar, 24:00 Uhr.

Diese Verordnung gilt für die Wälder südlich der Bundesstraße 1. Das Betreten der Wälder nördlich der Bundesstraße 1 ist nur auf den Waldwegen gestattet.

Sollte die Gefahrenlage über den genannten Termin hinaus andauern, ist eine weitere Verlängerung möglich.

Update: 19.01.2018, 10:10 Uhr: Erste Bilanzen und Schließungen

Der Zoo bleibt bis einschließlich Montag, 22. Januar, geschlossen. Der Sturm hat dort einige Schäden verursacht, u.a. wurde das Dach des Meerschweinchenhauses beschädigt, im Luchsgehege sind Bäume umgestürzt und bei einigen Bäumen ist die Krone herausgebrochen. "Es sind keine Tiere verletzt worden", so Zoodirektor Frank Brandstätter.

Auch der Westfalenpark bleibt aus Sicherheitsgründen bis einschließlich Montag, 22. Januar, geschlossen. Die gastronomischen Betriebe "Schürmanns im Park" und "Durchblick" im Westfalenpark sind von außen erreichbar und deshalb regulär Öffnungszeiten geöffnet.

Der Rombergpark ist ebenfalls bis einschließlich Montag, 22. Januar, gesperrt. Ab Dienstag, 23. Januar, ist das Betreten des Parks - bis auf einige gesperrte Bereiche - wieder gestattet. Das "Café Orchidee" und die Pflanzenschauhäuser sind regulär geöffnet.

Betreten der Wälder verboten

Die untere Forstbehörde Ruhrgebiet hat eine ordnungsbehördliche Verordnung zur Gefahrenabwehr bezüglich des Betretens der Wälder erlassen. Das Betreten aller Wälder in Dortmund ist damit bis vorerst einschließlich Sonntag, 28. Januar, verboten. Sollte die Gefahrenlage über den genannten Termin hinaus andauern, ist eine Verlängerung möglich.

In nahezu allen Waldgebieten in Dortmund gibt es Schäden mit insgesamt einigen 1.000 Kubikmetern Schadenholz. Ein vollständiger Schadensüberblick ist derzeit nicht möglich, da viele Waldwege unpassierbar sind. Nachdem der Gesamtschaden bekannt ist, wird entschieden, welche Arbeiten vorrangig durchgeführt werden.

Zum Teil gab es im Stadtgebiet erhebliche Sachschäden an Gebäuden, herabfallende Dachziegel und umgeknickte Bäume. Die Feuerwehr registrierte zudem sechs Verletzte. Die Feuerwehr war mit 372 Kräften im Einsatz.

Fast alle Ampelanlagen wieder in Betrieb

Teilweise waren am 18. Januar über 40 Ampelanlagen ausgefallen. Nach Rückgang der Windgeschwindigkeiten wurden die Anlagen wieder in Betrieb genommen. Gegen 17:30 Uhr waren bis auf zwei Anlagen alle weiteren wieder in Betrieb. Eine Anlage an der Werkmeisterstraße wurde von einem Baum getroffen und muss erneuert werden. Im Straßenbereich gab es keine gravierenden Schäden. Einsätze des Tiefbauamtes waren insbesondere bei Baustellenabsicherungen und der Beschilderung notwendig und werden weiter ausgeführt.

Update: 18.01.2018, 17:10 Uhr: Leicht rückläufige Notfälle bei der Feuerwehr

Zurzeit laufen bei der Feuerwehr 282 offene, 55 laufende und 291 erledigte Einsätze aus dem Sturmgeschehen. Die Feuerwehr hat 6 Verletzte registriert. Die Notrufeinsätze bei der Polizei lassen nach.

Bei den Bus- und Bahnlinien entspannt sich die Lage. Grevel wird wieder angefahren.

Das Bürgertelefon ist jetzt wieder geschlossen. Bitte wählen Sie in Notfällen die 112.

Update: 18.01.2018, 15:30 Uhr: Lage bei der Polizei entspannt sich

Bis 13 Uhr hat die Dortmunder Polizei über 150 Einsätze in Dortmund und Lünen aufgrund des Orkans bewältigt. Mehrere Einsätze werden zudem aktuell noch abgearbeitet. "Die Anrufsituation bei den Notrufen hat sich wieder normalisiert", so die Polizei.

Insgesamt ist im Stadtgebiet sowie auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Dortmund eine leichte Entspannung beim polizeilichen Einsatzaufkommen erkennbar. Aufräumarbeiten werden den Verkehr in vielen Bereichen noch weiter beeinträchtigen.

Update: 18.01.2018, 14:45 Uhr: FABIDO Kindertagesstätten länger geöffnet

Die FABIDO-Tageseinrichtungen werden die am heutigen Donnerstag von ihnen betreuten Kinder, die aufgrund der Unwettersituation nicht zur gängigen Abholzeit abgeholt werden können, im Rahmen einer Notbetreuung betreuen.

Update: 18.01.2018, 14:25 Uhr: Sturm noch nicht vorbei - Feuerwehr weiter im Dauereinsatz

Die Feuerwehr hat weiterhin ein erhebliches Aufkommen an Notfällen. Zur Zeit gibt es ca. 400 offene Einsätze. Die Gesamte Freiwillige Feuerwehr ist im Einsatz, ebenso wurde das THW alamiert. "Zum Teil gibt es im Stadtgebiet erhebliche Sachschäden an Gebäuden, herabfallende Dachziegel und umgeknickte Bäume", so die Feuerwehr.

Laut Wetterbericht wird der Sturm zwischenzeitlich abflachen, aber dann nochmals stärker werden. Es ist im Laufe des Tages weiterhin mit starkem Regen zu rechnen.

Update: 18.01.2018, 14:19 Uhr: Dortmunder U bleibt geschlossen

Das Dortmunder U ist wegen des Orkans ab sofort geschlossen.

Update: 18.01.2018, 14:05 Uhr: Westfalenpark und Rombergpark auch am Freitag geschlossen

Nach einer ersten Sichtung wurden im Westfalenpark und Rombergpark Schäden durch den Sturm aufgenommen. Beide Anlagen können erst nach umfangreichen Baumkontrollen und Aufräumarbeiten wieder geöffnet werden. "Den Zeitpunkt können wir dazu noch nicht benennen", heißt es aus der Parkverwaltung.

Update: 18.01.2018, 13:57 Uhr: Verspätungen bei Bus und Bahn

Durch Sturmschäden im Stadtbahnbereich, kommt es auf folgenden U-Bahn-Linien zu Einschränkungen mit Verspätungen und Fahrtausfällen:
U42, Sturmschaden im Bereich Scharnhorst Zentrum, Fahrten zwischen den Haltestellen Kirchderne und Grevel werden nur auf dem Gleis in Fahrtrichtung Grevel befahren.
U44, Sturmschäden im Bereich Borsigplatz und Vincenz-Heim, Fahrten nur noch zwischen Marten und Geschwister Scholl Strasse möglich. Fahrten zwischen Geschwister-Scholl-Straße und Westfalenhütte fallen ersatzlos aus. Busse im Ersatzverkehr sind zur Zeit nicht möglich.

Bei den Buslinien kommt es derzeit zu Verspätungen und Ausfällen. Details entnehmen Sie bitte den Anzeigen an den Haltestellen.

Update: 18.01.2018, 13:41 Uhr: Nur in dringenden Notfällen die 112 wählen

Die Feuerwehr bittet darum nur in dringenden oder lebensbedrohlichen Notfällen die 112 zu wählen. Die gilt für z.B. medizinische Notfälle, Unfälle oder Brände.

In nicht eiligen Fällen, z.B. umgestürzter Baum im Garten oder Wasser im Keller, die keine weiteren Gefahren auslösen können, wenden Sie sich bitte telefonisch an das eingerichtete Bürgertelefon 50-13247. Die Anrufe werden an die Feuerwehr weitergeleitet.

Update: 18.01.2018, 13:31 Uhr: VHS Dortmund sagt Kurse ab

Aufgrund der amtlichen Warnung des Deutschen Wetterdienstes sagt die VHS Dortmund für heute ab 13:00 Uhr alle Veranstaltungen und Kurse an den Standorten "Hansastraße", "Brückstraße" und "Creativzentrum in Dortmund-Dorstfeld" ab.

Update: 18.01.2018, 13:25 Uhr: DEW21 und Donetz stellen wetterbedingt Arbeiten ein

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) und die Dortmunder Netz GmbH (DONETZ) haben daher zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort sämtliche Arbeiten eingestellt. Aufgrund umherfliegender Teile, wie z.B. Dachziegeln, und umstürzender Bäume ist ein sicheres Arbeiten an den Baustellen zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr gewährleistet.

Im Falle einer Versorgungsstörung sind die Entstörungshotlines jederzeit erreichbar:
Stromversorgung: 0231.54497-111
Gasgeräte / Wärmeversorgung: 0231.54497-112
Wasserversorgung: 0231.54497-113
Gasgeruch: 0231.54497-114

Update: 18.01.2018, 12:45 Uhr: Freizeiteinrichtungen geschlossen - Ampeln ausgefallen

Wegen des Unwetters bleiben die städtischen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in Dortmund heute (Donnerstag) geschlossen. Das betrifft sowohl die Jugendfreizeitstätten als auch Abenteuerspielplätze oder die städtischen Kinder- und Jugendtreffs.

Der Zoo Dortmund wird auch am Freitag, 19. Januar, wegen der Aufräumarbeiten nach dem Sturm geschlossen bleiben. Neben dem Zoo hat auch der Westfalenpark heute geschlossen. Auch der geplante Abendspaziergang am Freitag entfällt.

Wegen des Sturms sind im Stadtgebiet mehr als 40 Ampeln ausgefallen (Stand: 12:30 Uhr). Mit weiteren Ausfällen ist zu rechnen. Dafür gibt es zwei Gründe. Durch auftretende Unterspannung können manche Ampeln nicht mit ausreichend Strom versorgt werden, und der starke Wind kann zur Beschädigung der Anlagen führen. Reparaturen sind wegen der Wetterlage derzeit nicht möglich. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden gebeten, größte Umsicht walten zu lassen und insbesondere in Kreuzungsbereichen besonders vorsichtig zu fahren.

Ursprüngliche Nachricht

Am Donnerstag, 18. Januar, erwartet uns in ganz Deutschland eine schwere Sturmlage, dabei sind vor allem in den mittleren Landesteilen orkanartige Böen um 110 Kilometer pro Stunde möglich. Auch im Süden sind verbreitet Sturmböen dabei. Dazu fällt zunächst Schnee, der später in Regen übergeht. Im äußersten Norden und Nordosten droht ganztägig Schneefall mit erheblichen Behinderungen.

Der Sturm erreicht mittags im Westen seinen Höhepunkt, im Laufe des Nachmittags verlagern sich die höchsten Windspitzen dann in den Osten Deutschlands. Abends nimmt der Wind im Westen deutlich ab.

Schulbesuch freigestellt

"Grundsätzlich entscheiden die Eltern, ob der Weg zur Schule zumutbar ist oder ob er unter den gegebenen Bedingungen als zu gefährlich erscheint", heißt es in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Arnsberg. Sollten sich die Eltern dazu entscheiden, ihr Kind am betreffenden Tag nicht zur Schule gehen zu lassen, so sollten sie unverzüglich die Schule darüber informieren. Schulen und Schulträger vor Ort können jedoch auch in eigener Verantwortung den Schulbetrieb aussetzen. Die Betreuung von Schülern, die dennoch in die Schule kommen, muss gewährleistet sein.

Schüler in einem Berufsausbildungsverhältnis, die wegen extremer Witterungsverhältnisse das Berufskolleg nicht erreichen können, arbeiten an diesen Tagen im Ausbildungsbetrieb, soweit dieser zumutbar erreicht werden kann.

Wälder und Parks nicht betreten

Die Forstverwaltung der Stadt Dortmund warnt davor, die Wälder zu betreten. Das Betretungsverbot gilt nach den Unfallverhütungsvorschriften auch auf den Waldwegen. Es muss bei entsprechender Wetterlage mit abbrechenden Ästen und mit dem Umstürzen von Bäumen gerechnet werden. Durch die starken Niederschläge der letzten Wochen ist der Waldboden mit Wasser gesättigt und der Mineralboden stark plastisch aufgeweicht. Die Verankerung der Bäume im Boden durch ihre Wurzeln ist daher geringer.

Zoo und Westfalenpark bleiben geschlossen

Aufgrund der angekündigten Sturmwetterlage bleiben auch der Westfalenpark sowie der Zoo Dortmund am Donnerstag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Aus diesem Grund wird auch vom Besuch von Parks am Donnerstag dringend abgeraten.

Auch die Friedhöfe Dortmund bitten die Bürger, aufgrund der aktuellen Unwetter-/Sturmwarnungen von Friedhofsbesuchen abzusehen. Ebenfalls unterbleiben sollte ein Befahren der Friedhöfe mit dem PKW.

Auch nach Abebben des Sturms ist Vorsicht geboten. Durch die extreme Belastung der Bäume können auch an noch stehenden Exemplaren nicht sichtbare Spannungs- oder Anbruchschäden entstanden sein, die sich erst später auswirken.

So verhalten Sie sich richtig bei Sturm und Unwetter

Die Feuerwehr stellt im Internet hilfreiche Tipps zum Thema Sturm und Unwetter bereit, auf die wir hier gerne noch einmal hinweisen möchten:

  • Bleiben Sie, sofern möglich, zu Hause und verlassen Sie das sichere Gebäude nur in Ausnahmefällen.
  • Schließen Sie Fenster und Türen; denken Sie dabei insbesondere an Dachfenster und -luken.
  • Fahren Sie Markisen ein, schließen und befestigen Sie Sonnenschirme.
  • Befestigen Sie lose Gegenstände oder holen Sie diese ins Haus (Gartenmöbel, Müllbehälter etc.).
  • Halten Sie Wasserabläufe rund um Ihr Haus frei von Laub und Blüten.
  • Von Bäumen geht eine große Gefahr aus; meiden Sie diese nach Möglichkeit.
  • Parken Sie Ihr Auto nach Möglichkeit nicht unter Bäumen.
  • Beim Auto fahren passen Sie Ihre Geschwindigkeit bitte den Witterungsverhältnissen an. Achten Sie auf umherfliegende / herabfallende Teile.
  • Bereiten Sie sich ggf. auf einen Stromausfall vor.
  • Führen Sie für den Notfall ein Mobiltelefon mit sich.