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Beet von oben im Westfalenpark

Westfalenpark Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Henning Ross

Stadtgrün

Westfalenpark und Rombergpark werden dank 2,2 Millionen Euro Förderung noch grüner

Nachricht vom 23.11.2020

Das Bundesministerium des Inneren, für Bauen und Heimat (BMI) hat 2,2 Mio. Euro für "Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen" bewilligt. Im Botanischen Garten Rombergpark werden sechs Projekte, im Westfalenpark vier umgesetzt. Die Stadt beteiligt sich mit zehn Prozent.

(v.li.) Dr. Patrick Knopf (Leiter des Botanischen Gartens Rombergpark), Oberbürgermeister Thomas Westphal, MdB Sabine Poschmann und Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik an den Warmwasserbecken im Westfalenpark.

(v.li.) Dr. Patrick Knopf (Leiter des Botanischen Gartens Rombergpark), Oberbürgermeister Thomas Westphal, MdB Sabine Poschmann und Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik an den Warmwasserbecken im Westfalenpark.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Regenwassernutzung, optimierte Bewässerungsanlagen, Dachbegrünungen, Flächenentsiegelung und Feuchtbiotope gehören zu den Vorhaben, die in beiden Parks das städtische Kleinklima direkt verbessern werden. Eine Umstellung auf Fahrzeuge und Maschinen mit Elektroantrieb führt zusätzlich zu einer Senkung des CO2-Ausstoßes und der Lärmemissionen.

Projekte im Westfalenpark

Das größte Vorhaben im Westfalenpark betrifft das Warmwasserbecken für die tropischen Wasserpflanzen am Zentralplatz. Künftig sollen die Becken nachhaltig mittels Solarthermie oder sogar einem lokalen Blockheizkraftwerk beheizt werden – wie genau, wird eine Machbarkeitsstudie untersuchen. Außerdem soll künftig der Regen vom Dach des Sonnensegels gesammelt und zur Bewässerung genutzt werden.

Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik zur Förderung des Westfalen- und Rombergparks. Quelle: YouTube

Botanischer Garten Rombergpark

Auch im Rombergpark wird das Regenwasser künftig besser genutzt. Dafür werden im Park Dächer begrünt und die Niederschläge aufgefangen. Die Bewässerung der Pflanzen geschieht künftig dann automatisch: Rund 23.000 qm Flächen in der Dünen-, Heide und Mooranlage sollen ebenso wie der Lehr- und der Heilkräutergarten mit einer Anlage nachts bewässert werden, wenn weniger Wasser verdunstet. Auch für die Energie intensiven Pflanzenschauhäuser gibt es ein innovatives Konzept: Der Botanische Garten prüft gemeinsam mit dem Zoo und dem benachbarten Berufsförderungswerk ein gemeinsam betriebenes lokales Blockheizkraftwerk. Baum- und Strauchschnittabfälle könnten dort in Kombination mit Gas zur Gewinnung von Wärme und Elektrizität genutzt werden.

Freizeit und Erholung nachhaltig gestalten

Die beschriebenen Projekte sind wichtige Bausteine in den vom Rat der Stadt beschlossenen Zukunftskonzepten für beide Parks. Diese Konzepte zielen darauf ab, den Freizeit- und Erholungswert für die Besucher*innen mit nachhaltigen Projekten zu steigern. "Schon bevor wir in sieben Jahren mit der Internationalen Gartenschau Maßstäbe setzen werden, bekommen wir nun Gelegenheit, unsere beliebten Parks nachhaltig zu modernisieren", sagt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal. "Die Förderzusage beweist, dass wir in Dortmund unsere Hausaufgaben machen. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind in dieser Stadt fest verankert."

"Mit den Bundesmitteln wird Dortmunds grüne Lunge noch grüner! Denn weniger CO2-Ausstoß, die Nutzung erneuerbarer Energien und innovative Bewässerungskonzepte machen Romberg- und Westfalenpark zu Vorbildern in Sachen Nachhaltigkeit. Unsere Grünanlagen werden damit auch in Zukunft attraktive Naherholungsgebiete bleiben. Eine tolle Nachricht auch vor dem Hintergrund, dass viele Dortmunderinnen und Dortmunder in der Corona-Krise den Mehrwert unserer Parks noch einmal neu für sich entdeckt haben", so Sabine Poschmann. Die Bundestagsabgeordnete hatte sich für die Förderung aus dem Bundesprogramm eingesetzt.

"Mit dieser großen Fördersumme können wir gleich mehrere große Schritte in Richtung Modernisierung der Parks gehen. Das ist eine große Motivation für die Zukunft", freut sich Park-Leiterin Annette Kulozik.

Zum Thema

Weitere Informationen zu den Parks finden Sie online.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.