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Zoo Dortmund

Bild: Karl-Rainer Ledvina

Zoo Dortmund

Seelöwe Diego schwimmt zukünftig in Osnabrück

Nachricht vom 12.05.2017

Diego ist der große Seelöwen-Zuchtbulle des Dortmunder Zoos. Er wechselte jetzt in den Zoo nach Osnabrück. Notwendig wurde der Umzug wegen des anstehenden Neubaus des Robbenfelsens, für den der Rat der Stadt bereits die Weichen gestellt hat.

Seelöwe Diego wechselt nach Osnabrück

Dortmund lässt ihn nur ungern ziehen, da das sportliche Muskelpaket sich hier mit vorzüglichem Benehmen viele Freunde gemacht hatte: Oberbürgermeister Ullrich Sierau hatte die Patenschaft für ihn übernommen.
Bild: Benjamin Ibler / Zoo Dortmund

Der Transport wurde in Eigenregie durchgeführt. Diego war bereits vorher an eine passende Kiste gewöhnt und mithilfe von Belohnungen trainiert worden. Nachdem der Bulle freiwillig hineinging, wurden die Schieber geschlossen und Diego konnte abgefahren werden. Zusätzlich wurde das Tier nach Osnabrück von einer Pflegerin begleitet. Diego hat sich mittlerweile in Osnabrück sehr gut eingelebt.

Bis 2015 sind in Dortmund 37 Kalifornische Seelöwen auf die Welt gekommen. Damit nimmt der Zoo Dortmund eine Spitzenstellung ein. Wenn es heute möglich ist, Seelöwen in vielen Tiergärten gut zu halten, so hat daran die Pionierarbeit des Dortmunder Zoos großen Anteil. Neben den Fragen der Fortpflanzung wurde hier tiergärtnerisch-akribisch an Aspekten der Tierbeschäftigung sowie des medizinischen Trainings gearbeitet. Die ersten Pionierleistungen in der Robbenhaltung waren vor allem mit Paul Andreae verbunden, der im jungen Dortmunder Tierpark als Tierpfleger gearbeitet hatte, bevor er ab 1957 als Direktor den Waldzoo Osnabrück bis 1978 leitete.

Der Wechsel bahnte sich an

von links: Zoodirektor Dr. Brandstätter und Oberbürgermeister Ullrich Sierau mit den Seelöwen im Zoo Dortmund

2012 übernahm Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Partenschaft für den Seelöwen.
Bild: Stadt Dortmund

Dieser Wechsel hatte sich schon länger angebahnt. An seiner neuen Wirkungsstätte, dem Schölerberg, bekommt er das volle Wellnesspaket und einen riesigen Pool. Dortmund lässt ihn nur ungern ziehen, da das sportliche Muskelpaket sich hier mit vorzüglichem Benehmen viele Freunde gemacht hatte: Oberbürgermeister Ullrich Sierau hatte die Patenschaft für ihn übernommen.

Robben oder Flossenfüßer sind Säugetiere, die im Wasser leben, allerdings finden mit Geburt, Aufzucht der Jungen oder Haarwechsel elementare Abschnitte ihres Lebens an Land statt. Männchen, auch hier als Bullen bezeichnet, werden wesentlich größer als die Weibchen. Sie müssen sich im Frühjahr einen Strandabschnitt erkämpfen, wozu die Körpergröße förderlich ist, um bei den Weibchen zum Zuge zu kommen. Die Weibchen bringen ein Jungtier zur Welt, das über ein Jahr gesäugt wird.

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