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Zoo Dortmund

Bild: Karl-Rainer Ledvina

Nachzuchterfolg

Nachwuchs bei den Ringelschwanz-Felsenkängurus im Zoo

Nachricht vom 04.08.2017

Bei den Schwarz-Gelben gibt es zwei neue! Ab sofort sind die jungen Ringelschwanz-Felsenkängurus im Zoo Dortmund zu sehen. Bereits im März wurden bei einer "Taschenkontrolle" zwei embryonenhaft kleine Jungtiere festgestellt. Kräftig gewachsen schicken sich jetzt an, den Beutel zu verlassen.

Ringelschwanz-Felsenkänguru

Noch etwas ängstlich schaut das kleine Felsenkänguru aus dem Beutel seiner Mutter
Bild: Marcel Stawinoga

Durch Nachzuchterfolge ist der Dortmunder Bestand mittlerweile auf sieben Tiere angewachsen.

Die bunten, außerordentlich hübschen, Springbeutler sind bundesweit nur in zwei Zoos zu sehen; außer in Dortmund gibt es noch welche im Zoo Tierpark Berlin. Die Haltung ist somit eine große Besonderheit.

Ringelschwanz-Felsenkängurus (Petrogale xanthopus) gehören zu den buntesten Säugetieren überhaupt und noch dazu echte Schwarz-Gelbe: Die Gliedmaßen, Ohren und Schwanz von sind von gelblichbrauner Grundfarbe; der Schwanz hat zusätzlich dunkle bis schwarze, schmale Ringe; die Spitze des Schwanzes ist dunkelbraun. Seitlich am Kopf liegt auf jeder Seite noch ein weißlicher Längsstreifen bis zu den Ohren. Auch Flanken und Oberschenkel zeigen einen deutlichen weißen Streifen. Auf dem Rücken befindet sich ein schmaler dunkelbrauner Fellstreifen - vom Nacken bis zum Schwanzansatz.

Känguru-Jungtiere verbleiben während der Beuteltragezeit zwischen 190 und 230 Tagen im mütterlichen Beutel und werden hier gesäugt. Die vorherige reine Tragezeit erstreckt sich lediglich über 32 Tage. Kurz vor der Geburt setzt sich das Muttertier hin und leckt sich das Fell zwischen Geburtsöffnung und Beutel. Das Junge kann dieser feuchten Spur folgen und sich dort an einer der vier Zitzen im Beutel festsaugen.

Erwachsene Felsenkängurus sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von saftigen Gräsern - während der Trockenzeit zusätzlich von Blättern von Sträuchern und niedrigen Bäumen. Diese Springbeutler gehören mittlerweile zu den bedrohten Beuteltieren Australiens. Die Bestände sind in den letzten Jahren kontinuierlich geschwunden. Die Tiere finden in Nahrungskonkurrenz zu Ziegen und Schafen oft nicht mehr genügend zu fressen.

Im Frühjahr 2016 wurde die neue Anlage der Ringelschwanz-Felsenkängurus, eine Schenkung des Fördervereins Kinder und Zoo Dortmund eröffnet. Der Zoo Dortmund ist traditionell geographisch gegliedert und besitzt einen kleinen Australienteil, dessen Kängurufelsen unmittelbar an den Asienteil angrenzt. Das Gehege befindet sich am neuen großen Stallgebäude, das Gaure, Nilgau- und Hirschziegenantilopen sowie Axishirsche beherbergt.

Für die bunten Springbeutler ist ein eigenes Gebäude mit Wärmequellen vorhanden. Die Hüpfer können den Aufenthalt in Innen- und Außenanlage frei wählen, Besucherinnen und Besucher können die Tiere im Innenraum durch große Sichtscheiben in verschiedenen Höhen ausgiebig beobachten. Die Außenanlage ist begehbar. Sie steigt vom Besucherweg aus an. Das kommt den Lebensgewohnheiten der Felsenkängurus sehr gelegen. Auch das tonnenweise verbaute Gesteinsmaterial sowie die Bepflanzung kommen australischen Verhältnissen außerordentlich nahe.

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