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Zoo Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karl-Rainer Ledvina

Freizeit

Junges Zwergplumplori-Weibchen zieht in den Dortmunder Zoo ein

Nachricht vom 09.12.2021

Zuwachs für den Zoo Dortmund: Ein junges Zwergplumplori-Weibchen soll bald mit ihren Artgenoss*innen Helene, von der sie eine Nichte zweiten Grades ist, und Flori im Regenwaldhaus leben. Am Gitter lernen die drei sich bereits kennen.

Junges Zwergplumplori im Zoo Dortmund

Noch hat das neue Zwergplumplori im Zoo Dortmund keinen Namen. Es beschnuppert Helene und Flori aber bereits vom Nachbargehege aus.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Marcel Stawinoga

Geboren wurde der noch namenlose Neuankömmling am 6. Januar 2020 im Zoo Planckendael in Mechelen in Belgien und wechselte später in den Zoo Antwerpen. Das neu eingetroffene Zwergplumplori wurde über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. EAZA Ex-situ Programm an den Zoo Dortmund vermittelt, das der Zoo Posen in Polen koordiniert.

Gemeinsam mit der Zuchtbuchführerin hatte sich der Zoo Dortmund dazu entschieden, ein zweites Weibchen aufzunehmen. Denn Helene und Flori führen eine eher platonische Beziehung und sind seit ihrer Zusammenführung vor drei Jahren noch nicht in die Familienplanung eingestiegen.

Mit 13 Jahren ist Helene für einen Zwergplumplori, die in Zoos schon über 25 Jahre alt geworden sind, zwar in einem guten Alter, aber voraussichtlich nicht mehr lange in der Lage, Nachwuchs zu bekommen.

Zwergplumploris mittlerweile stark gefährdet

In den vergangenen Jahren wurden zu wenige Zwergplumploris in den europäischen Zoos geboren, um langfristig eine gesunde Population erhalten zu können. Erst 2020 wurde der Zwergplumplori auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN von "gefährdet" (VU) auf "stark gefährdet" (EN) hochgestuft und ist damit nur noch zwei Stufen von "in der Natur ausgestorben" (EW) entfernt.

Illegales Fangen als Bedrohung – auch Flori wurde geschmuggelt

Bedroht sind Plumploris vor allem durch das Fangen für den illegalen Heimtiermarkt. Der Dortmunder Zwergplumplori Flori selbst stammt aus einer Beschlagnahmung und wurde über den Plumploris e.V, der seinen Sitz im Zoo Dortmund hat, an den Zoo vermittelt.

Geboren wurde er vermutlich irgendwo in einem Wald in China, Laos, Kambodscha oder Vietnam, später gefangen und dann nach Thailand illegal eingeführt. Dort wurde er von einem deutschen Touristen illegal gekauft und offenbar im Handgepäck nach Deutschland geschmuggelt und 2018 beschlagnahmt.

Durch den Umbau und die Erweiterung der Plumplori-Anlage auf Initiative des Plumploris e.V. ist es nun möglich, eine größere Gruppe Zwergplumploris zu halten. Denn das neue Gehege lässt sich in drei Anlagen unterteilen, so dass die Primaten zum Beispiel bei bevorstehendem Nachwuchs getrennt werden könnten, um Mutter und Jungtieren Zeit und Ruhe zu geben.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.