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Großer Ameisenbär Sandra

Zoo Dortmund

Bild: Florian Sicks

Sandra (Großer Ameisenbär)

Der weibliche Große Ameisenbär Sandra ist der Star unter unseren Zootieren. Denn Sandra spielt die Hauptrolle in den Abenteuern der "Yurumi-Gang", die bereits als Hörspiele und Buch erschienen sind.

Ameisenbär

Sandra auf Streiftour durch den Zoo.
Bild: Ilona Schappert

Alle Infos rund um die "Yurumi-Gang" finden Sie unter www.yurumi-gang.de. "Yurumi" ist übrigens der indianische Name für Ameisenbär und bedeutet "Kleinmund".

Sandra wurde am 9. Juni 1994 im Zoo Dortmund geboren. Somit ist sie bereits eine relativ alte Ameisenbären-Dame und wurde sogar schon Oma. Denn ihre Tochter, Juanita, die in einem französischen Zoo lebt, hat im Jahr 2008 dort ebenfalls ein Baby bekommen. Von den anderen Großen Ameisenbären im Zoo Dortmund kann man Sandra leicht anhand der nur spärlich behaarten Schwanzspitze unterscheiden.

Großer Ameisenbär mit Jungtier auf dem Rücken

Die Ameisenbärenmutter trägt ihr Jungtier auf dem Rücken.
Bild: Karl-Rainer Ledvina

Sandras Eltern Trepo und Para stammten beide aus Südamerika. Da ihre Mutter Para nicht genug Milch gab, wurde Sandra als Baby von ihren Tierpflegern mit der Flasche aufgezogen. Dabei muss man wissen, dass Ameisenbären-Mütter ihre Jungtiere bis zum Alter von etwa vier Monaten Huckepack tragen. Damit Sandra bei ihrer Mutter aufwachsen konnte, wurde sie von den Tierpflegern direkt auf der Mutter gefüttert, ohne die beiden dafür trennen zu müssen. Vermutlich ist Sandra aufgrund dieses frühen Kontaktes mit Menschen noch heute der umgänglichste aller Ameisenbären im Zoo Dortmund. Ihre Pfleger können sie gefahrlos anfassen, was für Ameisenbären nicht selbstverständlich ist.

Die große Südamerika-Wiese im Zoo Dortmund teilt sich Sandra mit vielen anderen südamerikanischen Tierarten wie Pekaris, Flachlandtapiren, Capybaras, Pudus und Tschajas. Zu den Tapiren hat Sandra ein besonders inniges Verhältnis. Die Tapire genießen es, wenn Sandra ihnen mit ihrer langen Zunge, die Ohren putzt, und auch Sandra scheint dies zu gefallen. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es jedoch, tiefe Löcher auf der Anlage zu graben. Im Sommer, wenn die Wiese von einem Rasensprenger bewässert wird, wartet Sandra geduldig, bis genügend Wasser in ihr gebuddeltes Loch gelaufen ist, um dann ausgiebig darin zu baden.

Während sich Ameisenbären im natürlichen Lebensraum ausschließlich von Ameisen und Termiten ernähren, bekommt Sandra im Zoo Dortmund zweimal täglich einen wohlschmeckenden Ersatzfutterbrei. Als kleine Zwischenmahlzeit frisst sie gerne Avocado oder Joghurt. Davon darf sie jedoch nicht zu viel bekommen, damit sie weiterhin gesund bleibt und noch viele Abenteuer mit der "Yurumi-Gang" bestehen kann.