Dortmund überrascht. Dich.
Luftbild Umfeld Hauptbahnhof Nord

Offenes Rathaus Dortmund

Städtebaulicher Wettbewerb

Für eine der bedeutendsten Entwicklungsflächen im Bereich der Dortmunder Innenstadt verdichten sich die Planungsabsichten. Nachdem in einem städtebaulichen Wettbewerb Ende 2017 drei Arbeiten mit einem ersten Preis ausgezeichnet wurden, liegen nun die Überarbeitungen dieser Entwürfe vor: Die Planungsbüros bk – bueroKleinekort aus Düsseldorf, raumwerk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH aus Frankfurt/Main sowie Trojan + Trojan Architekten + Städtebauer BDA aus Darmstadt haben ihre Entwurfskonzeptionen weiterentwickelt.

Im Zuge der Überarbeitung sollten diejenigen Fragestellungen geklärt werden, die im Wettbewerb nicht ausreichend beantwortet wurden. Dabei sind insbesondere die in der Auslobung aufgeführten Kriterien der Wirtschaftlichkeit, der technischen Machbarkeit und der Realisierbarkeit zu prüfen bzw. zu beachten gewesen. Neben den Empfehlungen des Preisgerichts sollten auch die Anregungen der Politik, der Grundstückseigentümer, der Nutzer und der Öffentlichkeit in die Überarbeitung einfließen.

Vor diesem Hintergrund hat jedes der drei Büros eine individuelle Aufgabenbeschreibung erhalten. Alle Arbeiten wurden fristgerecht eingereicht und im Rahmen eines Empfehlungsgremiums, das sich aus Vertretern der ursprünglichen Wettbewerbsjury, der Politik und maßgeblicher Grundstückseigentümer zusammengesetzt hat, einer fachlichen Bewertung unterzogen.

raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main

Kurzbeschreibung und Bewertung durch das Empfehlungsgremium:

Die Überarbeitung gibt realisierbare Antworten auf viele der gestellten Fragen – insbesondere im Hinblick auf zusätzliche Flächenpotenziale im Sinne einer möglichst wirtschaftlichen Projektgestaltung. Die durch die Neubebauung erzeugte Stadtkante führt zur gewünschten Adressbildung und trägt zugleich zur sozialen Kontrolle des Parks bei. Gleichzeitig wird eine Silhouette geschaffen, die eine visuelle Verknüpfung von der City ermöglicht und darüber hinaus aus der Perspektive des Bahnreisenden einen Identität und Orientierung schaffenden Blickpunkt bietet. Der Entwurf gewährleistet eine flexible und unabhängig voneinander realisierbare Umsetzung der Mantelbebauung.

Im Fazit stellt das Empfehlungsgremium fest, dass das vorgelegte Konzept ein Alleinstellungsmerkmal im Metropolraum Ruhr schaffen und so eine wichtige Impulswirkung sowie das gewünschte Aufbruchszeichen für Dortmund und die Nordstadt geben kann.

Trojan + Trojan, Architekten + Städtebauer, Darmstadt

Kurzbeschreibung und Bewertung durch das Empfehlungsgremium:

Mit der vorgeschlagenen Bahnloggia als Entrée in die Nordstadt ist die gewünschte Verknüpfung und Zeichenhaftigkeit gegeben. Die Anforderungen an die Verkehrsführung, an die Ausgestaltung des ZOB und die notwendigen Umsteigebeziehungen sind gut gelöst. Schwächen werden in der Art der baulichen Weiterentwicklung der Nordstadt im westlichen Quartier gesehen. Darüber hinaus wird der fehlende visuelle Bezug zur Innenstadt bemängelt.

Das Empfehlungsgremium hält den Beitrag für einen dem Ort angemessenen Entwurf. Die gewünschte Strahlkraft für das Quartier und die Nordstadt wird aber noch nicht erreicht.

bk – Buero Kleinekort, Düsseldorf

Kurzbeschreibung und Bewertung durch das Empfehlungsgremium:

Ein wesentlicher Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung des Beitrags war die Gestaltung der Platzsituation am nördlichen Bahnhofsausgang. Insbesondere der Vorschlag einer Überbauung des Vorplatzes wird in der dargestellten Form kritisch gesehen, führt der Baukörper doch zu einer räumlichen Trennung und einer eingeschränkten Orientierung. Funktionale Mängel in der Verkehrsführung, in der Ausgestaltung des ZOB und im geforderten ÖPNV-Angebot konnten auch im Zuge der Überarbeitung nicht beseitigt werden.

Insgesamt führt die Überarbeitung nach Ansicht des Empfehlungsgremiums daher nicht zu einer nennenswerten Verbesserung der städtebaulichen, funktionalen und räumlichen Qualitäten, so dass eine Umsetzung dieses Entwurfs nicht empfohlen wird.

Offenes Rathaus Dortmund