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Luftbild Umfeld Hauptbahnhof Nord

Offenes Rathaus Dortmund

Wettbewerbsbeiträge

1. Rang

raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main

Verkehrsplanung: Argus Stadt und Verkehr Partnerschaft, Hamburg

Entwurf [pdf, 43,5 MB]

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit setzt auf klare Weise die gründerzeitliche Blockstruktur der Nordstadt fort und orientiert sich dabei an der vorgefundenen Maßstäblichkeit. Ein Bildungscampus und ein achtgeschossiger Bau mit Stellwerk und KiTa ergänzen dabei das Nutzungsspektrum der Wohnhöfe. Die vorgeschlagene Angleichung der Topografie an die Höhenlage der Nordstadt führt allerdings zu erheblichen Eingriffen in das vorhandene Gelände und die bestehende Erschließung.

Konsequent wird die Idee einer grünen Verbindung zwischen Blücherpark und Bürgergarten verfolgt und baulich umgesetzt. Unterschiedlich bewertet das Preisgericht die möglichen Qualitäten des zwischen zwei Aufstiegen eingespannten Freiraums.

Die Bebauung des Burgtores mit einem Kultur- und Kreativzentrum und vervollständigten Blockstrukturen ermöglicht eine spannende Abfolge von Räumen und Nutzungen und verknüpft auf angenehme Weise die Stadträume von Brück-und Münsterstraße.

Insgesamt würdigt das Preisgericht den innovativen Entwurfsansatz rund um die Verkehrsfunktionen. So entsteht nicht nur ein neues städtebaulich und architektonisch überzeugendes Gesicht nach Norden, das der City ein würdiges Pendant gegenüberstellt, sondern auch eine baulich ansprechende Antwort auf die Frage, wie ein Bahnhof des 21. Jahrhunderts aussehen kann.

Durch die Überlagerung von ZOB und untergeschobenem Parken wird der Raum geschaffen für die großzügige Freiraumgestaltung auf dem oberen Niveau des neuen Stadtquartiers. Gleichzeitig setzt diese Lösung mit der damit verbundenen Mall-Überfahrung einen enormen baulichen und wirtschaftlichen Aufwand voraus.

Die verkehrlichen Funktionen des ZOB und des Bahnhofsvorplatzes sind der Auslobung entsprechend gelöst. Nicht überzeugen kann der Vorschlag einer Quartiersgarage zur Lösung des ruhenden Verkehrs: sowohl in ihrer Lage als auch in ihrer baulichen Ausgestaltung. Die Zufahrt der Tiefgarage setzt die Nutzung des Postgrundstückes voraus, das derzeit nicht zur Verfügung steht.

Die starke Geste der grünen Rampe auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz führt zu einer guten Aufteilung des Platzes. Es entsteht eine Differenzierung eines Verkehrs-und Vorplatzes im Westen und eines Multifunktionsplatzes, der sich zu Kino und Steinwache orientiert. Gleichzeitig führt diese Bebauung allerdings zu einer erschwerten Orientierung.

Insgesamt ein Beitrag, der die gewünschte Aufwertung der Nordstadt mit hohen gestalterischen Qualitäten vereint, jedoch einen außergewöhnlichen wirtschaftlichen Aufwand voraussetzt.

raumwerk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH, Frankfurt/M.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

1. Rang

bk – Buero Kleinekort, Düsseldorf

Verkehrsplanung: Eger Consult Darmstadt

Entwurf [pdf, 79,2 MB]

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf zeichnet sich mit einer angenehmen Maßstäblichkeit in der Fortsetzung der städtebaulichen Struktur der Nordstadt aus. Es gelingt ihm, durch eine Neuinterpretation der bewährten Blockstrukturen Bestand und neues Wohnquartier auf überzeugende Art miteinander zu verknüpfen und so gut nutzbare Teilquartiere anzubieten. Zu prüfen sind allerdings Dimensionierung und Ausgestaltung im Detail.

Durch Fortführung des Blücherparks auf die Entwicklungsfläche gelingt eine selbstverständlich wirkende Grünverknüpfung, die auch dem Wunsch aus der Pla-nungswerkstatt Rechnung trägt. Die Arbeit verzichtet allerdings auf eine Fortführung des Grünraums nach Osten.

Die vorgeschlagenen Baustrukturen rund um das Burgtor erscheinen schematisch und zu dicht. Auch die gewünschte Verbindung zwischen Brückstraße und Münsterstraße wird durch die Stellung der Baukörper nicht überzeugend gelöst.

Positiv hervorgehoben wird der Umgang mit den unterschiedlichen Höhenniveaus. Durch die bauliche Begleitung der vorhandenen Stützmauer scheint auch eine wirtschaftlich tragfähige Lösung angeboten zu werden. Mit über die Verkehrsnutzung hinausgehenden Angeboten kann zudem für die gewünschte Nutzungsvielfalt und Lebendigkeit gesorgt werden. Nicht nachvollziehbar ist allerdings die Lage des Parkhauses weit entfernt von den Verkehrsanlagen der Bahn und der Stadtbahn. Der dargestellte ZOB kann nicht die notwendige Ausstattung nachweisen, hier werden lediglich 14 Haltepositionen vorgeschlagen.

Der Vorschlag einer Bebauung des nördlichen Bahnhofsvorplatzes führt zwar zu einer angenehmen Platzdimension, hat aber zur Folge, dass die notwendigen Verkehrsfunktionen nicht in ausreichendem Maß angeboten werden können. Zudem wird die Orientierung der aus dem Stadtbahntunnel kommenden Reisenden und Besucher erschwert. Gegen das vorgeschlagene Seminargebäude der Steinwache werden denkmalpflegerische Bedenken geäußert.

Die Neuentwicklung des Postgrundstücks und der Ersatz der Hauptpost, die Voraussetzung des Konzepts sind, entsprechen nicht der derzeitigen Flächenverfügbarkeit.

bK Kleinekort, Düsseldorf
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

1. Rang

Trojan + Trojan, Architekten + Städtebauer, Darmstadt

Entwurf [pdf, 107,7 MB]

Beurteilung durch das Preisgericht

Mit einer geschickten Neuinterpretation des Blockthemas gelingt es der Arbeit, eine eigenständige städtebauliche Antwort auf die Nordstadt zu geben. Es entsteht ein Quartier mit hohen Binnenqualitäten, in das auch die Topografie gut integriert wird.

Zur Bahn entsteht gemeinsam mit dem Bahnpark eine eindeutige Kante, die auch nach Süden wirken und dem Quartier und der Nordstadt ein neues Gesicht verleihen kann. Auf eine grüne Fortführung des Blücherparks wird bewusst verzichtet und stattdessen eine wegbegleitende Folge von Frei-und Verkehrsräumen angeboten.

Gut gelöst ist die Akzentuierung des Burgtors durch einen Kontorturm, dessen Höhenentwicklung allerdings zu überprüfen ist. Es kann eine angenehme Abfolge von Räumen und Nutzungen entlang der Brück-und Münsterstraße entstehen.

Durch die Konzentration von ZOB auf dem Bahnniveau und untergeschobenem Parkhaus wird Raum geschaffen für weitere Nutzungen wie Hotel, Gastronomie und Dienstleistungen. Dies kann zur gewünschten Belebung des Quartiers führen. Gleichzeitig führt aber die Lösung einer Tiefgarage statt eines wie in der Auslobung gewünschten Parkhauses zu einem erheblich größeren wirtschaftlichen Aufwand. Die Zufahrt der Tiefgarage setzt die Nutzung des Postgrundstücks voraus, das derzeit nicht zur Verfügung steht.

Der dargestellte ZOB kann die notwendige Ausstattung nicht vollständig nachweisen. Hier werden 18 Haltepositionen vorgeschlagen. Für die notwendigen Fernbusparkplätze scheint nur ein eingeschränkter Raum zur Verfügung zu stehen. Dessen Zufahrt führt zu einer wirtschaftlich und konstruktiv aufwändigen Mall-Überfahrung.

Der Verzicht auf eine Bebauung des nördlichen Bahnhofsvorplatzes wird vom Preisgericht unterschiedlich bewertet. Er weist gegenüber der heutigen Situation keine spürbare räumliche Verbesserung auf, bietet jedoch Raum für die notwendigen Verkehrsfunktionen und er-möglicht den Platznutzern eine gute Orientierung.

Mit der Bahnloggia am Nordausgang kann ein überzeugendes Entrée von der und in die Nordstadt angeboten werden. Deren Dimensionierung sollte allerdings überprüft werden.

Der vorgeschlagene Anbau an die Steinwache ist aus denkmalpflegerischer Sicht auszuschließen.

Das Preisgericht würdigt die Vorschläge zu einer schrittweisen Entwicklung des Postgrundstückes. Mit dem auf den Platz ausgerichteten Hochhaus könnte langfristig anstelle des Gebäudes der Hauptpost ein neues städtebauliches und architektonisches Merkzeichen entstehen.

Trojan + Trojan, Architekten + Städtebauer, Darmstadt
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

4. Rang

Hermann & Valentiny und Partner, Architekten ZT GmbH, Wien

Entwurf [pdf, 22,6 MB]

Beurteilung durch das Preisgericht

Als städtebauliche Antwort auf die Blockstruktur der Nordstadt bietet die Arbeit eine Kombination aus Blockrandbebauung und Solitären an. Dies führt allerdings zu einer unentschlossen wirkenden Haltung, die sich nicht zwischen Fortsetzung der Quartiere und eigenständigem Bild entscheiden kann.

Die Idee einer Akzentuierung rund um das Burgtor mit drei hohen Gebäuden wird gewürdigt, die vorgeschlagenen Großstrukturen und der tiefer gelegte Platzbereich führen allerdings nicht zu der gewünschten Verknüpfung über die Brück-und Münsterstraße.

Die Angebote des ZOB und des Parkhauses entsprechen in ihrer Lage und Ausgestaltung den Vorgaben der Auslobung, können stadträumlich jedoch nicht überzeugen. Auch die Nachbarschaft zu den angrenzenden Wohnriegeln birgt räumliche und funktionale Konflikte.

In der dargestellten Form sind die Vorschläge zur Bebauung des Bahnhofsplatzes nicht geeignet für eine Belebung und Attraktivierung des Platzes.

Insgesamt eine Arbeit, die zwar durchaus wertvolle Hinweise zur städtebaulichen Aufwertung der Nordstadt liefert, durch ihre Addition von Einzelbausteinen jedoch nicht überzeugen kann.

Hermann & Valentiny und Partner, Architekten ZT GmbH, Wien
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

Annerkennung

Gerber Architekten, Dortmund

Entwurf [pdf, 67,5 MB]

Beurteilung durch das Preisgericht

Mit der Fortsetzung der Blockstruktur gelingt der Arbeit eine überzeugende Verknüpfung mit der Nordstadt. Nicht nachvollziehbar ist jedoch deren – etwas gewollt erscheinende – Lage und Anordnung. Fragwürdig erscheint zudem die Anordnung des ruhenden Verkehrs im Sockel-bzw. Erdgeschoss.

Das dem Konzept zu Grunde liegende „grüne U“ als eine der entwurfsbestimmenden Leitideen lässt sich im Entwurf nicht in seiner gewünschten Prägnanz wiederfinden.

Gelungen ist die Auseinandersetzung mit dem Burgtor. Hier führt der vorgeschlagene Baukörper zu einer guten Wegeführung und Verknüpfung zwischen Brück-und Münsterstraße.

Nicht überzeugen kann der lang gestreckte Riegel aus ZOB und darüber liegendem Parkhaus, der von der Bahnseite das Erscheinungsbild des Bahnhofsbereichs prägen würde.

Durch die östliche Bebauung erhält der nördliche Bahnhofsvorplatz zwar eine angemessene Dimension, gleichzeitig rückt der Bereich um die Steinwache aber in eine nicht gewünschte Randlage.

Gerber Architekten, Dortmund
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

Anerkennung

scheuvens + wachten, Dortmund

Entwurf [pdf, 62,4 MB]

Beurteilung durch das Preisgericht

Die vorgeschlagene westliche Bebauung setzt zwar auf überzeugende Weise die Blockstruktur der Nordstadt fort, führt aber durch die Angleichung der Höhenlage zu starken Eingriffen in die heutige Erschließung und in die vorhandene Topografie. Der zwischen Wohnquartier und Bahn gelegene Park hat keinen Bezug zu den bestehenden Freiräumen. Dessen Fortführung über das Parkhaus ist nicht schlüssig.

Statt eines kräftigen Zeichens scheint sich die Nordstadt mit ihrem neuen Quartier eher zu verstecken.

Die Bebauung des Burgtores führt nicht zu der gewünschten Verknüpfung nördlich und südlich der Bahn, sondern verhindert vielmehr eine schlüssige Wegeführung.

Der ZOB ist nachvollziehbar angeordnet und erfüllt weitestgehend die gestellten Anforderungen.

Die Bebauung des Bahnhofsvorplatzes entlang der Steinstraße ist dem Platz nicht angemessen und schottet ihn ab. Die außerordentliche Reduzierung der Platzfläche verhindert die Unterbringung und Verknüpfung der erforderlichen Verkehre.

Die Arbeit liefert keine Aufwertung des nördlichen Bahnhofsentrées.

scheuvens + wachten, Dortmund
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

2. Rundgang

Boris Enning Architekt BDA Stadtplaner, Köln

Boris Enning Architekt BDA Stadtplaner, Köln
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

2. Rundgang

Klaus Schäfer Architektur und Städtebau, Berlin

Klaus Schäfer Architektur und Städtebau, Berlin
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

2. Rundgang

Martin Hinz Architekt, Frankfurt

Martin Hinz Architekt, Frankfurt
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

2. Rundgang

gerner°gerner plus architekten gerner und partner zt gmbh, Wien

gerner°gerner plus architekten gerner und partner zt gmbh, Wien
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

1. Rundgang

HJP Planer, Aachen

HJP Planer, Aachen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

1. Rundgang

Ortner & Ortner, Köln

Ortner & Ortner, Köln
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): pp a|s

Offenes Rathaus Dortmund