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Stadt- und Landesbibliothek

E-Books – Handlicher Lesestoff zum Ausleihen

04.12.2013, Petra Schrader

Winterzeit ist Lesezeit und wenn dann während der Weihnachtszeit noch Betriebsferien sind, hat die eine oder der andere mehr Zeit zum Lesen als vielleicht sonst im Alltag. Wahrscheinlich liegen auch in diesem Jahr wieder viele Bücher unter dem Weihnachtsbaum. Oder auch E-Book-Reader und damit die Option, sich die Urlaubszeit mit vielen elektronischen Titeln aus der Stadt- und Landesbibliothek unterhaltsam und angenehm zu gestalten.

Petra Littmann, Dr. Johannes Borbach-Jaene, Heike Fonteyne und Hans-Christian Wirtz (v.l.) mit den E-Book-Readern

Petra Littmann, Dr. Johannes Borbach-Jaene, Heike Fonteyne und Hans-Christian Wirtz (v.l.) mit den E-Book-Readern
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Den Bibliotheksausweis und eine persönliche PIN-Nummer, mehr braucht es nicht, um in der DigBib der Stadt- und Landesbibliothek Zugang zu E-Books, E-Paper, digitalisierten Zeitungen aus 90 Ländern, einem Zeitschriftenarchiv mit 300 deutschsprachigen Fachzeitschriften oder auch der Brockhaus Enzyklopädie und einem Literaturlexikon sowie weiteren digitalen Quellen zu haben. Natürlich kann man über die DigiBib auch in Katalogen nach Büchern, CDs und DVDs suchen, die in der Stadt- und Landesbibliothek vor Ort ausgeliehen werden können.

Ein Reader ersetzt locker eine große Reihe Bücher im Regal

Ein Reader ersetzt locker eine große Reihe Bücher im Regal
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Bequem und von jedem beliebigen PC aus können längst E-Books heruntergeladen werden. Denn die digitalen Medien sind schon lange ein Thema für die Stadt- und Landesbibliothek. Hier finden sich mehr als 6.000 elektronische Sachbücher zu Themen aus der Wirtschaft, der Psychologie und Medizin, der Informatik und der Pädagogik. "Wir kommen damit dem Auftrag der Bibliotheken nach, die sicherstellen sollen, dass sich alle Menschen aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert informieren können. Bibliotheken sind ja wichtige Begleiter der schulischen, beruflichen und persönlichen Bildung", erläutert Hans-Christian Wirtz, der bei den Bibliotheken alles koordiniert, was mit elektronischer Kommunikation zu tun hat.

Viele Bestseller sind in Buch- und E-Book-Form erhältlich

Viele Bestseller sind in Buch- und E-Book-Form erhältlich
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Bald auch Belletristik als E-Book – die Onleihe

Und so wie die Bibliothek schon heute nicht nur gedruckte Bücher, sondern auch elektronische Datenträger verleiht, sind E-Books zumindest bei den Sachbüchern längst vielgenutzte Medien. Aber, so wie es bei den gedruckten Büchern nicht nur Sach- und Fachliteratur sondern auch Belletristik gibt, soll das demnächst auch bei den E-Books so sein. "Noch vor Weihnachten werden wir unseren Kunden mehr als 3.000 Titel in digitaler Form anbieten, die sie von zu Hause aus über die "Onleihe" auf ihren eigenen E-Book-Reader herunterladen können. Außerdem werden wir 30 E-Book-Reader anschaffen, um sie an unsere Kunden auszuleihen", sagt Hans-Christian Wirtz. Denn so wie sich die E-Books langsam aber stetig einen Markt erobern, wächst auch in den öffentlichen Bibliotheken die Nachfrage nach dieser Form der ausleihbaren Literatur.

E-Reader zum Ausprobieren!

E-Reader zum Ausprobieren!
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Begrenzte Leihdauer

"Unsere Belletristik-E-Books sind eine Leihgabe für 14 Tage. Die Verlage tun sich anders als bei der Fachliteratur mit den Lizenzen schwer. Deshalb können wir ein E-Book zeitgleich immer nur so oft ausleihen, wie wir eine Lizenz erworben haben", so Wirtz. Und während, wer einen E-Book-Reader hat, damit vor Ort in Buchhandlungen die Bücher, die er kaufen will gleich herunterladen kann, können belletristische E-Books aus der Bibliothek nur von zu Hause aus über den PC ausgeliehen werden. Viel Vorbereitung braucht es dafür nicht, aber: "Wer sich bei uns ein solches E-Book leihen möchte, muss sich vorher darum kümmern, als technische Voraussetzung "Adobe Digital Editions" zu installieren. Das ist eine frei zugängliche Software, die es ermöglicht, E-Books am PC zu verwalten und auf den E-Book-Reader zu übertragen.

Bei Büchern verwaltet er, wie lange Kunden ein Zugriffsrecht haben und zeigt das auch an. So kommt man auch dann nicht durcheinander, wenn man sich mehrere E-Books mit unterschiedlichen Leihfristen ausgeliehen hat. Läuft die Frist ab, bleiben die Medien zwar auf dem Rechner, können aber nicht mehr gelesen, sondern nur noch gelöscht werden", erklärt Hans-Christian Wirtz, wie die Ausleihe von E-Books künftig funktionieren wird.

Inhaltlich ist bereits alles vorbereitet. Der Leiter der Zentralbibliothek, Dr. Johannes Borbach-Jaene, ist sich sicher, dass bei den E-Books dieselben Titel nachgefragt werden, die in gedruckter Form beliebt sind: "Wir werden Bestseller und Romane für Erwachsene und Jugendliche anbieten", sagt er. "Bücher für Kinder gibt es nach wie vor nur in gedruckter Form. Zusätzlich startet die Bibliothek mit der Ausleihe von ca. 200 Hörbüchern als E-Audios."

Eine Menge Lesestoff handlich verpackt

Eine Menge Lesestoff handlich verpackt
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Vorher informieren

Wer noch keinen E-Book-Reader hat, aber mit dem Gedanken spielt, künftig Bücher elektronisch zu lesen und dadurch z. B. im Urlaub mit leichtem Gepäck aber vielen, vielen Büchern unterwegs sein zu können, sollte sich ein wenig mit den Modellen befassen, die auf dem Markt sind. Bis auf eines sind sie alle tauglich, um E-Books aus Bibliotheken auszuleihen, aber ausgerechnet der E-Book-Reader, der im Test bei ChipOnline auf dem ersten Platz landete, bietet keine Möglichkeiten mit "Adobe Digital Editions" zu arbeiten – somit kann mit diesem Modell in öffentlichen Bibliotheken kein E-Book ausgeliehen werden.

"Wir stehen unseren Nutzerinnen und Nutzern zur Seite, wenn sie Fragen zum E-Book haben. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben sich mit unterschiedlichen E-Book-Readern befasst und kennen die Unterschiede", so Hans-Christian Wirtz. Die 30 von der Zentralbibliothek angeschafften E-Book-Reader bieten zudem die gute Möglichkeit auszuprobieren, wie und ob man elektronisches Lesevergnügen als solches erlebt.