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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Musik

Lebe Deine Wünsche

12.07.2015, Gaye Suse Kromer

Es gibt Leute, die alles, was sie machen, mit Erfolg zu krönen scheinen. Hannes Schmidt, bekannt als Sir Hannes, ist so einer. Mit seinen Bands Phantoms of Future, Idiots und Honigdieb hat er in der Dortmunder Musikszene Pflöcke eingeschlagen. Und nicht nur dort. Auch sein feiner Musikalienhandel Idiots Records steht für ausgewählten Geschmack der härteren Sorte und läuft in Zeiten von ITunes und Musikflaterates bestens.

Dortmunder Musikszene

Sir Hannes ziemlich entspannt in seinem Laden
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roman Zeschky

Kurz gesagt: Sir Hannes ist ein echter Dortmunder Exportschlager, der in diesem Jahr 35 Jahre Musikaktivitäten feiert.

Schnell, schnell, schnell, immer neu, immer anders. Stopp. Drei Dekaden und eine halbe macht Sir Hannes nun Musik – eine unfassbar lange Zeit, allzumal in einem so kurzlebigen Business mit seinen Moden, permanent nachstrebenden Jungtalenten und rasanten technischen Entwicklungen. Wie geht denn so was? "Ich habe mich mit den Phantoms of Future, den Idiots und Honigdieb dreimal neu erfunden", erklärt der Künstler. Bühnen-Performences, Bandnamen, Logos und Inhalte der Bands stammen vom Sir.

"Ich habe mich mit den Phantoms of Future, den Idiots und Honigdieb dreimal neu erfunden"

Hannes Schmidt

"Wenn man die Bands vergleicht, merkt man zwar meine Note, trotzdem sind sie völlig verschieden. Nichts ist abgespult. Ich bin auf keinen Zug aufgesprungen, um den Hörerkreis zu bedienen. Alles ist innovativ und eigen." Alle drei Projekte stehen musikalisch für sich. Einziges Bindeglied – Sir Hannes.

Ganz gleich ob Idiots oder Honigdieb, sein Arbeitsablauf ist identisch und teilt sich in folgende Schritte auf: 1. Komposition der Musik und das Schreiben eines Textes in Sir Hannes Kopf. 2. Auf ein Diktiergerät singen – ebenfalls der Sir. 3. "Die Grundgerüste der Musik mache ich alle mit dem Mund, indem ich die Instrumente mit der Stimme imitiere." Am Ende zum Feintuning der 4. und letzte Schritt: "Ich treffe mich mit dem Gitarristen, es wird verbessert und er trägt seinen Teil dazu bei. Danach werden mit der Band die Songs arrangiert. Ich habe wahnsinnig gute Musiker, die sich natürlich einbringen und den Songs die Krone aufsetzen." Aha, ist ja simpel, so eine Musikerkarriere … Das ist natürlich Quatsch. In der nächsten Stunde lässt Sir Hannes bei einem Kaffee im hinteren Teil seines Ladens die letzten Jahrzehnte Revue passieren.

Dortmunder Musikszene

Bühne frei für die Idiots
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roman Zeschky

Prophezeiung voraus

Während andere Bandleader in der Musikbranche oft genug auf den Augenblick setzen, zieht Sir Hannes sein Ding konsequent durch. Das kommt bei den Fans an. Bei den Phantoms, gegründet Mitte der 1980er Jahre, gingen sie mit ihm auf eine psychodelisch-rockige Reise. Die Konzerte waren eine Vorwegnahme von Marilyn Mansons Auftritten 10 Jahre später: "Ich habe in Käfigen gesungen, bin kopfüber durch brennende Reifen ins Publikum gesprungen. Das war skurril, das hatte bis dahin noch keiner gemacht." Sicher ließen sich auch andere Bands von seiner Show inspirieren.

Sir Hannes letzter Satz ist nahezu prophetisch, denn in all seinen Projekten war er musikalischen Strömungen voraus. Die wilde Fahrt der Phantoms ging zwar 2001 zu Ende, aber nicht für Sir Hannes. Er reiste mit den von ihm schon in den 1970er Jahre gegründeten Idiots weiter.

"Ich habe in Käfigen gesungen, bin kopfüber durch brennende Reifen ins Publikum gesprungen"

Hannes Schmidt

Hart, dreckig und gemein ging und geht es bei der waschechten Punkband zu. Auch hier bewies Sir Hannes Gefühl für kreatives Potenzial: Inspiriert durch die englische Punkbewegung rief der Sir mit den Idiots eine der ersten deutschen Ausgaben ins Leben. Die Band hat den deutschen Punk fest in die Annalen der Musikgeschichte verankert. Berühmt wie berüchtigt sind die Schweineköpfe, die der Bandleader auf Konzerten dem Publikum entgegen schleuderte.

Offizielle Weihen

Idiots waren nicht nur international erfolgreich, sondern erhielten auch ganz offizielle Weihen: Das Haus der Geschichte zeigte im Rahmen der Ausstellung "50 Jahre Rockmusik in Deutschland" verschiedene Devotionalien von Sir Hannes – neben denen von den Beatles und Elvis Presley. Die Band löste sich trotz der Erfolge zunächst in den 1990ern auf, um 2011 mit neuer Besetzung aufzuerstehen. Und zwar genauso heftig wie zuvor.

Angeblich soll die Band aufgrund einer Wette reaktiviert worden sein. Stimmt das Gerücht? Sir Hannes lacht. "Mit einem Kumpel habe ich vor Jahren gewettet, dass ich die Idiots reaktiviere, wenn ich in 20 Jahren immer noch 200 Liegestütze zustande kriege. Kriege ich. Entscheidend war allerdings, dass die Zeit danach gerufen hat."

"Ich will mit kritischen, politischen Texte sagen, was Sache ist"

Hannes Schmidt

Seiner Ansicht nach konsumierten sich die Menschen zu Tode, schauten nicht mehr nach dem, was sie im Kern ausmacht. Kurz: Die Zeit sei gesichtsloser geworden: "Ich will mit kritischen, politischen Texte sagen, was Sache ist. Die Texte sind oft erstmal eine Provokation. Das darf man nicht eins zu eins verstehen, sondern muss sie schon deuten." Sir Hannes setzt mit seinen Texten das um, was er in ihnen fordert: die eigene Hirse zum Laufen bringen.

Dortmunder Musikszene

Wollen nur spielen: Idiots-Bassist Volker Körner nebst Sir Hannes
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roman Zeschky

Musik ohne Grenzen

Am schwersten ist Honigdieb in eine Schublade zu pressen – mit der Gründung im Jahr 2002 der jüngste Streich von Sir Hannes. Am Besten beschreibt er selbst das Konzept: "Honigdieb nenne ich ‚Musik ohne Grenzen’. Da ist von Folk und Ska über Disco und Funk bis zu Polka alles drin. Wichtig ist uns, dass die Leute auf die Musik tanzen können." Die wilde Mischung an Musikstilen gibt es mittlerweile bei innovativen Radiosendern zu hören. Aber Honigdieb war eben auch hier eine der ersten mit so einem abenteuerlichen Mix.

Die eigentliche Show bei den Konzerten ist der Bandleader mit seiner Glatze und den mit schwarzem Kajal umrandeten Augen. Polyesterpelz, Zylinder und freier Oberkörper sind der letzte Schliff beim Showoutfit: Sir Hannes glitzert und funkelt, performt und rockt die Bühne, dirigiert Band wie Publikum, das vom Teen zum Silber-Teen reicht. "Die Menschen sprechen mich nach den Konzerten immer mit guter Laune an. Was gibt es Schöneres, als positive Impulse zu setzen und den Leuten Kraft für ihr Leben zu schenken?"

"Alle meine Bands sind extravagant. Das liebt man oder man hasst es"

Hannes Schmidt

Eine waschechte Rampensau ist er auf der Bühne, der feine Sir Hannes. Rampensau, Kultmusiker, Legende: Das sind natürlich Interpretationen, bestenfalls journalistische Zuweisungen. Wie beschreibt Sir Hannes seine immer wieder Maßstäbe setzenden Ideen? "Mich freut das. Alle meine Bands sind extravagant. Das liebt man oder man hasst es. Es sagt mir vor allem, dass ich gute Eingebungen habe, aber ich weiß nicht, woher das kommt." Da hat er natürlich Recht. Wer kann Kreativität und ihren Ursprung schon genau erklären? Wer will das überhaupt?

Künstlerische Freiheit

Die Konzerte von Honigdieb und Idiots gleichen eingepackten Geschenken – bis man es ausgepackt hat, weiß man nicht, was drinsteckt. Und dann: Überraschung! Sir Hannes: "Ich weiß vor Konzerten ja selbst nie, was ich machen werde und erstaune das Publikum genauso wie mich. Am Abspulen habe ich einfach keine Freude." Es gibt durchaus eine Playlist für die Konzerte, "aber die werfe ich manchmal durcheinander", lacht Sir Hannes.

So was ist nur möglich durch die Qualität der Bandmitglieder: "Das sind Ausnahmemusiker, die aus dem ganzen Ruhrgebiet kommen. Es sind mit die Besten auf ihren Instrumenten, können in kürzester Zeit präzise spielen. Sie nehmen die künstlerische Freiheit auf und sind sofort da." Instrumente heißt im Fall von Honigdieb neben Gitarre und Schlagzeug auch Querflöte, Geige und Contrabass – Vielfalt auf Musikalisch sozusagen.

Verbale Verbindungen

Außer Sir Hannes verbindet seine drei Bands etwas weiteres Wesentliches: Es sind die Texte. Das Schubladending ist ja eh nicht so seines. Weder musikalisch, noch menschlich. Die Texte abzutun, weil die Musik entweder punkig hart oder aber groovig beschwingt daherkommen, ist zu bequem. Und dazu falsch. Also, die Texte. Auch die schreibt der von den kreativen Musen Geküsste natürlich selbst: "Texte waren mir immer schon wichtig. Sie sind einerseits am Kern der Zeit, trotzdem sind sie zeitlos. Sie haben eine Tiefe mit Zwei- und Dreideutigkeiten."

Im Honigdieb-Song "Ich Gott" heißt es:
"Ich bin Gott
Er, Sie, Es ist Gott, ja!
Mein Hund ist Gott
Und Du davorn’
Der Kaktus ist Gott
Und der Esel im Galopp

Lebe Deine Wünsche
Und lebe im Jetzt!
Liebe Deine Schmerzen
Und folge Deinem Herzen"

Dortmunder Musikszene

Bandleader außer Rand und Band
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roman Zeschky

Man kann das Lied vielleicht als Blasphemie missverstehen. Dann ginge die mitreißende Aufforderung, jetzt das Leben anzupacken und zu genießen, der eigene Gott im eigenen Leben zu sein, vollkommen an einem vorbei. Immer wieder geht es in Sir Hannes Texten darum, bei sich zu bleiben, sich gegen Missstände zu wehren, kritisch zu hinterfragen, sich nicht unterkriegen zu lassen und natürlich geht es auch immer wieder um das Thema Liebe in all ihren verschiedenen Spielarten.

Trotz ihrer Botschaften wedeln diese Texte nicht mit dem imaginären Finger, weil Sir Hannes eine gute Portion Humor und Verständnis für menschliche Unwegsamkeiten einfließen lässt. Dieses Verständnis hängt mit dem bewegten Leben des Musikerpoeten zusammen.

Von Klassik und Rock

Sir Hannes macht immer seinen eigenen Weg, wie etwa bei der Sache mit der Klassik: 5 Jahre ging der Punker und Querkopf bei einer Opernsängerin "in die Lehre": "Das war zuzeiten der Phantoms. Wir spielten bis zu 120 Konzerte im Jahr. Die Stimme war oft weg. Durch die richtige Atemtechnik kann man das ausgleichen. Ich mache noch heute jeden Tag meine Atemübungen, wobei ich mich insgesamt körperlich fit halte, indem ich etwa morgens mit den Fünf Tibetern anfange."

Von wegen zum Rockmusikerleben gehören – ganz organisch – Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll. Rein körperlich ist ein exzessives Abfeiern kaum durchzuhalten, wenn eine Band ständig auf Tour ist und fast jeden Abend eine Glanzleistung auf die Bühne bringen will. Obwohl … es gab andere Zeit. Eben diese mit den Drugs und vor allem mit dem Alkohol. Seit 12 Jahren ist für Sir Hannes Schluss damit.

Der Bruch war radikal, von jetzt auf gleich kein geistreiches Getränk mehr, Schluss mit Mitteln im Blut, die da ursprünglich nicht hingehörten. Mehrfach dem Tod von der Schippe gesprungen, erklärt Sir Hannes: "Ich habe zu exzessiv gelebt. Mein Leben war in Gefahr, das künstlerische Sein ist eingebrochen." Heute gönnt er sich Bier in Maßen. Ansonsten: „"Die Musik ist meine Droge – das war sie schon immer."

Dortmunder Musikszene

Ein Blick in den legendären Laden Idiots Records an der Rheinischen Straße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roman Zeschky

Freier Blick, freie Gedanken

Die Phantoms gehören unwiederbringlich der Geschichte an. Mit Honigdieb und den Idiots arbeitet Sir Hannes weiterhin erfolgreich und tourt durch die Welt. Bis nach China führen die Konzerte. Trotzdem er herumreist, bleibt Dortmund sein Heimathafen. Des Erfolges wegen in andere Metropolen zuziehen, kommt für Sir Hannes nicht in Frage: "Ich bin sehr heimatverbunden. Die Menschen verbinden mich mit dieser Region. Sie sind direkt, das ist eine besondere Mentalität."

Schon als Dötzchen verfolgte er die BVB-Spiele, damals noch im Stadion Rote Erde. Borussia-Fan ist er geblieben: "Ich wünsche mir, dass die Spieler heute eine genauso hohe Identifikation für den Verein, für die Stadt zeigen, wie die Fans und nicht wie die Fremdenlegionäre weiterziehen." So wie z. B. Lars Ricken – ebenfalls ein Dortmunder Junge. Er schoss das legendäre Tor zum Champions League Sieg und outete sich als Fan von Phantoms of Future. Er arbeitet übrigens immer noch für den BVB …

"Ich wünsche mir, dass die Spieler heute eine genauso hohe Identifikation für den Verein, für die Stadt zeigen, wie die Fans und nicht wie die Fremdenlegionäre weiterziehen"

Hannes Schmidt

Sir Hannes ist Dortmunder durch und durch: "An der Rheinischen Straße bin ich aufgewachsen. Mit 4 Jahren habe ich Boxhandschuhe angezogen. Damals war das eine harte Ecke. Auf der Schule habe ich die Großen weggeboxt, wenn sie die Kleineren verhauten. Den Gerechtigkeitsfimmel hatte ich schon früher." An der Rheinischen Straße ist er geboren, hier ist er aufgewachsen, hier hat er seinen Laden "Idiot’s Records“" mit freiem Blick auf das Dortmunder U.

Schwein gehabt

Mit dem ging es ganz klein los: Verkauf von Platten aus seinem Schlafzimmer heraus. Früh war dem Sir klar, dass er sein Leben als Musiker bestreiten wollte, mochte sich aber als Lebensunterhalt nicht alleine darauf verlassen. Also lernte er Einzelhandelskaufmann: "Ich wusste, ich mache einen Plattenladen auf, um ein zweites Standbein zu haben und unabhängig bleiben zu können."

Die Rechnung ist aufgegangen. Der kulturelle Beitrag von Sir Hannes für diese Stadt ist immens. Hinsichtlich seiner vielseitigen Musik, aber auch mit seinem legendären Laden. Der ist eine Schatztruhe, eine Fundgrube an Insidertipps für Musikfans, denn wer bei Idiots Records arbeitet, versteht das Handwerk des Musikalienhandels und der freundlichen Bedienung: "Die Leute kommen her, weil sie hier Besonderheiten erfahren oder Musiktipps bekommen, die sie nicht im Internet kriegen." Vollgestopft mit CDs – klar, Stickern, Shirts, Buttons, Plakate und anderen Souvenirs namhafter Musikergrößen ist der Raum nicht nur ein Geschäft, sondern ein Heavy-Metal-Museum.

"Die Leute kommen her, weil sie hier Besonderheiten erfahren oder Musiktipps bekommen, die sie nicht im Internet kriegen"

Hannes Schmidt

"An Metal-Bands hatte ich hier schon fast alle", erzählt Sir Hannes und zählt auf: "Bela B. von den Ärzten, Sonic Youth, Sisters of Mercy, Kreator … Metallica hat hier sogar mal unser Schwein gefilmt und auf einer riesigen Leinwand während ihrer Konzerte gezeigt." Das grimmige Borstenvieh mit Helm, Zigarre und Monokel ist Wappentier und Glücksbringer von Idiots Records.

Dortmunder Musikszene

Die Publikumsmeute dirigiert Sir Hannes im Handumdrehen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roman Zeschky

Einer wie andere

So mancher strebt danach, einige bekommen ihn, nur wenigen ist er auf Dauer vergönnt: Erfolg. Klar ist, Sir Hannes gehört zur letzten Kategorie. Sein Erfolgsrezept basiert auf unbändiger Kreativität und – ja, auch wenn’s spießig klingt – unglaublichen Fleiß. Nu isser da und geht nicht. Erkannt und angesprochen wird der Mann mit dem markanten Äußeren selbst in Zivil, also Jeans und Shirt, auf der Straße, im Restaurant, überall in der Öffentlichkeit. Wie geht Sir Hannes damit um?

"Das gehört dazu. Damit muss man leben, sonst muss man Bücherwurm werden oder hinter den Kulissen arbeiten", nimmt er die öffentliche Aufmerksamkeit mit Humor. Die Nähe zu den Fans ergibt sich alleine schon durch den Laden, denn wenn er nicht gerade tourt, steht er hier höchst selbst hinter der Theke. "Ich biete eine Anlaufstelle und bringe den Leuten Nähe. Das möchte ich auch so. Ich bin ja nichts Besseres."

"Ich biete eine Anlaufstelle und bringe den Leuten Nähe"

Hannes Schmidt

So ist das bei Sir Hannes: Auf der Bühne extrovertiert, exzentrisch, impulsiv. Im Gespräch besonnen, ruhig, empathisch. Hier wird die Musik im Laden für das Interview runtergedreht, dort der Kaffee nachgeschenkt. Trotz seines engen Terminplans gibt er Zeit zum Fragen und nimmt sich Zeit für die Antworten.

Am Ende des Gespräches ist es deshalb auch gar nicht mehr so erstaunlich, wenn er, der Paradiesvogel der Bühnen, sagt, dass die Liebe über allem in seinem Leben steht: "Ich lebe für die Kunst, für die Musik, aber die Liebe ist das Wichtigste. Wenn man die nicht hat, wenn die nicht pulsiert, ist auch die Kunst, die Musik tot. Wie Herz und Blume gehören Liebe und Kunst zusammen." Und bei Sir Hannes klingt es kein bisschen kitschig.

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Jubiläumskonzert
35 Jahre Sir Hannes Smith live on stage
26. Dezember 2015
FZW
Ritterstr. 20
44137 Dortmund