Dortmund überrascht. Dich.
Aussenansicht der Bibliothek: Die Strasse spiegelt sich in der Rotunde

Stadt- und Landesbibliothek

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Steur

Nachruf

Schriftsteller Josef Reding verstorben

Nachricht vom 14.01.2020

Einer der bekanntesten Autoren der Nachkriegszeit verstarb in der letzten Woche

Josef Reding

Josef Reding
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): StLB

Am 20. März 1929 kommt in Castrop-Rauxel Josef Reding zur Welt. Einige Jahrzehnte später ist er Betonarbeiter, Literaturwissenschaftler, Dortmunder und Dichter.

Er schreibt Kurzgeschichten, Jugendbücher, Hör- und Fernsehspiele und gehört zusammen mit dem Bibliothekar Fritz Hüser, dem Gewerkschafter Walter Köpping und dem Autor Max von der Grün zu den Gründungsmitgliedern der Dortmunder Gruppe 61. Er engagierte sich nicht nur dafür, Arbeiter und Arbeiterinnen beim literarischen Schreiben zu unterstützen; vielmehr setzte er sich auch dafür ein, Literatur in der Schule zu vermitteln. Davon zeugen die vielen Lebens- undWerkentstehungsdokumente, die in seinem Nachlass dem Archiv des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt anvertraut wurden: Notizbücher, Fotografien, Skizzenbücher, Fragmente. Und diese Dokumente zeigen noch mehr, nämlich einen Menschen, einen literarischen Demokrat, Gewerkschafter und Christ – und nicht zuletzt einen Vertreter der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur.

Josef Reding ist am 10. Januar 2020 von uns gegangen. Das Fritz-Hüser-Institut, die Stadt- und Landesbibliothek und die Kulturbetriebe insgesamt trauern um ihn und sind in Gedanken bei seiner Familie.