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Buchcover "Steinschlag auf Sohle 5"

Fritz-Hüser-Institut

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): FHI

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Bergbauliteratur

Projektlaufzeit: 2017–2021
Förderer: RAG-Stiftung
Fördervolumen: 255.000,- €
Projektleitung: Dr. Iuditha Balint
Projektmitarbeiter: Arnold Maxwill, M. A.

Projektskizze

Literarische Werke des letzten Jahrhunderts scheinen – gerade, wenn sie im Ruhrgebiet entstanden sind oder davon handeln – nicht nur häufig dokumentarischen Schreibweisen verpflichtet zu sein, sondern auch auf besonders augenfällige Weise die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Region zu reflektieren. Sie fokussieren Missstände, wobei sie Anspruch auf Authentizität erheben, akzentuieren den sogenannten Bergmannsstolz, erzählen vom jeweiligen Status Quo und von tiefgreifenden Transformationen dieser Arbeitslandschaften. Dadurch und mittels ihrer Rezeption werden sie selbst Teil von subjektiven und kollektiven Erinnerungskulturen.

Das Projekt »Steinkohlebergbau in der Literatur« widmet sich diesen Literaturen und sorgt für ihre Bereitstellung, Sichtbarkeit und Reflexion: Erstens werden einschlägige, teils bislang unveröffentlichte Monographien und Anthologien ediert und herausgegeben. Zweitens sorgt eine wissenschaftliche Tagung für die Diskussion der im Rahmen des Projekts erzielten Forschungsergebnisse und ihre Einbettung in breiter gefasste oder angrenzende Forschungsfelder. In Kooperation mit verschiedenen kulturellen Einrichtungen aus ganz NRW finden zudem drittens Lesungen aus den im Projekt publizierten literarischen Texten statt. Das Projekt richtet sich damit nicht nur an die wissenschaftliche Fachcommunity, sondern auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Bild
Stiftung Glückauf Zukunft

Prublikationen

Buchcover Der Ruf gilt dir Kamerad
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Alamy Foto Stock

Arnold Maxwill (Hg.)

"Der Ruf gilt dir!"

Essen: Klartext 2020
260 Seiten, 29,95 €

Nicht zuletzt durch die »Kohlenkrise« erstarkte das Interesse an einer literarischen Tradition der Arbeiter im Berg. Die in diesem Band versammelten und in einem Nachwort kommentierten Autorenporträts erschienen 1961 bis 1963 in der Gewerkschaftlichen Rundschau. Gedichte, Gedanken, Selbstzeugnisse. Die Artikel widmen sich Paul Zech und Heinrich Kämpchen ebenso wie etwa Otto Wohlgemuth. Einblicke in den Alltag unter und über Tage, in die problematische Heroisierung der Werktätigen, in die durch politische Zäsuren nicht selten brüchigen Autorenbiografien.

Buchcover Bergarbeiterdichtung
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten montan.dok/DBM

Arnold Maxwill (Hg.)

Bergarbeiterdichtung

Essen: Klartext 2020
376 Seiten, 29,95 €

Der vorliegende Band versammelt vierzig meist an entlegener Stelle publizierte Zeitschriften- und Debattenbeiträge, Aufsätze und Autorenporträts aus den Jahren 1926 bis 1984. Die Texte von Georg Schwarz, Walter Köpping, Hans Dieter Baroth, Max von der Grün u.a. widmen sich nicht nur Aspekten der Arbeiterliteratur, sondern nehmen – teils optimistisch, teils kritisch – auch auf die soziale Wirklichkeit des Ruhrbergbaus Bezug, sichten seismographisch die Auswirkungen gesellschaftlicher Umbrüche, reagieren gereizt auf die beschwichtigende »Brauchtumskapuze« (Josef Reding). Die Autoren, über wie unter Tage, schrieben ein Jahrhundert lang zwischen Erfahrung, Sentiment und Zorn.

Buchcover Wir fürchten nicht die Tiefe
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Ruhr Museum

Walter Köpping (Verf.) Arnold Maxwill (Hg.)

Wir fürchten nicht die Tiefe

Bielefeld: Aisthesis Verlag
288 Seiten, 28,00 €

Das im Nachlass Walter Köpping aufgefundene Typoskript ist eine umfassende Kulturgeschichte des deutschen Bergbaus, dargestellt anhand zahlreicher literarischer Zeugnisse. Der Fokus liegt – neben Kapiteln zu Goethe, Novalis sowie Exkursen zur bildenden Kunst und Sozialgeschichte – auf den Ereignissen im Ruhrgebiet zwischen 1870 und 1990. Im Vordergrund stehen die Textspuren der Autoren – von Heinrich Kämpchen bis hin zu Ilse Kibgis, Kurt Küther und Jürgen von Manger. Damit ist Köppings Darstellung der bergmännischen Arbeits- und Alltagswelt nicht zuletzt eine regionale Literaturgeschichte

Buchcover "Grube Grus Gedinge"
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Vadim Georgiev

Arnold Maxwill (Hg.):

Grube, Grus, Gedinge

Gedichte zwischen Flöz und Förderturm. Essen: Klartext 2018
192 Seiten, 14,95 €

Wie knistert die Tiefe. Der Berg arbeitet und man arbeitet im Berg. Ruppt Kohle, raubt das »schwarze Gold«. Stempel setzen, Ausbau des Strebs. Damit es nicht zum Bruch kommt. In dieser staubig flimmernden Dunkelheit. Hitze, Schweißdreck. Gedichte zwischen Flöz und Förderturm.

Buchcover: "Seilfahrt Siedlung Schwielenhand"
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Markus Dahmen

Arnold Maxwill (Hg.):

Seilfahrt, Siedlung, Schwielenhand

Prosa aus dem Kohlenrevier. Essen: Klartext 2018
272 Seiten, 14,95 €

Auf zum Schacht, zur Zeche. Das Geld muss rein. Unlust am noch sehr frühen Morgen. Der Mensch wird Masse, die Masse verfügbare Arbeitskraft. Überall dominierte der Pütt. Und wie sah das Wochenende aus? Die Männer erholten, die Frauen erschöpften sich. Romanauszüge über Seilfahrt, Siedlung und Schwielenhand.

Buchcover: "Schlot Schacht Arbeitslandschaft"
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Joachim Schumacher

ARNOLD MAXWILL (Hg.):

Schlot, Schacht, Arbeitslandschaft

Berichte und Reportagen zum Ruhrgebiet. Essen: Klartext 2018
272 Seiten, 14,95 €

Die Straßen dieser Industrielandschaft. Täglich wimmelte es vor Leben. Gewohnter Gang im Kohlenrevier. Die zentralen 130 Jahre Ruhrbergbau erscheinen rückblickend als ein wild flackerndes Bündel von Widersprüchen und Sogkräften, von Ausdehnung und Rückschritt. Berichte und Reportagen zur Arbeitslandschaft Ruhrgebiet.

Fritz-Hüser-Institut