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Gebäude des Fritz-Hüser-Instituts

Fritz-Hüser-Institut

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Markus Steur

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Works & Circles

50 JAHRE WERKKREIS LITERATUR DER ARBEITSWELT

Projektlaufzeit: 04/2019–03/2021
Projektleitung: Dr. Iuditha Balint
Förderer: Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, LWL-Kulturstiftung, Kunststiftung NRW
Fördervolumen: 201.021,- €

Mitarbeiterinnen: Kimberly Becker, Janneke Eggert, Michaela Wiegand

PROJEKTSKIZZE

Den Arbeitsplatz als (Tat-)Ort, das Leben als Arbeiter*in oder Angestellte*r, die Hass-Liebe zur Maloche neu vermessen, das sollte der Anfang des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt sein, der sich 1970 gegründet hat und nun sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Als literarische Vereinigung, die sich von der Programmatik der Dortmunder Gruppe 61 abgesetzt hat, besteht der Werkkreis aus Autor*innen, Grafiker*innen und Verleger*innen anderen literarischen Akteur*innen. Sie publizieren in verschiedenen Gattungen, Genres und Formaten und agieren politisch wie künstlerisch bundesweit (vereinzelt auch in Österreich und der Schweiz) in lokal wie regional ausgerichteten Werkstätten. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Erasmus Schöfer, Günter Wallraff, Horst Hensel und Erika Runge.

Nicht unerheblich waren die ästhetischen, gesellschaftskritischen und werkpolitischen Ansichten des Werkkreises, gerade literaturgeschichtlich nicht, denn sie haben die literarische Landschaft der Bundesrepublik beeinflusst und Programmatiken für ein engagiertes Schreiben etabliert, dessen Resonanz in der zeitgenössischen Literatur immer noch spürbar ist.

Die historische Überlieferung des Werkkreises befindet sich im Archiv des Fritz-Hüser-Instituts und wird laufend ergänzt. Damit, mit den Tätigkeiten, Ästhetiken, Stilen und Eigenheiten des Werkkreises, seiner Anlehnung an kunst- und sozialhistorische Traditionslinien, der Abgrenzung von bestimmten Phänomenen, seiner gesellschaftspolitischen Ausrichtung – und nicht zuletzt mit der Aktualität der Werkkreis-Themen in Zeiten politischer Aufruhr – beschäftigen wir uns im Rahmen des Projekts »Works & Circles – 50 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt«. Klassenfragen, Macht und Ohnmacht arbeitender Subjekte, Migration, Faschismus, Armut und Elend, Ökologie, Kapitalismuskritik und Selbstermächtigung, das sind immer noch Themen, die bewegen. Mithilfe verschiedener aufeinander abgestimmter und einander ergänzender Veranstaltungsformate und Publikationen, und in Zusammenarbeit mit über 20 internationalen Kooperationspartnern, Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Wissenschaftler*innen laden wir Sie und die interessierte Öffentlichkeit ein, sich ebenfalls mit dieser Vereinigung, ihrer Literatur und Kunst, ihren Arbeitsprozessen auseinanderzusetzen.

Veranstaltungen

Cover Projekt work & circles

Feierliche Eröffnung "Works & Circles"

50 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt
07. März 2020, 18:00 Uhr
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Eintritt frei
Anmeldung unter: anmeldung@stadtdo.de
Der »Werkkreis« feiert seinen 50. – und wir feiern mit!
Mit der Präsentation der eigens dafür erstellten Videoinstallationen und des Programms – und einer Podiumsdiskussion.
Wir freuen uns, Sie dort wiederzusehen!
Einführung und Grußworte
Dr. Iuditha Balint (Direktorin des Fritz-Hüser-Instituts)
Manfred Sauer (Bürgermeister der Stadt Dortmund)
Dr. Hildegard Kaluza (Abteilungsleiterin Kultur des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW)
Matthias Löb (Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe)
Dagmar Fretter (Expertin für Literatur der Kunststiftung NRW)
Podiumsdiskussion »Let’s get together – Kollektives künstlerisches Arbeiten«
Dr. Jörg Albrecht (Schriftsteller, Künstlerischer Leiter und Gründungsdirektor »Burg Hülshoff – Center for Literature«, Havixbeck)
Steffen Neupert (Dramaturg, Performer, Mitglied der Gruppe »Die Happy Few«, Berlin)
Erasmus Schöfer (Schriftsteller und Gründungsmitglied des Werkkreises, Köln)
Ilse Straeter (Malerin, Graphikerin und ehem. Koordinatorin der Graphikwerkstätten des Werkkreises, Essen)

Works & Circles Videoinstallation
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Fritz-Hüser-Institut

"Gruß und Faust!" Start der Werkkreis-Videoinstallationen in der Dortmunder Innenstadt

09. März 2020
12:15 Uhr, Berswordt-Halle, Eintritt frei
13:00 Uhr, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Eintritt frei
14:00 Uhr, Thier-Galerie, Eintritt frei
"Gruß und Faust!" – das war die Grußformel des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt. Die Video- und Audiokollagen von Roland Mikosch thematisieren audiovisuell und formal diese literarische und künstlerische Vereinigung. Interviews mit Akteur*innen des Werkkreises, historische Dokumente, Graphiken, Photographien und eine ganze Reihe an Bild- und seltenen Tonmaterialien führen in eine minutiös organisierte Vereinsstruktur ein. Das Gezeigte lässt ehemalige Mitglieder – Schriftsteller*innen wie Graphiker*innen – zu Wort kommen, präsentiert eine Auswahl an Werken aus den Federn des Werkkreises und stellt die Frage nach der Aktualität der Themen, der Ästhetiken und Stile, die für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägend waren.
Gestalter: Roland Mikosch
Kuratorin: Michaela Wiegand
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit dem LWL-Industriemuseum, der Stadt- und Landesbibliothek, der Berswordt-Halle und der Thier-Galerie in Dortmund.

ABGESAGT !!!

Schreiben über Klassen. 1970/2020

DIESE VERANSTALTUNG WURDE LEIDER ABGESAGT!!!

Podiumsdiskussion
14. März 2020, 12:00 Uhr Leipziger Buchmesse
Halle 5, Stand K 406
Wer schreibt über Klassenverhältnisse, wie und warum? Setzt man dabei auf kollektive künstlerische Arbeitsweisen, tauscht man sich aus oder schreibt man im stillen Kämmerchen? Welche Themen bewegen, welches Publikum wird angesprochen, wem möchte man eine Stimme geben und wer hat oder bekommt eine? Über diese Fragen wird auf dem Podium diskutiert, mit besonderem Fokus auf dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt einerseits und der zeitgenössischen Literatur andererseits.
Es diskutieren:
Dr. Iuditha Balint (Literaturwissenschaftlerin, Fritz-Hüser-Institut)
Heinrich Peuckmann (Schriftsteller, Generalsekretär des deutschen PEN)
Arnold Maxwill (Schriftsteller, Dortmund)
Michaela Wiegand (Literaturwissenschaftlerin, Fritz-Hüser-Institut)
Eine Veranstaltung des Fritz-Hüser-Instituts im Rahmen des Literarischen Salons des LiteraturRats NRW.

Videoinstallation Zeche Zollern
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Fritz-Hüser-Institut

"Gruß und Faust!" Start der Werkkreis-Videoinstallation auf der Zeche Zollern

19. März 2020, 13:00 Uhr,
Zeche Zollern, Alte Verwaltung
Eintritt 5,- € / ermäßigt 2,50 €
Die Video- und Audiokollagen von Roland Mikosch beschäftigen sich mit dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt. Interviews mit Akteur*innen des Werkkreises, historische Dokumente, Graphiken, Photographien und eine ganze Reihe an Bild- und seltenen Tonmaterialien führen in eine minutiös organisierte Vereinsstruktur ein. Sie lassen ehemalige Mitglieder – Schriftsteller*innen wie Graphiker*innen – die 1970er- bis 1990er Jahre Revue passieren, präsentieren Werke aus den Federn des Werkkreises und stellen die Frage nach der Aktualität der Themen, der Ästhetiken und Stile, die für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägend waren.
Gestalter: Roland Mikosch
Kuratorin: Michaela Wiegand
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit dem LWL-Industriemuseum, der Stadt- und Landesbibliothek, der Berswordt-Halle und der Thier-Galerie in Dortmund

Horst Hensel: Salz & Eisen

Lesung aus einem Romanprojekt
19. März 2020, 19:00 Uhr
literaturhaus.dortmund
Eintritt frei
März 1920: Die Reichswehr putscht. Die Generäle wollen eine Militärdiktatur. Die Regierung flieht. Da treten 12 Millionen Arbeiter*innen, Angestellte und Beamt*innen in den Generalstreik. Im Ruhrgebiet bewaffnen sich 50 000 Arbeiter*innen. Reichswehr und Freikorps werden zurückgeschlagen. Die Republik ist gerettet. Die Regierung kommt wieder ins Amt und verbündet sich mit der Reichswehr gegen die Arbeiter im Ruhrgebiet … Es ist eine große Geschichte, die Horst Hensel, ehemaliges Mitglied im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, in seinem neuen Epos gestaltet. Eine Geschichte von Sieg und Verrat, von Liebe und Tod. Ein wichtiger Schauplatz jener Ereignisse vor 100 Jahren war Dortmund.
Eine Veranstaltung des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Kooperation mit dem literaturhaus.dortmund.

works & circles Hoesch-Museum
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Fritz-Hüser-Institut

"Man kann doch keinen jungen Hund versaufen, wer weiß, was noch draus wird."

Künstlerische und Vermarktungsstrategien des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt
Vortrag von Dr. Iuditha Balint und Michaela Wiegand
02. April 2020, 18:00 Uhr
Eintritt frei
Der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt gründete sich 1970 in Dortmund und war jahrzehntelang bundesweit in lokal und regional ausgerichteten Gruppen tätig. Diese Gruppierungen, die Werkstätten, haben nicht nur die literarische Landschaft in NRW und der Bundesrepublik der 1970er und 1980er-Jahre maßgeblich geformt, sondern auch einen politisch engagierten, kollektiven Umgang mit Literatur und Kunst etabliert, dessen Folgen bis in unsere unmittelbare Gegenwart spürbar sind. Wie der Werkkreis organisiert war, wie seine Mitglieder und Werkstätten literarisch-künstlerisch agierten und welche Strategien sie im literarischen, politischen, marktökonomischen und journalistischen Bereich für die Vermarktung ihrer Werke, Ideen und Ideologie(n) verfolgten – darüber geben in ihrem Vortrag Dr. Iuditha Balint und Michaela Wiegand Aufschluss.
Eine Kooperation des Hoesch-Museums mit dem Fritz-Hüser-Institut.

Werkkreis im Kontext der Zeit
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Fritz-Hüser-Institut

Ein Werk, viele Kreise – Der Werkkreis im Kontext der Zeit

Vortrag und Präsentation
9. Mai 2020, 15:45 Uhr
Gewerkschaftshaus Nürnberg, Raum Burgblick
Eintritt frei
Als bundesweite Vereinigung von Schriftsteller*innen und Künstler*innen besteht der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt seit inzwischen einem halben Jahrhundert. Nicht nur die Arbeitswelt hat sich seit den 1970er-Jahren geändert; auch ihre Akteur*innen und die sozialpolitischen Debatten, die literarischen Ästhetiken und Stile sind andere geworden. Für das Jubiläumsprojekt »Works & Circles – 50 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt« haben Mitarbeiter*innen des Fritz-Hüser-Instituts die Kisten des Literaturarchivs noch einmal gründlich durchforstet und dabei Altes wiederentdeckt und Neues gefunden. Über diese schlummernden Schätze, die Arbeit mit ihnen in unserer zeitgenössischen Öffentlichkeit und über die Videoinstallationen, die dabei entstanden sind, werden Dr. Iuditha Balint (Direktorin des FHI) und Michaela Wiegand (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im FHI) berichten.
Eine Kooperation des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt mit dem Fritz-Hüser-Institut im Rahmen der 50-Jahre-Feier des Werkkreises in Nürnberg.

Book release feat
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Fritz-Hüser-Institut

Book Release feat. Die kürzeste Graphik-Ausstellung der Welt

19. Mai 2020, 19:30 Uhr
Heinrich-Heine-Buchhandlung Essen
In einem knapp 300 Seiten starken Sonderteil innerhalb des Periodikums »Literatur in Westfalen« (Hg. v. Literaturkommission für Westfalen) haben Iuditha Balint, Arnold Maxwill und Michaela Wiegand Porträts, Photographien, Zeichnungen und Essays zusammengestellt, die einzelne Facetten des Werkkreises genauer in den Blick nehmen. Es geht dabei um das Verhältnis zur Gruppe 61, die Beziehung zu Gewerkschaften, den kritischen Realismus und den politischen Impetus des Werkkreises, Formen der Werkproduktion und vieles mehr.
Die Buchvorstellung wird begleitet von einer Graphik-Ausstellung, die es nur für einen Abend geben wird: Einzelne Werke verlassen für diesen kurzen Zeitraum die heiligen Hallen des Archivs des Fritz-Hüser-Instituts und können bestaunt werden.
Ein Abend mit Werner Jung, Arnold Maxwill und Ilse Straeter, moderiert von Michaela Wiegand.
Eine Veranstaltung des Fritz-Hüser-Instituts in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Buchhandlung in Essen.

"Gruß und Faust!" Werkkreis-Videoinstallation in Bochum

29. Mai 2020, 19:00 Uhr
atelier automatique Bochum
Eintritt frei
Die Videokollagen von Roland Mikosch thematisieren den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, eine schriftstellerische und künstlerische Vereinigung, die für die deutschsprachige literarische Landschaft der 1970er- und 80er-Jahre prägend war. Interviews mit Akteur*innen des Werkkreises, historische Dokumente, Graphiken, Photographien und eine ganze Reihe an Bild- und seltenen Tonmaterialien führen in eine gut durchdachte Vereinsstruktur ein, lassen Schriftsteller*innen wie Graphiker*innen die Hochzeiten des Werkkreises Revue passieren, geben Einblick in eine repräsentative Auswahl an Werken aus den Federn des Werkkreises und stellen die Frage nach der Aktualität der Themen, dem Anspruch an bestimmte Ästhetiken, Themen und Stile: Klassen- und Arbeitsverhältnisse, Feminismus, Ökologie, Migration, Dokumentarizität, Authentizität. Gestalter: Roland Mikosch
Kuratorin: Michaela Wiegand
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit dem atelier automatique.

Aufruf zum Schreibwettbewerb »TextArbeit«

Call for Papers
14. Juni 2020
Du bist zwischen 16 und 25 Jahre alt, schreibst gerne kreative Texte oder interessierst dich schon seit langem dafür? Dann haben wir was für dich! Einen Schreibwettbewerb für junge Autor*innen. Bewirb dich! Eine Jury aus Akteur*innen aus der Literatur-, Medien- und Kulturszene nimmt die eingereichten Texte unter die Lupe und wählt die besten aus. Gehörst du zu den Auserwählten, wirst du zu einem Workshop und einer Schreibwerkstatt eingeladen, die in der ersten Augustwoche stattfinden. Dort kannst du nicht nur in die Berufswelten von z. B. Photograph*innen, Journalist*innen oder Unternehmer*innen eintauchen, sondern auch mit Hilfe von Expert*innen kreativ sein, Texte über die beobachteten Arbeitswelten schreiben und diese dann veröffentlichen. Sind deine Texte dann kein Schmu, könntest du zu den sechs Gewinner*innen gehören, die von der Jury und dem Publikum aka Social Media prämiert werden. Haben wir dein Interesse geweckt? Schick uns bis zum 14. Juni 2020 einen kurzen literarischen Text an kbecker@stadtdo.de. Was für einen Text? Mehr Informationen
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Kulturgut Haus Nottbeck und den RuhrPoeten.

Die Happy Few: »Scheinarbeit«

Ein Werkkreis-Agitprop
Performances
10. Juli 2020, 18:00 Uhr, Dortmunder Stadtraum, Ort wird bekannt gegeben
11. Juli 2020, 18:00 Uhr, Dortmunder Stadtraum, Ort wird bekannt gegeben
Ausgangspunkt für "Scheinarbeit" ist eine Lektüre der Werkkreis-Literatur zu Arbeit, Kultur und Gesellschaft. Was bedeuten Selbstermächtigung und Solidarität im Schaffen des Werkkreises? Wie kann die Geste des Werkkreises in eine heutige Theaterproduktion überführt werden? Zum Jubiläum des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt spielen »Die Happy Few« ein Agitprop-Theater, das aus der Tradition des Arbeitertheaters stammt und mit dessen Re-Vitalisierung sie in einer deutschlandweiten Tour zur Bundestagswahl 2017 begonnen haben. »Die Happy Few« nehmen in »Scheinarbeit« eine Bestandsaufnahme dessen vor, was Arbeit heutzutage in unserer Gesellschaft bedeutet. Sie bemessen den Wert der Arbeit und der Arbeitenden, die Arbeit als Ich-Macher, als Welt-Zerstörer und ihre Aussichtslosigkeit.
"Die Happy Few" sind ein Kollektiv des Freien Theaters, das seit 2010 eine selbstbestimmte Kunstpraxis verfolgt und Theater im öffentlichen Raum realisiert.

Schreibworkshop "TextArbeit"

03. – 08. August 2020
Fritz-Hüser-Institut Dortmund
Kulturgut Haus Nottbeck Oelde
Geschlossene Veranstaltung im Rahmen des Wettbewerbs "TextArbeit"
Der Literaturwettbewerb macht junge Autor*innen mit Literatur über Arbeitswelten vertraut und verhilft ihnen dazu, eigene Texte im Kollektiv zu erschaffen. Die Autor*innen nehmen unter der Leitung des Schriftstellers Ralf Thenior an einem mehrtägigen Workshop teil und diskutieren mit Expert*innen über Texte des Werkkreises. Sie absolvieren ein eintägiges Praktikum in verschiedenen Unternehmen und Institutionen, begleiten Photograph*innen, Pommesbudenbesitzer*innen, Journalist*innen und Arbeiter*innen in ihrem Berufsalltag und schreiben über ihre Erfahrungen. Ihre Notizen dienen als Grundlage für Texte, die von einer hochrangigen Jury bewertet, prämiert und online wie in Print publiziert werden.
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Kulturgut Haus Nottbeck und den RuhrPoeten.

Kordiale polemiken
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Fritz-Hüser-Institut

Kordiale Polemiken:

Schreiben über Klassen
Podiumsdiskussion
11. September, 19:30 Uhr
Literaturhaus Berlin
Eintritt frei
Nach einer Diskussion auf der Leipziger Buchmesse über Klassenverhältnisse in verschiedenen europäischen Literaturen ist es an der Zeit, das Gespräch in Berlin weiterzuführen. Unter der Moderation von Prof. Dr. Patrick Eiden-Offe (Ruhr-Universität Bochum) sprechen die Schriftstellerin Heike Geißler und Dr. Iuditha Balint (Fritz-Hüser-Institut Dortmund) über Darstellungen von Klasse, Macht, Ohnmacht und Ökonomie in der deutschsprachigen Literatur.

Preisverleihung Schreibwettbewerb »TextArbeit«

Preisverleihung Schreibwettbewerb "TextArbeit"

26. September 2020, 18:00 Uhr
Dortmunder U, Kino im U
Eintritt frei
Es wird gelesen, gefeiert, prämiert!
Die Teilnehmer*innen unseres Schreibwettbewerb stellen Texte vor, die sie in diesem Sommer geschrieben und publiziert haben, sie sprechen über ihre Erfahrungen in der Welt von Photograph*innen, Journalist*innen, Unternehmer*innen, Ehrenamtlichen und Arbeiter*innen – und sie erzählen davon, was sie dazu bewegt hat und wie es war, diese Menschen in ihrem Berufsleben zu begleiten, und über ihre Erfahrungen, literarische Texte zu verfassen. Es wird ein Publikums- und Jurypreis verliehen. Hinzu kommt, neben weiteren Überraschungen, eine kleine Anthologie, die den Teilnehmer*innen überreicht wird.
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Kulturgut Haus Nottbeck und den RuhrPoeten.

Seminar Literaturbetrieb und Öffentlichkeit
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Institutionen zwischen Literaturbetrieb und Öffentlichkeit

Seminar
06.–09. Oktober 2020
Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
Geschlossene Veranstaltung für Studierende der Universität Regensburg
Dass Archive Orte des Wissens sind, scheint unumstritten zu sein. Die Auffassung dagegen, dass sie auch Orte der Wissensvermittlung und der Öffentlichkeit zugewandt sein könnten, ist nicht so weit verbreitet. Im Rahmen des Seminars werden Literaturarchive als Institutionen betrachtet, die nicht nur Wissen sammeln, sondern auch aktiver Teil des Literaturbetriebs und des kulturellen Lebens sind und somit zur Demokratisierung von Wissen beitragen. Am Beispiel des Jubiläumsprojekts »Works & Circles« diskutieren wir über die Medien, Methoden und (Netzwerk-)Strategien, mit denen wir Schätze aus dem Archiv des Fritz-Hüser-Instituts einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben.
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit dem Institut für Germanistik der Universität Regensburg und dem Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg.

Korrigieren eine Kulturtechnik
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Korrigieren – eine Kulturtechnik

Wissenschaftliche Konferenz
19. – 20. November 2020
Fritz-Hüser-Institut Dortmund
Eintritt frei
Anmeldung unter: jeggert@stadtdo.de
Schreiben vollzieht sich immer unter kulturell vorgeprägten Bedingungen und vor dem Hintergrund ästhetischer, stilistischer, grammatikalischer und inhaltlicher Regelsysteme. Dennoch sind Schreibprozesse i. d. R. mit der Vorstellung einer singulären und souveränen Autorschaft verbunden. Unbeachtet bleiben dabei Verfahren des Korrigierens, die sowohl dem Text zu einer druckfertigen Gestalt verhelfen als auch die Autor*innenfigur ergänzen. Mit dieser Konstellation, ihren Praxen und möglichen Folgen für Kategorien der Autorschaft sowie der literarischen und wissenschaftlichen Textproduktion als einer Arbeitstätigkeit will sich diese Konferenz beschäftigen. Dabei perspektiviert sie Fragen kollaborativer Schreibprozesse, aber auch Korrigieren als Tätigkeit, die einerseits Produktionsverhältnissen unterworfen ist, andererseits selbst zur Produktion und Destruktion, Ergänzung, Verbesserung, Entstellung und Überschreibung von Texten und Gedachtem beiträgt.
Eine Kooperation des Fritz-Hüser-Instituts mit der Universiteit van Amsterdam und der Universiteit Antwerpen.

Fritz-Hüser-Institut