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Fritz-Hüser-Institut

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Öffentliche Leseprobe

„Von der Zärtlichkeit menschlichen Lernens“ mit Achim Lengerer und Teilnehmer*innen im Rahmen des Favoriten Festivals 2018

Nachricht vom 14.09.2018

Vorbereitung oder spezielle Kenntnisse sind nicht vonnöten. Arbeitssprache ist Deutsch, andere Sprachen sind selbstverständlich willkommen.

Öffentliche Leseprobe „Von der Zärtlichkeit menschlichen Lernens“

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Achim Lengerer

Dienstag 18. September 2018

Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Grubenweg 5
44388 Dortmund

Die öffentliche Leseprobe „Von der Zärtlichkeit menschlichen Lernens“ ist Teil von Achim Lengerers Langzeitprojekt „Proben zu Peter Weiss/The Trotsky Rehearsals“. Das Projekt basiert auf Lengerers Recherchen und Transkriptionen zu Peter Weiss' (1916-1082) Theaterstück „Trotzki im Exil“ (1970). Das fast vergessene Stück führte zu literarisch-politischen Auseinandersetzungen in beiden Teilen Deutschlands; als Reaktion beginnt Weiss mit seinem Hauptwerk zum linken/kommunistischen Widerstand in der NS-Zeit, der „Ästhetik des Widerstands“(1975-1982). Seit einigen Jahren inszeniert Lengerer in performativen und öffentlichen Leseproben sowie Displays Schrift- und Tonaufzeichnungen aus verschiedenen Archiven als Fragmente kontroverser Rezeptionen innerhalb der Linken in Ost- und Westdeutschland. Während der Leseprobe im Fritz-Hüser-Institut wird Lengerer zusammen mit den Teilnehmer*innen besonders auf den im Institut liegenden Nachlass des Schriftstellers Christian Geissler (1928-2008) zurückgreifen. Geissler hatte sich zu Anfang der 1980er Jahre in seinem sehr persönlichen Radiofeature „Von der Zärtlichkeit menschlichen Lernens. Von der Härte menschlichen Hoffens“ mit Fragen von links-politischer Selbstorganisation anhand der „Ästhetik des Widerstands“ befasst. Unter anderem dieser Text wird Grundlage der öffentlichen Leseprobe im Fritz-Hüser-Institut sein.

Achim Lengerers Installation „Proben zu Peter Weiss/The Trotsky Rehearsals“ ist noch bis zum 23. September in der Ausstellung „there is no point in being dramatic“ im Künstlerhaus Dortmund zu sehen, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Favoriten Festival und dem Künstlerhaus.

Das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die auch in der Literaturvermittlung aktiv ist. Weltweite Einzigartigkeit besitzt es auf der Basis der umfangreichen Sammlung zur Literatur der Arbeitswelt seit dem 19. Jahrhundert. Es beherbergt eine Spezialbibliothek und ein Archiv mit Vor- und Nachlässen zu einschlägigen Autor*innen und Autor*innen-Gruppen, u. a. zur Gruppe 61, zum Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, Max von der Grün, Elfriede Brüning oder Christian Geissler.

Kontakt:
Telefonisch: +49 (0) 231 50 26 304
per Mail: ibalint@stadtdo.de

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