Dortmund überrascht. Dich.
Fachbücher für Kommuniktationswissenschaften

Institut für Zeitungsforschung

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Burkhard Beil

Call for Papers

Wohin im Datenmeer?

Nachricht vom 28.10.2019

Perspektiven der Kommunikations-, Medien- und Geschichtswissenschaft auf Big Data, Datafizierung und digitale Massenquellen

Datum: 23./24.4.2020

Ort: Institut für Zeitungsforschung / Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Studio B

Veranstalter: Institut für Zeitungsforschung in Kooperation mit dem Institut für Journalistik der TU Dortmund und dem Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund e.V.

In „datengetriebenen Zeiten“ (Hepp 2016) haben sich der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschung neue Perspektiven eröffnet. Schwer zugängliche, lückenhafte und uneinheitlich überlieferte Quellenkorpora sind inzwischen immer leichter und in größerem Umfang, teils sogar vollständig zugänglich. Dies gilt für aktuelle Informationsmedien, insbesondere aber auch für Zeitungen und Zeitschriften. Die Vielzahl digitaler Informations-, Nachrichten-, Presse- und auch historischer Zeitungssammlungen ermöglicht die intensivere Nutzung auch analoger Massenquellen und erleichtert deren umfassende Analyse zum Beispiel mit quantitativen Methoden. Die digitale Transformation verändert die Analyse jedoch erheblich, indem beispielsweise statt komplexer medialer Zusammenhänge die reine Textinformation fokussiert wird. Damit wurden die Medien- und Kommunikationswissenschaften vor neue Herausforderungen gestellt und zu einer Überprüfung sowie zu Erweiterungen ihres Methodenrepertoires gezwungen. Sie profitieren von dieser Entwicklung ebenso wie beispielsweise moderne geschichtswissenschaftliche Zugänge.

Die skizzierten Entwicklungen stehen im Mittelpunkt der Tagung und sollen aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert werden. Insbesondere neue Ansätze und mögliche Perspektiven sind von Interesse, aber auch die kritische Evaluation neuer im Vergleich zu bereits etablierten Methoden.

Wir freuen uns auf Beiträge zum Beispiel zu den Themen:

  • Perspektiven: Welche neuen Perspektiven bietet die Forschung mit digitalen Sammlungen für die Kommunikations- und Mediengeschichte, die Geschichts- und Publizistikwissenschaft, die Journalistik und verwandte Disziplinen?
  • Methoden: Welche – neuen – Methoden haben sich bei der Analyse digitaler Sammlungen bewährt, auch in Verbindung mit etablierten Methoden?
  • Praxisbeispiele: Welche neuen Ergebnisse konnten auf der Grundlage der Arbeit mit digitalen Nachrichtensammlungen erzielt werden?
  • Quellenkritik: Welche Auswirkungen hat die digitale Transformation auf die Arbeit mit aktuellen und historischen Massenquellen?

Wir freuen uns auf Beiträge und Forschungen, die aktuell zur Diskussion eines der genannten Schwerpunkte beitragen können. Kurze Abstracts (2.000-3.000 Zeichen) ihrer Vortragsvorschläge (20 Minuten) bitten wir bis zum 30. November 2019 mit einem kurzen CV als pdf an zeitungsforschung.dortmund@stadtdo.de zu senden.

Peer Review und Rückmeldung erfolgen bis Anfang 2020. Fahrt- und Übernachtungskosten für ReferentInnen können erstattet werden.

Kontakt

PD Dr. Astrid Blome
Institut für Zeitungsforschung
Max-von-der-Grün-Platz 1-3
44137 Dortmund
ablome@stadtdo.de
www.zeitungsforschung.de

Institut für Zeitungsforschung