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Fachbücher für Kommuniktationswissenschaften

Institut für Zeitungsforschung

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Burkhard Beil

Call for Papers

Erkenntnisperspektiven und Methoden der Kommunikations- und Mediengeschichte: Anwendungsfelder, Herausforderungen, Innovationen, Praxis

Nachricht vom 24.08.2021

Gemeinsame Fachtagung des Instituts für Zeitungsforschung in Kooperation mit der FG Kommunikationsgeschichte der DGPuK und dem Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund e.V.

Dortmund
Institut für Zeitungsforschung
Stadt- und Landesbibliothek, Studio B

27.-28.4.2022

english [pdf, 235 kB]

Der fortschreitende Medien- und Kommunikationswandel macht vor der Medien-, Kommunikations- und Pressegeschichte nicht Halt. Nicht nur verändern sich Medien und Phänomene der gesellschaftlichen und öffentlichen Kommunikation, sodass neue Gegenstände in den Erkenntnishorizont der medien- und kommunikationshistorischen Forschung rücken. Auch die Erschließungsperspektiven auf die Geschichte der alten Medien und der alten Kommunikation haben sich durch neue Quellentypen, neue Archive, neue methodische Verfahren und neue Möglichkeiten der Ergebnisdarstellung und -publikation verändert. Die Wege zur Kommunikationsgeschichte sind heute teilweise ganz anders als noch vor wenigen Jahren, und neuen Potentialen stehen neue Herausforderungen und Risiken sowie neue Kompetenzerfordernisse gegenüber. Vielfach werden diese Wege bisher individuell und vereinzelt beschritten; für eine Zusammenführung unterschiedlicher Erfahrungen und innovativer Lösungen am Weg zur Kommunikationsgeschichte fehlt bisher jedoch der systematisierende Rahmen. Diese Tagung will einen Raum für die Exploration, Kartographie und Evaluation von innovativen Verfahren und Erkenntnisstrategien in der und für die Medien-, Kommunikations-, und Pressegeschichte bieten.

Im April 2022 laden das Institut für Zeitungsforschung, die FG Kommunikationsgeschichte der DGPuK und der Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund e.V. daher zu einer gemeinsamen Fachtagung zur Diskussion von Methoden und Erkenntnisperspektiven der Medien-, Kommunikations- und Pressegeschichte ein. Die Tagung bietet die Möglichkeit, Innovationen, Variationen und Kontinuitäten im gesamten kommunikationshistorischen Forschungsprozess zu präsentieren und zu reflektieren, von den Erkenntnisperspektiven bis hin zu konkreten methodischen Anwendungen und Lösungen für die Ergebnisdarstellung. Besonderer Fokus liegt auf einer material- und quellenbezogenen Methodenreflexion in der Kommunikations- und Mediengeschichte und ihren Anwendungsfeldern. Die Tagung soll den fächerübergreifenden Dialog zwischen den verschiedenen Disziplinen stärken, die sich mit der Geschichte von öffentlicher Kommunikation und (Druck)-Medien befassen. Vorgestellt und diskutiert werden sollen speziell auch Erkenntniszugänge und Perspektiven, die transdisziplinär in der Forschung der unterschiedlichen Disziplinen gleichermaßen gewinnbringend angewendet werden können.

Ziel der Tagung ist es, die Verbindung von geschichts-, kommunikations- und medienwissenschaftlichen Methoden und Quellenpraxis auszuloten und eine Systematisierung von methodischen Zugängen in der historischen Medienforschung und der Forschung mit historischen Medien zu diskutieren. Dies schließt auch aktuelle Fragen nach der Integration digitaler Forschungsmethoden und –methodologien ein. Dabei sollen explizit Arbeiten und Beispiele vorgestellt werden, die über den Horizont des eigenen Forschungsprojektes hinaus disziplinübergreifende und methodische Erkenntnisperspektiven aufzeigen. Herausforderungen von spezifischen Verfahren und beispielhaften Anwendungszusammenhängen in aktuellen Projekten, die noch nicht abgeschlossen sind bzw. sein müssen („Work in Progress“), sollen reflektiert und diskutiert werden.

Exemplarische Anwendungsfelder können sein

  • Innovative Methoden und Quellen zur Erforschung von Presse- und Mediengeschichte sowie von Öffentlichkeit und öffentlicher Kommunikation
  • Historiographie der Presse im Rahmen einer deutsch-jüdischen Erkenntnisspezifik
  • Journalismusforschung, PR-Forschung
  • Kommunikator-/ Nutzungs- und Rezeptionsforschung
  • Historische Inhalts- und Diskursanalyse
  • (Presse)Bilder als Quellen, Methoden der historischen Erforschung visueller Kommunikation

Die Beiträge sollen Brückenschläge zwischen den Disziplinen sowie zwischen historisch orientierten und nicht primär historisch forschenden Wissenschaftler*innen ermöglichen und neue Wege in der Kommunikations- und Mediengeschichtsschreibung aufzeigen, zum einen fachimmanent, zum anderen mit dem Ziel, kommunikations- und medienhistorische Methoden, Forschungsverfahren und Erkenntnisziele für andere Disziplinen nutzbar zu machen, die valide Anknüpfungspunkte suchen.

Die Abstracts (2.000-3.000 Zeichen) von Beitragsvorschlägen (20 Minuten) bitten wir bis zum 31. Oktober 2021 anonymisiert (abtrennbares Deckblatt, Entfernung der autoridentifizierenden Angaben im Dokument) im pdf-Format an Heike Geminiani (hgeminiani@stadtdo.de) zu senden. Peer Review und Rückmeldung erfolgen bis Anfang 2022. Fahrt- und Übernachtungskosten für die Beiträgerinnen und Beiträger können vorbehaltlich der Mittelzusage übernommen werden. Eine Publikation der Beiträge ist beabsichtigt.

Am 26. April 2022, dem Vortag der Tagung, veranstaltet die FG Kommunikationsgeschichte der DGPuK einen Workshop zu digitalen Methoden in der Kommunikationswissenschaft, zu dem gesondert weitere Informationen erfolgen.

Kontakt
PD Dr. Astrid Blome
Institut für Zeitungsforschung
Max-von-der-Grün-Platz 1-3
44137 Dortmund
ablome@stadtdo.de
http://zeitungsforschung.dortmund.de/

Veranstalterinnen und Veranstalter
PD Dr. Astrid Blome
Institut für Zeitungsforschung
Max-von-der-Grün-Platz 1-3
44137 Dortmund
ablome@stadtdo.de
http://zeitungsforschung.dortmund.de/

Dr. Erik Koenen
ekoenen@uni-bremen.de
Dr. Christian Schwarzenegger
christian.schwarzenegger@phil.uni-augsburg.de
FG Kommunikationsgeschichte der DGPuK

PD Dr. Thomas Birkner
Verein zur Förderung der Zeitungsforschung in Dortmund e.V.
c/o Institut für Zeitungsforschung
Max-von-der-Grün-Platz 1-3
44137 Dortmund

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