Dortmund überrascht. Dich.
Geschäftsmann schreibt Notiz

Schule

Bild: Alle Rechte vorbehalten pixelio / Peter Kirchhoff

Die Dortmunder Bildungskommission

Die Dortmunder Bildungskommission ist ein von politischen und administrativen Weisungen freies Beratungsgremium, zunächst von Oberbürgermeister Gert Langemeyer (2001-2009), danach von Oberbürgermeister Ullrich Sierau (2010-2015). Der langjährige Vorsitzende der Bildungskommission, Prof. Dr. Hans Günter Rolff übergab 2012 den Vorsitz der Kommission an Dr. Wilfried Kruse und Dr. Ernst Rösner.

Seit 2015 berät die Dortmunder Bildungskommission die Fachdezernentin für Schule, Jugend und Familie, Daniela Schneckenburger, in Fragen der Bildung. Vorsitzender der vierten Bildungskommission ist Prof. Dr. Walter Grünzweig von der TU Dortmund.

Grundsätze

  • Die Dortmunder Bildungskommission hat die Aufgabe, die weitere Entfaltung eines leistungsstarken und sozial gerechten lokalen Bildungssystems in Dortmund kritisch zu begleiten und durch Expertise und Rat zu befördern.
  • Die Kommission ergänzt in ihrer personellen Zusammensetzung Politik und Verwaltung um eine zivilgesellschaftliche Komponente und bindet damit weitere bildungsengagierte und bildungsmotivierte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in den Diskurs über Bildung und Erziehung in Dortmund ein.
  • Der Vorsitzende/die Vorsitzende der Bildungskommission ebenso sowie ihre Mitglieder werden von der Dezernentin für Schule, Jugend und Familie persönlich berufen. Sie repräsentierten viele Lebensbereiche, wie Wissenschaft, Forschung, Lehrerschaft, Wirtschaft, Handwerk, Institutionen, Eltern- und Bürgerschaft.

Selbstverständnis

Ihrem Selbstverständnis nach will die Bildungskommission

  • Diskurse in der Zivilgesellschaft über Bildung in Dortmund anregen und fördern,
  • zur Weiterentwicklung des "Kommunalen Bildungsnetzwerkes" und des lokalen Bildungssystems als Gemeinschaftsaufgabe von Stadt und Land beitragen,
  • Dortmunder Potenziale im Schul- und Bildungsbereich verdeutlichen,
  • in der Öffentlichkeit "Bildung" sichtbarer machen,
  • inhaltliche (Entwicklungs-)Schwerpunkte reflektieren und ergebnisorientiert beraten,
  • ausgewählte Aktivitäten und Vorhaben begleiten.

Ziele - Entwicklungsschwerpunkte

Die Bildungspolitik der Stadt Dortmund basiert auf einem umfassenden Verständnis von Bildung und Erziehung, das das selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lernen von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt und dabei alle Lebensphasen in den Blick nimmt.

Die Vorschläge der Bildungskommission zu Entwicklungsschwerpunkten kommunaler Bildungspolitik folgen dieser Zielsetzung und sind darauf gerichtet, die Leistungen der Stadt Dortmund und ihrer zahlreichen Bildungspartnerinnen und -partner zu bündeln und in abgestimmten Unterstützungsansätzen zur Wirkung kommen zu lassen.

In erster Linie zielt dies auf alle Bemühungen, ungleiche Bildungschancen nach sozialer und ethnischer Herkunft abzubauen. Das lokale Schulsystem ist Gegenstand und Ausgangspunkt der fachlichen Arbeit der Bildungskommission. Der Blick richtet sich davon ausgehend aber auch auf das lokale Bildungssystem insgesamt, auf die frühen Bildungsprozesse vor der Schule und auf Bildung jenseits von Schule ("Von der Schule aus weiter denken").

Im Jahr 2011 hat sich die Bildungskommission nach einem intensiven Diskurs unter Einbindung der Fachöffentlichkeit auf drei strategische Ziele festgelegt:

  • Schullandschaft ganzheitlich entwickeln,
  • Potenziale und Talente entdecken und fördern und
  • Übergänge gestalten.

Sie bilden gemeinsam mit den daraus abgeleiteten Entwicklungsschwerpunkten den Rahmen für das Arbeitsprogramm der Bildungskommission. Die Schwerpunkte werden in jeder Legislaturperiode überprüft und ggfs. ergänzt:

  • Eltern als Bildungspartner
  • Schulentwicklung in der Sekundarstufe I
  • Schule – Arbeitswelt
  • Durchgängige Sprachbildung entlang der Lebensbiografie
  • Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher
  • Inklusive Bildung
  • Frühkindliche Bildung

Aufgaben - Arbeitsweise

Die Bildungskommission tagt in der Regel dreimal im Jahr. Alternierend hierzu werden Veranstaltungen (Bildungsforen, Entwicklungswerkstätten) durchgeführt, um einen stadtweiten Dialog über wichtige Bildungsthemen und aktuelle Fragestellungen zu initiieren und dabei Expertinnen und Experten und interessierte Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden

Ergebnisse dieser dialogischen Diskurse sind u.a. die Empfehlungen der Dortmunder Bildungskommission zu "Schule – Arbeitswelt", zur Sprachbildung, zum zweiten kommunalen Bildungsbericht und zu Eltern als Bildungspartner, sowie konkrete Impulse und Ideen zu Schulentwicklung und Bildungskooperationen.

So begleitet die Kommission Gründungen wie das IT-Medienberufskolleg und die Internationale Schule Leibniz-Gymnasium, zahlreiche Einzel- und Großprojekte (Modellvorhaben Selbstständige Schule, Zeitgewinn, "Senior Experts", "Diesterweg-Bildungsstipendium für Kinder und ihre Familien") und den "Orientierungsrahmen für eine durchgängige Sprachbildung in Dortmunder Kindertageseinrichtungen und Grundschulen".

2008 hat die Stadt Dortmund den "Ersten kommunalen Bildungsbericht für die Schulstadt Dortmund" vorgelegt. 2014 wurde der Zweite kommunale Bildungsbericht" veröffentlicht. Beide Berichte – und der daraus resultierende Sozialindex zur Steuerung von Ressourcen - gehen maßgeblich auf die Initiative der Bildungskommission zurück.

Die vierte Dortmunder Bildungskommission hat nach ihrer Konstituierung im September 2015 ein Arbeitsprogramm erstellt, das unter dem Leitthema "Integration durch Bildung" die Gestaltung der Übergänge entlang der Bildungsbiographie der Kinder/Jugendlichen in den Fokus stellt. Darüber hinaus begleitet sie das Vorhaben "Integrative Bildung an der Nordmarkt-Grundschule – Ein Pilotprojekt". Das Arbeitsprogramm endet mit einer "Zwischenbilanz" im Februar 2018 zur Halbzeit der vierten BK. Das Programm für die zweite Phase ist in Arbeit.