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Forschung & Wissenschaft

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): AdobeStock

Masterplan Wissenschaft geht in die zweite Runde

Bereits seit 2013 arbeiten in Dortmund Wissenschaft, Wirtschaft, Stadtgesellschaft, Kultur, Politik und Verwaltung gemeinschaftlich an der Profilierung Dortmunds als Wissenschaftsstadt. Mit dem "Masterplan Wissenschaft 2.0" legen die beteiligten Institutionen nun eine Weiterentwicklung ihrer strategischen Zusammenarbeit vor.

Im November 2019 wurde die Weiterentwicklung des Masterplans Wissenschaft vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen. Mit dem Masterplan Wissenschaft 1.0 hat Dortmund eine sehr gute Grundlage für weitere Entwicklungen geschaffen. Die in der Ratsvorlage 2019 vorgestellte neue Grundstruktur des Masterplans Wissenschaft 2.0 markierte den Rahmen für eine kongruente (Weiter)Entwicklung von neuen Zielen, Themen, Strukturen und Arbeitsweisen, deren übergeordnete Zielsetzung auf Grundlage des Masterplan Wissenschaft 1.0 aufbaut. Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie und Professor an der TU Dortmund, begleitet und moderiert den neuen Masterplanprozess ehrenamtlich.

Der Masterplan Wissenschaft ist ein sehr breit aufgestellter Beteiligungsprozess, der die Relevanz der Wissenschaft für Dortmund aufzeigt, gute Rahmenbedingungen fördert und darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt weiter voranbringt. Dabei geht es nicht nur um exzellente Forschung und Lehre, sondern auch darum, wie wir wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen, Diskussionen anregen, Neugier wecken und Prozesse anstoßen, die unser Leben verbessern und unsere Wirtschaft beleben

Professor Waldmann
Mann reicht Roboter die Hand

Ki/Data Science als neues wissenschafliches Kompetenzfeld im Masterplan
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Volker Wiciok, FH Dortmund

Logo: Eine Stadt.Viel Wissen.

Zwei neue wissenschaftliche Kompetenzfelder: Künstliche Intelligenz/Data Science und Demografischer Wandel

Im Masterplan Wissenschaft 2.0 arbeiten vier miteinander verzahnte Themengruppen zusammen:

  • Themengruppe 1 / Wissenschaftsstadt und Kulturmetropole eröffnet einen Dialog mit den Bürger*innen, verbindet die Themen Wissenschaft und Kultur und bringt verschiedene Akteur*innen in themenspezifischen Runden ("Satelliten") an einen Tisch.
  • Themengruppe 2 / Exzellenz und Vernetzung fokussiert die Weiterentwicklung bestehender und die Identifikation neuer wissenschaftlicher Kompetenzfelder, in denen Dortmunder Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine besondere Vorreiterrolle einnehmen. Als neue wissenschaftliche Kompetenzfelder wurden "Demografischer Wandel" sowie "Künstliche Intelligenz/Data Science" herausgearbeitet. Zur letzteren Thematik hat im November 2020 bereits die vierte Dortmunder Wissenschaftskonferenz stattgefunden – 100% digital versteht sich.
  • Themengruppe 3 / Wissenswirtschaft beschäftigt sich mit den Innovationspotenzialen, die aus der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft entstehen.
  • Themengruppe 4 / Experimentelle Stadt entwickelt neue, partizipative Formate an der Schnittstelle von Wissenschaft und Stadtentwicklung; soziale und technologische Innovationen werden im Stadtgebiet erprobt und umgesetzt und bestehende Hochschul- und Wissenschaftsstandorte weiterentwickelt.

Während der Entwicklungsphase 2020 haben über 200 Beteiligte innovative Ansätze und Projektideen entwickelt. Über die Sprecher*innen der Themengruppen, den Masterplanbeauftragten und die Geschäftsstelle, die im Hochschul- und Wissenschaftsbüro der Stadt Dortmund angesiedelt ist, wurden diese Beiträge zusammengeführt. Der Masterplan Wissenschaft 2.0 ist als agiler Prozess angelegt, mit einem Zeithorizont von zehn Jahren. Begleitet wird der Prozess durch ein Kuratorium (vormals Lenkungskreis) und einen Strategiekreis, den sogenannten Wissenschaftsdialog, unter Vorsitz von Oberbürgermeister Thomas Westphal. Die Gesamtkoordination des Masterplans Wissenschaft liegt weiterhin bei der Geschäftsstelle im Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates.

Im Februar 2021 hat der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund den Masterplan Wissenschaft 2.0 auf den Weg gebracht. Im Mai 2021 wird der Masterplan Wissenschaft 2.0 dem Rat der Stadt Dortmund vorgelegt.

Akteure im Masterplan Wissenschaft 2.0 im Dortmunder Rathaus

Vertreter*innen des Masterplans Wissenschaft 2.0 im Dortmunder Rathaus
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund Agentur / Roland Gorecki

Zehn Jahre strategische Zusammenarbeit im Masterplan Wissenschaft

2011 fiel der Startschuss für die Erarbeitung des Masterplans Wissenschaft, der seither als zentrales Instrument die Akteur*innen und Einrichtungen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt(verwaltung), Kultur und Politik strategisch miteinander vernetzt. Im Masterplan Wissenschaft 1.0 wurden vorab 100 konkrete Maßnahmen definiert, die in Zusammenarbeit der Akteur*innen umgesetzt werden sollten. Begleitet wurde der Prozess durch den Lenkungskreis, mit Vertreter*innen der Leitungsebene der wissenschaftlichen Einrichtungen, den Wissenschaftsdialog als Strategiekreis sowie die Geschäftsstelle des Masterplans, die die Gesamtkoordination verantwortet hat.

Als Beauftragter für den Masterplan Wissenschaft hat Prof. Dr. Detlef Müller-Böling von 2011 bis 2020 hat den Masterplanprozess begleitet und moderiert und wurde für sein Engagement im Oktober 2020 mit der Ehrennadel der Stadt Dortmund ausgezeichnet.

Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Masterplanbeauftragter bis Mai 2020, und Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann, Beauftragter für den Masterplan Wissenschaft 2.0 seit 2020, hier bei der Verleihung der Ehrennadel an Prof. Müller-Böling

Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Beauftragter des Masterplan Wissenschaft 1.0, mit Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Waldmann, der den Masterplan Wissenschaft 2.0 als Beauftragter begleitet, bei der Verleihung der Ehrennadel an Prof. Müller-Böling
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Zum Thema

Lesen Sie hier die persönliche Bilanz zum Masterplan Wissenschaft 1.0 des Masterplanbeauftragten, Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, und die Meldung zur Ehrung seines Engagements für Dortmund als Wissenschaftsstadt

Der Masterplanprozess und die wissenschaftlichen Kompetenzfelder – Logistik, Produktionstechnik, Biomedizin und Wirkstoffforschung, Energie sowie die Schul- und Bildungsforschung – wurden 2018 in einer umfassenden externen Evaluation nach Standards des Wissenschaftsrats begutachtet. Ziel war es Fortschritt, Wirksamkeit und Perspektiven des Plans zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Maßnahmen zur Standortentwicklung und Vernetzung als auch die Forschungsleistung der fünf wissenschaftlichen Kompetenzfelder in den Blick genommen. Zum Zeitpunkt der Evaluation 2018 waren bereits mehr als drei Viertel der 100 Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen bzw. etabliert. Der Vorsitzende der Expertenkommission, Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Prenzel, fasste das Gesamturteil mit der Schulnote "sehr gut" zusammen. Die Ergebnisse wurden im September 2018 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und wurden im Rahmen der 3. Dortmunder Wissenschaftskonferenz diskutiert .

Die Dortmunder Wissenschaftskonferenz ist ein Ergebnis des Masterplans Wissenschaft. Hier werden bisherigen Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Bisher haben vier Wissenschaftskonferenzen (2014, 2016, 2018, 2020) mit unterschiedlichen Schwerpunkten stattgefunden. 2020 wurde die Wissenschaftskonferenz pandemiebedingt erstmals digital durchgeführt. Leitthema der Konferenz war Künstliche Intelligenz – eines der neuen wissenschaftlichen Kompetenzfelder im Masterplan Wissenschaft 2.0. Für Herbst 2022 ist die fünfte Dortmunder Wissenschaftskonferenz geplant.

Zum Thema

Lesen Sie hier ein Interview zum Masterplan Wissenschaft mit dem Vorsitzenden der Expertenkommission, Prof. Dr. Manfred Prenzel:

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