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Gesundheit

Stadt setzt mobile Corona-Teststelle an betroffenen Schulen und Kitas ein

Nachricht vom 13.10.2020

Mit dem "Corona-Mobil" kann die Stadt Dortmund ab sofort direkt an Schulen und Kitas Testungen auf das Coronavirus durchführen. Das Gesundheitsamt setzt die mobile Teststelle ein, um Kontaktpersonen in Gemeinschaftseinrichtungen schnell und bequem Abstriche anbieten zu können.

Von links: Peter Schroeter (Geschäftsleitung Reinoldus), Peter Hill (Reinoldus, stellv. Leiter Rettungsdienst) und Dr. Frank Renken (Leiter Gesundheitsamt) stellten das Corona-Testmobil vor.

Von links: Peter Schroeter (Geschäftsleitung Reinoldus), Peter Hill (Reinoldus, stellv. Leiter Rettungsdienst) und Dr. Frank Renken (Leiter Gesundheitsamt) stellten das Corona-Testmobil vor.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Gekauft hat das Testmobil die Reinoldus Rettungsdienst gGmbH, die Stadt Dortmund mietet es an und bezahlt den Einsatz. Mehrere Testteams des Reinoldus Rettungsdienstes führen die Testungen durch. Das neue "Corona-Mobil" ersetzt damit das zuvor erfolgreich getestete Provisorium.

Infektionsketten frühzeitig unterbrechen

Mit diesem Service möchte das Gesundheitsamt Infektionsketten frühzeitig unterbrechen. Zudem ist er ein Angebot, dass am Ende einer Quarantänezeit betroffene Schüler*innen, Kita-Kinder, Schul- und Kitamitarbeiter*innen nach einem Negativtest wieder in den Schul-/Kita-Betrieb gehen können.

Insbesondere im Hinblick auf die Herbst- und Winterzeit erwartet das Gesundheitsamt ein zunehmendes Infektionsgeschehen auch an Schulen und Kitas, da zu Corona-Infektionen die üblichen grippalen und Atemwegs-Infekte hinzukommen werden. Zusätzliche Testmöglichkeiten vor Ort sind eine hilfreiche Strategie, um schnell mehr Klarheit über mögliche Infektionsketten in diesen Bereichen zu bekommen und die Eindämmung zu befördern.

Dr. Frank Renken stellt die neue mobile Corona-Teststelle vor. Quelle: YouTube

Peter Hill, Leiter und Koordinator der Abstrichstellen der Reinoldus Rettungsdienst gGmbH, erläutert den Aufbau des "Corona-Mobils": "In der Umgebung gibt es nichts Vergleichbares. Der vordere Teil wird als Büro genutzt, um Patient*innendaten aufzunehmen und die Abstriche zu beschriften, im hinteren Teil werden die Tests durchgeführt. Über die Treppe geht es rein, über die Rampe hinaus, sodass sich niemand in die Quere kommt. Die Rampe sorgt aber auch für einen barrierefreien Zugang."

"Der Vorteil der mobilen Teststelle ist, dass Brennpunkte in Gemeinschaftseinrichtungen damit wesentlich einfacher zu erreichen sind. Tritt ein Infektionsfall auf, können wir direkt größere Gruppen auf einmal testen, zum Beispiel mehrere Klassen hintereinander. Damit vermeiden wir auch, dass z.B. die Teststelle am Klinikum Nord überfüllt", erklärt Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes. "Bei einer Coronavirus-Infektion in einer Klasse ist unsere Teststrategie so, dass nach sechs und nach zwölf Tagen freiwillige Tests angeboten werden. Dies ist aufgrund der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen notwendig. So kann der erste Test noch negativ ausfallen, der zweite aber positiv."

Das "Corona-Mobil" ist ist ein freiwilliges Service-Angebot an Kontaktpersonen einer infizierten Person, damit diese bei einem symptomlosen Verlauf mehr Sicherheit bezüglich einer möglichen Ansteckung erhalten - auch vor Ablauf der Quarantäne. Da in diesem Fall die Eltern ihre Kinder zum Testmobil bringen, kann die Testung nie ohne Einverständnis der Eltern erfolgen.

Grundsätzlich gilt: Wird ein*e Schüler*in oder ein Kita-Kind positiv auf das Coronavirus getestet, unternimmt das Gesundheitsamt Umgebungsuntersuchungen und spricht für Personen, bei denen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko wahrscheinlich ist, Quarantänen aus. Dies erfolgt unabhängig davon, ob und wie sich Kontaktpersonen testen lassen.

Zum Thema

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus in Dortmund sind unter corona.dortmund.de zu finden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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