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Willkommensbesuch vom Familienbüro

Zuhören, beraten, helfen

Von Gerd Ruebenstrunk

13 Uhr. Aus den Fenstern im Kreuzviertel weht der Duft frisch zubereiteter Mahlzeiten auf die Straße. Mittagspause – allerdings nicht für René Oe. vom Familienbüro Innenstadt-West. Er hat genau um diese Zeit einen Besuchstermin, den vierten an diesem Tag. "Wir schlagen zwar Termine vor, aber natürlich richten wir uns auch nach den Wünschen der Mütter oder Väter", erklärt er.

Baby

Das Familienbüro besucht alle Familien mit Nachwuchs in Dortmund.
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René Oe. kommt zum Willkommensbesuch. Jede Familie, bei der Nachwuchs ankommt, wird von den Mitarbeitern des zuständigen Familienbüros besucht. Auch neu zugezogene Familien mit Kindern unter 6 Jahren können einen Besuchstermin vereinbaren. Dabei geht es um zweierlei: Zum einen sollen die Familien über die Aufgaben und das Angebot der Familienbüros informiert werden; zum anderen werden die Wünsche, Fragen oder Vorschläge der Familien aufgenommen, beantwortet oder weitergeleitet.

Frau S. öffnet die Tür, den kleinen Jan auf dem Arm. Sie bittet den Besucher ins Wohnzimmer. René Oe. stellt sich und das Familienbüro noch einmal kurz vor. Frau S. hat gleich mehrere Anliegen, die sie gerne mit René Oe. besprechen möchte.
Sie würde gern so bald wie möglich mit ihrem Sohn zum Babyschwimmen gehen. René Oe. hat sich vorbereitet und legt eine Liste aller Einrichtungen auf den Tisch, an denen Babyschwimmen angeboten wird – darunter auch so ungewöhnliche Orte wie Hotels, auf die man als Mutter nicht unbedingt kommen würde.

René Oe. nutzt die Gelegenheit, um Frau S. über das vielfältige Angebot des Familienbüros zu informieren. Während der kleine Jan fröhlich gurgelnde Geräusche von sich gibt, zieht René Oe. das vierteljährlich erscheinende Programm "Stark für Familien" aus der Tasche. Hier finden sich speziell auf junge Familien zugeschnittene Angebote zu Themen wie Betreuung, Bewegung, Bildung und frühkindliche Förderung, aber auch zu Spiel- und Krabbelgruppen, Elterntreffs und weitere Angebote für Familien. Und wie steht es mit einem Babysitter-Service? Fragt Frau S. nach. Auch hier kann René Oe. helfen. Er verfügt über eine Kartei von Schülern, die das Babysitter-Diplom der Familienbildungsstätte besitzen.

Baby mit Mutter

Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros wissen Rat bei allen wichtigen Fragen.
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Frau S. ist erstaunt, bei wie vielen Dingen das Familienbüro informieren und unterstützen kann. So äußert sie den Wunsch, möglichst bald wieder arbeiten gehen zu können. Dafür braucht sie allerdings irgendwann einen Platz in einer Kindertagesstätte, die Kinder unter drei Jahren aufnimmt. René Oe. weiß auch hier Rat: Er nennt die Adressen mehrerer Elterninitiativen in der Nachbarschaft, die diese Voraussetzung erfüllen und rät Frau S., sich vorsorglich bei anderen Einrichtungen schon auf die Anmeldeliste setzen zu lassen. Er informiert auch über die Möglichkeiten im Bereich der Tagespflege, bzw. der Vermittlung einer Tagesmutter oder eines Tagesvaters.

René Oe. berichtet auch noch von einigen anderen Müttern im Viertel, die Interesse an einem regelmäßigen Treffen geäußert haben. Würde Frau S. da auch mitmachen? Das Familienbüro wird sich darum kümmern, alle zu informieren, wenn genügend Interessenten beisammen sind.

"Unsere Arbeit wird nie langweilig!"

René Oe.

Bevor René Oe. sich nach einer knappen Stunde verabschiedet, überreicht er Frau S. noch einige Willkommensgeschenke wie kleine Fingerpuppen und ein Minibuch "Reime für Kleine".

Um 14 Uhr macht sich René Oe. auf den Weg zurück ins Familienbüro, um den Besuch zu protokollieren und die Anliegen von Frau S. weiterzuleiten. Und dann? Er lacht: "Wir haben immer etwas zu tun. Jeder hat andere Fragen und Wünsche, so wird unsere Arbeit nie langweilig. Und es ist ein schönes Gefühl, anderen mit seiner Tätigkeit wirklich helfen zu können."

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