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Mädchen schläft in Schwimmbad

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Bild: Creative Commons Namensnennung 3.0 flickr / Tom@HK

Freibad Stockheide

Manchmal kommt alles Gute zusammen: Es ist Sonntag, die Augustsonne strahlt schon am frühen Morgen sommerselig vom blauen Himmel - und das Familien-Projekt hat in Kooperation mit den Ruhr Nachrichten und Radio 91.2 sowie mit mehreren Vereinen zu einem ganz besonderen Event eingeladen: Heute ist Familientag im Freibad Stockheide und das Plakat an der ziegelroten Wand bei den Herrentoiletten verspricht Sport, Spiel und Spaß für Ein- bis Vierzehnjährige und deren Eltern.

Von Barbara Nobis

Wie so oft während der Sommerferien sitzen die achtjährige Celine und ihre vierjährige Schwester Noelle bereits um halb zehn in der Frühe zusammen mit ihrem Vater auf einer Wolldecke im Schatten eines Kirschbaums: "Hier lesen wir Bücher, spielen Karten, toben oder spielen im Wasser mit dem Wasserball." Ihr Vater ergänzt die Aktivitäten, die an einem Freibadtag familienüblich sind: "Drüben ist eine Beachvolleyball- Anlage und dann gibt es hier auch noch Tischtennisplatten. Manchmal tauchen die Kinder im Nichtschwimmerbecken auch nach Ringen."

Das klingt nach einem ausgefüllten Programm. Dennoch haben Celine und Joelle an diesem Morgen genug Zeit, um auf dem Gelände umherzulaufen und all die vielen Stände zu inspizieren. Ihr erstes Ziel: Die mobile Bewegungsbaustelle des Familien-Projekts für Ein- bis Dreijährige. Die vierjährige Joelle schaukelt kurze Zeit auf einer Schaumstoffwippe und rutscht ein paar Mal auf der Mini-Rutsche. "Das ist eigentlich für ganz kleine Kinder", hört Joelle eine Frau sagen. Joelle möchte ein großes Kind sein. Deshalb steht sie auf und tut das, was Kinder im Freibad in der Regel tun - sie rennt über das Gelände wie ein Wirbelwind.

Kinder im Schwimmbad

Das kühle Nass verspricht Erfrischung am heißen Sommertag.
Bild: pixelio / Stephanie Hofschlaeger

Kindlichen Forschungsdrang unterstützen

Inzwischen ist der einjährige Jonathan mit seinem Vater eingetroffen. Unter Aufsicht der Rehabilitationspädagoginnen Marlena Stiemke und Ricarda Menke kann er sich gefahrlos austoben: "Mit der Bewegungsbaustelle will das Familien-Projekt den kindlichen Eroberungs- und Forschungsdrang unterstützen und für die vierwöchigen Schnupperkurse in den jeweiligen Stadtteilen werben", erklärt die Pädagogin Ricarda Menke, während sie Jonathan ins Bällebad hilft.

Mittlerweile ist es so warm geworden, dass Celine und Joelle zusammen mit ihrem Onkel zum ersten Mal baden gehen und dabei nach einem gelben Ring tauchen. Das ist für Celine Alltag. Heute ist jedoch Aktionstag, und an diesem macht der Tauchsportclub Dortmund der Achtjährigen ein ganz besonderes Angebot. Sie darf mit einem sieben Kilo schweren Tauchgerät und einem Atemregler vor dem Mund tief unten über den hellblau getünchten Grund des Schwimmerbeckens gleiten. Der zwölfjährige Jan-Patrick und sein zehnjähriger Bruder Dominik haben zu diesem Zeitpunkt bereits ihre Tauchgänge hinter sich und strahlen mit der Sonne um die Wette: "Das Jacket ist mir ständig verrutscht, aber sonst war das Tauchen super gut", verkündet Dominik, der mit diesem Schnuppertauchgang für sich eine neue Sportart entdeckt hat.

Was Dominik zu diesem Zeitpunkt noch nicht entdeckt hat, ist die Beachvolleyball-Anlage. Hier springt Jannis im weichen Sand auf und ab, um einen Ball von unten oder von der Seite zu ergattern. Mit vollem Körpereinsatz legt er einen Hechtsprung hin, um den Ball der gegnerischen Mannschaft abzuwehren. Unterstützt wird Jannis von seiner Patentante Vanessa, die heute mit Jannis in einer Mannschaft spielt und dabei für ihren Verein wirbt, den Beachclub2000 e.V. Mit der Teilnahme am "Familientag" möchte Vanessa Scheuschner die Lust an gelenkschonender Bewegung in frischer Luft vermitteln: "Beachvolleyball ist ein ideales Spiel für Familien. Das geht auch mit einem ganz normalen Wasserball prima."

Kinder toben im Freibad

Spielen und Toben im Wasser macht einfach Spaß.
Bild: pixelio / Stephanie Hofschlaeger

Ein Highlight nach dem anderen

Generell ist Ballspielen eine prima Angelegenheit für gewöhnliche Familientage im Freibad. Da der vom Familien-Projekt organisierte Familientag den Familien zum Abschluss der Sommerferien etwas Besonderes bieten will, braucht es Jannis nicht beim Ballspiel zu belassen. Er freut sich auf seinen Tauchgang im Schwimmerbecken. Dort trifft er auf Celine, die das Experiment "Tauchen mit Tauchausrüstung" vorzeitig beendete. Unter Wasser hatte sie Angst bekommen. "Aber den Versuch war es wert", sagt Celine, die zuvor erfolgreich versucht hatte, die Spitze des zehn Meter hohen mobilen Kletterturms des Big Tipi zu erklimmen - für Celine ein ganz besonderer Moment.

Der Familientag hält auch für die anderen Kinder Höhepunkte bereit: Jan-Patrick ist glücklich, weil er an einem Graffiti-Workshop teilnehmen und die Wand des Freibads Stockheide verzieren darf. Sein Bruder schwärmt immer noch vom Tauchen, während er bei einem Workshop des Arbeitersamariterbundes lernt, wie er einen bewusstlosen Menschen in die "stabile Seitenlage" befördert. Und was gefällt der vierjährigen Joelle am besten? Ihre Highlights sind die Tanzspiele und die Modenschau, die Radio 91.2- Moderatorin Iris Papirowski mit und für die Kinder inszeniert. Dieses Showelement bleibt nicht das einzige: Beim Stand der Dortmund Giants dürfen die Kinder glitzernde Chearleader-Dresses anprobieren und ein wenig in die Welt des American Football hineinschnuppern. Für viele Mädchen und Jungen ist es ein außergewöhnliches Erlebnis, mit einem echten Football zu spielen.

Ein Höhepunkt folgt dem nächsten - schließlich sinkt die Sonne gen Westen und kündigt das Ende dieses besonderen Familientages an, der sicherlich allen Familien neue Impulse für ganz normale Badetage im Freibad gegeben hat.

Bilderstrecke: Ausflugsziel Freibad Stockheide

Beachvollyeball macht Spaß 15 Bilder
Beachvollyeball macht Spaß

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44145 Dortmund

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