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Kinder spielen auf einem Klettergerüst.

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Revierpark Wischlingen

Wo können Familien ihre Freizeit verbringen? Diese Frage wollen Ruhr Nachrichten und Familien-Projekt beantworten. Deshalb lud das Familien-Projekt während der Sommerferien Familien dazu ein, verschiedene Ausflugsziele zu entdecken. Dieses Mal ging es zum Revierpark, dessen Solebad und Saunalandschaft über Dortmunds Grenzen hinaus bekannt sind.

Von Barabara Nobis

Viele Familien sind zum Spaziergang durch die 39 Hektar große Grünlandschaft gekommen. "Wir möchten, dass Sie den Park noch ein bisschen besser kennen lernen", sagt Nicole Zeppenfeld, Mitarbeiterin des Familienbüros in Lütgendortmund. Sie und ihr Kollege Dirk Havemann vom Familienbüro Innenstadt-Ost veranstalten deshalb eine Familien-Rallye. 15 Fragen haben sie sich überlegt. Neun Stationen, beispielsweise die Kapelle oder das Freizeithaus müssen die Eltern mit ihren Kindern ansteuern, um die korrekten Antworten zu finden. Als Belohnung winken zwei Familien-Tageskarten für das Solebad.

Ein Mädchen rutscht aus einer Röhrenrutsche.

Die Rutsche ist einer der Lieblingsplätze der Kinder.

Der Preis motiviert. Flugs streben die großen und kleinen Spaziergänger in zwei Richtungen auseinander. Manche Familie bleibt unter sich, andere Eltern schließen sich zu einer Gruppe zusammen. So auch Daniela S.. Ihr bringt das Wandern mit Familie C. doppelt so viel Spaß. Und ihr Sohn, der siebenjährige Marcel, freut sich, dass er nun nicht mehr alleine zum Wasserspielplatz laufen muss, um die dort einbetonierten Sitze zu zählen. Eliz, Aylin und Denise rennen mit ihm um die Wette. "Es sind 11 Sitze", ruft Marcel völlig außer Atem, als er zu seiner Mutter Daniela zurückgekehrt. Die siebenjährige Aylin hat 15 Sitze gezählt. Es hilft nichts. Daniela S. und Christina C. müssen schon selbst nachschauen, wie viele Sitzplätze der Wasserspielplatz nun tatsächlich bietet. Währenddessen vergnügt sich der Nachwuchs auf den Klettergerüsten und Rutschen beim Sandspielplatz nebenan.

Zusätzliche Bewegung schadet nicht

"Wie viele aktive Tennisplätze finden Sie rund um den Freizeittreff Hallerey?" lautet die nächste Frage. Die Gruppe marschiert weiter, die Kinder vorneweg. Dann lässt das nächste Sportgerät am Wegesrand – ein Karussell – die Kleinen vergessen, dass sie eigentlich schnurstracks zur nächsten Station laufen wollten. Das macht nichts. Zusätzliche Bewegung schadet nicht und es bleiben ja noch zwei Stunden für die restlichen fünf Kilometer Wegstrecke.

Kinder spielen auf einem Klettergerüst.

Waghalsige Manöver auf dem Klettergerüst.

Derweil erfährt Daniela S. von zwei Tennisspielern, dass vier der sechs Tennisplätze demnächst zu Stellflächen für Wohnmobile umfunktioniert werden. Bleiben also zwei "aktive" Tennisplätze übrig. "Ich hoffe, das war der Insider-Tipp, der uns freien Eintritt ins Solebad beschert", sagt Daniela S. und steuert zusammen mit Christina C. den Freizeittreff Hallerey an. Immer wieder kehren Marcel, Denise und Aylin zu ihren Müttern zurück und erhalten kleine Aufgaben. So sollen sie etwa die Farbe der Stühle im Freizeittreff Hallerey herausfinden.

In der Kapelle wird geheiratet

Am Haus Wischlingen herrscht reges Kommen und Gehen. Auch andere Familien stehen an der Haustür, um die Namen abzuschreiben, die neben den drei Klingelknöpfen stehen. Marcel kommt unterdessen mit einer aufregenden Neuigkeit angerannt: "Kommt alle her, in der Kapelle wird geheiratet!" Die Mütter folgen – nicht aus Neugierde, sondern weil ihnen eine Schautafel neben der Kapellentür Auskunft darüber gibt, wann die kleine Kirche erbaut und renoviert wurde.

Weiter geht es in Richtung Minigolf-Platz, der im Juli dieses Jahres gereinigt und renoviert wurde. Irgendwo in der Nähe der Mallinckrodtstraße, die dicht neben dem Waldweg verläuft, gabelt sich der Weg. Die Frauen stecken ihre Köpfe zusammen und überlegen kurz, ob sie bereits am Bootsverleih sind. Denn trotz Bootssteg liegen keine Boote im Wasser. Aus Kostengründen und um des Naturschutzes willen werden keine Boote mehr ausgeliehen.

Kinder an einem Fluss, auf dem ein Schiff fährt.

Naturerlebnisse im Grünen.

Gegen 16 Uhr kennen die Familien sämtliche Ecken des Revierparks. Einzig über die Frage, wie lang das Wellenbecken von Ecke zu Ecke misst, herrscht Unsicherheit. Doch die währt nicht lange. Bei gegrillter Wurst im Brötchen und Mineralwasser verkündet Nicole Zeppenfeld die Lösung: Das Becken misst 28 mal 60 Meter. Und da alle Familien ihr Bestes gegeben haben, werden die Familienkarten verlost. Der siebenjährige Ilyas zieht die Gewinner: Zwei Familien dürfen kostenlos ins Solebad. Danach sitzen die Erwachsenen noch eine Weile auf den Steinen in der Nähe des Grills beisammen. Die Kinder laufen zu den Enten am See und schauen den ferngesteuerten Modellbooten zu, die im Wasser ihre Runden drehen.

Fazit: Eltern, die mit ihren Kindern einen angenehmen Spaziergang unternehmen möchten, sollten den Revierpark ansteuern. Für den Fall, dass der Spaziergang mit sportlicher Betätigung aufgepeppt werden soll, finden Familien rund um den "Stern Hallerey" einen Fußballplatz, Tischtennisplatten sowie mehrere Spielfelder, um Handball und Basketball zu spielen. Daher Tischtennisschläger und Bälle nicht vergessen!

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