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Bild: Stadt Dortmund

Werdende Eltern – informiert von Anfang an

Ziel des Projektes ist es, Eltern und werdende Eltern frühzeitig über örtliche Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren bzw. sie in die Lage zu versetzen, diese anzunehmen. Zielgruppe sind werdende Eltern in Dortmunds dreizehn besonders belasteten Aktionsräumen der Sozialen Stadt.

Hebammen leisten durch ihre aufsuchende Arbeit einen wichtigen Beitrag um Gesundheits-, Bindungs- und Entwicklungsgefährdungen frühzeitig zu erkennen. Der Zugang zu freiberuflich tätigen Hebammen wird häufig insbesondere von Familien in besonderen Lebenslagen nicht genutzt.

Um die Nutzung von Hebammenleistungen zu steigern, haben das Familien-Projekt, das Gesundheitsamt und das Jugendamt bereits im Jahr 2011 das Projekt "Werdende Eltern – informiert von Anfang an" initiiert und im Kontext zu "Kein Kind zurücklassen" weiter entwickelt.

Das Projekt umfasst folgende Handlungsschritte:

Kontaktaufbau und Kontaktpflege zu Hebammen

Eine der ersten Maßnahmen war die Konzeption und Durchführung von Fortbildungsangeboten für Hebammen. Hier werden die Hebammen auch über die Angebote der „Frühen Hilfen“ informiert. Ergänzend sind die Hebammen im Netzwerk der Frühen Hilfen eingebunden.

Eines der künftigen Fortbildungsthemen wird auch die kultursensible Begleitung/Beratung von Familien mit Zuwanderungsgeschichte sein.

Einrichtung einer Hebammen-Hotline

Seit März 2012 ist in den Räumen des Gesundheitsamtes die Hebammen-Hotline eingerichtet. Eine Hebamme berät zu Hebammenleistungen und vermittelt Hebammen.

Speziell für Familien mit Zuwanderungsgeschichte steht auch eine mehrsprachige (türkisch, bulgarisch, russisch) Hebamme zur Verfügung.

Durchführung von stichprobenartigen Elternbefragungen

Die Elternbefragung soll im Rahmen der Willkommensbesuche durchgeführt und ausgewertet werden. Eine erste Befragung wurde im Zeitraum Februar bis April 2012 in drei Innenstadtbezirken durchgeführt. Festgestellt wurde, dass ca. 1/3 der Befragten keine Hebammenleistungen in Anspruch genommen haben.

Die Elternbefragungen werden nach und nach in weiteren Stadtbezirken durchgeführt, die Ergebnisse ausgewertet und konzeptionell berücksichtigt.

Aufbau sozialräumlicher Netzwerke

Da jeder Sozialraum eigene Strukturen hat, soll durch die Gründung von Sozialraum-Netzwerken die Zusammenarbeit von Hebammen, Gynäkologen/innen, Kinderärzten/innen, Familienbüros, Familienzentren, Jugendhilfediensten, Gesundheitsamt und weiterer Akteure im Sozialraum aktiv unterstützt werden.

Erstellung von Sozialraum-Flyern

Für jeden Aktionsraum soll ein Flyer (auch mehrsprachig) erstellt werden, der die vorgenannten vorhandenen Zugänge aufzeigt und Auskunft über ggf. gemeinsame Angebote gibt.

Kontakt

Stadt Dortmund - JugendamtPilar WulffKoordinatorin