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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karsten Lindemann

Wirtschaft

Fabido legt Jahresabschluss 2020 vor

Nachricht vom 20.04.2021

Der Verwaltungsvorstand hat sich am Dienstag, 20. April, mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht des städtischen Eigenbetriebs Fabido für das Wirtschaftsjahr 2020 befasst. Einnahmeverluste durch die Corona-Pandemie, höhere Personalkosten, Nach- und Rückzahlungen sowie Verzögerungen bei einem Neubau haben einen Fehlbetrag von mehr als fünf Millionen Euro zur Folge.

Schul- und Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger in der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 20. April. Quelle: YouTube

Fabido deckt die finanziellen Aufwendungen im Wesentlichen über die Zuschüsse nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) und durch den städtischen Zuschuss (Trägeranteil) ab. Daneben erhält Fabido insbesondere Fördermittel vom Landschaftsverband (Integrative Erziehung), Zuschüsse für die Sprachförderung, investive Zuschüsse von der Stadt Dortmund und Einnahmen aus Verpflegungsentgelten. Insgesamt beliefen sich diese Umsatzerlöse im Wirtschaftsjahr 2020 auf rund 105,8 Mio. Euro. Die größte Aufwandsposition betraf die Personalaufwendungen in Höhe von rund 97,5 Mio. Euro.

Fehlbetrag von mehr als 5 Millionen Euro

Fabido schließt das Wirtschaftsjahr 2020 mit einem Fehlbetrag in Höhe von 5.401.999 Euro ab. "Das Jahresergebnis fällt schlechter aus als geplant", so Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger. "Der Fehlbetrag entstand unter anderem, weil eine Einrichtung nicht rechtzeitig baulich fertiggestellt wurde und somit später eröffnete." Es erfolgte eine deutliche Zuschussreduzierung des Fördermittelgebers, da der Einrichtungsneubau nicht im Kindergartenjahr 2020/2021 eröffnet werden konnte und anstehende Um- und Anbaumaßnahmen eine reduzierte Betreuung erforderten, so dass insgesamt weniger Kinder als geplant aufgenommen werden konnten.

Weiter erklärte Schneckeburger, dass 15 Mitarbeiter*innen aus drei Kinderstuben, insbesondere In schwieriger sozialer Lage, übernommen wurden. Zudem war aufgrund eines höheren Krankenstandes und gestiegener Schwangerschaften ein erhöhter Personalaufwand notwendig. Die betrieblichen Aufwendungen stiegen stärker als geplant, da Nachzahlungen aus den Nebenkostenabrechnungen und KiBiz-Rückzahlungen aus den Vorjahren in Rechnung gestellt wurden. Hinzu kamen ungeplante Einnahmeverluste durch die Corona-Pandemie.

Der Ausgleich des Jahresfehlbetrages erfolgt mit rund 1,3 Mio. Euro aus der Fabido Gewinnrücklage, mit rund 600.000 Euro aus der Fabido Kapitalrücklage und mit 3,5 Mio. Euro aus dem städtischen Haushalt.

Zahlen, Daten, Fakten aus 2020

Insgesamt stellte Fabido im Jahr 2020 rund 8.654 Betreuungsplätze zur Verfügung - 7.514 Plätze in 99 Kitas und 1.140 Plätze in der Kindertagespflege bei 337 Tagesmüttern und -vätern sowie in 13 Großpflegestellen und acht Kinderstuben. Bei Fabido gibt es 44 Familienzentren mit dem Gütesiegel "Familienzentrum des Landes NRW".

Bedeutsam im Jahr 2020 war untern anderem die Übernahme von Kinderstuben-Teams in die Festanstellung. Das Ziel von Kinderstuben ist die intensive frühkindliche Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund aus sozial benachteiligten Familien. Die dort betreuten Kinder sowie deren Eltern werden auf das öffentliche Bildungs- und Sozialsystem vorbereitet. Fabido und das Jugendamt sehen hier ein wichtiges, zusätzliches Format in der frühkindlichen Bildungskette, das es zu verstetigen und möglichst auszubauen gilt.

Ausbildungsplätze bei Fabido

Um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, wird Fabido weiterhin Nachwuchs ausbilden. Fabido betreute im Jahr 2020 insgesamt 50 Berufspraktikant*innen, 141 Auszubildende über eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA), acht Fachoberschul-Praktikant*innen (FOS) und eine Hauswirtschafts-Auszubildende. Bereits 2018 gab Fabido 33 Jugendlichen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes die Gelegenheit, den Kita-Alltag kennenzulernen.

Mit Blick auf die weiter steigende Anzahl der Betreuungsplätze und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel soll die Anzahl der Ausbildungsplätze weiter erhöht werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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