Kinder essen Eis

Familienportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karsten Lindemann

Bildung

Stadt erhält bis Ende 2022 Millionensumme zugute von Kindern und Jugendlichen

Nachricht vom 09.11.2021

Kinder und Jugendliche gehören nach einhelliger Meinung zu den Menschen, die in der Corona-Pandemie oft auf verlorenem Posten standen. Mit Mitteln von Bund und Land sollen die Kinder und Jugendlichen in Dortmund nun gefördert werden; das Geld wird verteilt über einen Aktionsplan.

Schreibtisch mit Büchern und Stiften darauf stehend

Nach der Pandemie sollen Kinder gezielt gefördert werden.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): www.freepik.com / Designed by jcomp

Mit dem Förderprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" stellen Bund und Land für Dortmund bis Ende 2022 insgesamt rund 9,7 Millionen Euro zur Verfügung. Über den kommunalen "Aktionsplan zur Stärkung von Teilhabe und Bildung für Kinder, Jugendliche und Familien in Dortmund" soll eine neu einzurichtende, fachbereichsübergreifende Koordinierungsstelle diese Fördermittel an freie Träger*innen der Jugendhilfe, Schulen/Schulfördervereine, Vereine und weitere Bildungspartner*innen vergeben.

Kritik am kurzen Förderzeitraum

Schuldezernentin Daniela Schneckenburger begrüßte am Dienstag, 9. November, das Förderprogramm, kritisierte aber auch: "Der kurze Förderzeitraum erschwert es Träger*innen (wie der Stadt, Anm. d. Red.), Personal auszubauen, um Kinder an Schulen zu fördern." Auf Träger*innenseite müsse die Möglichkeit gegeben werden, pädagogisches Personal zu gewinnen für die Förderaufträge - und dies sei bis Ende 2022 unter anderem wegen des Fachkräftemangels schwierig.

Für die operative Umsetzung des Aktionsplans Teilhabe und Bildung wurde frühzeitig ein Ämter übergreifender Arbeitskreis unter Federführung des Fachbereichs Schule eingerichtet. Der Arbeitskreis tagt regelmäßig und stellt einen Informationstransfer sowohl intern als auch in den Aktionsplan sicher.

Datenbank sammelt innovative Ideen

Zum (Weiter-)Entwickeln und Bündeln innovativer Maßnahmen zur Teilhabe und Bildung wurde eine digitale Datenbank mit aktuell 178 Einträgen (Stand 21.10.2021) eingerichtet. Sie ist abrufbar unter dortmund.de/aktionsplanteilhabebildung.

Darüber hinaus fand am 6. Oktober eine digitale Informationsveranstaltung zu Fördermöglichkeiten im Rahmen des Aktionsplans mit rund 250 Teilnehmer*innen statt. Dort waren alle Akteur*innen der Dortmunder Bildungslandschaft eingeladen, um einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu geben - ebenso über das konkrete Mittelvergabeverfahren sowie verschiedene Alternativen, sich im Rahmen des Aktionsplans einzubringen.

Uns ist besonders wichtig, dass bei den Maßnahmen diejenigen in den Blick kommen, die anerkanntermaßen am meisten in Corona-Zeiten gelitten haben.

Schuldezernentin Daniela Schneckenburger

Geld soll zugute von Kindern schnell fließen

Das Förderprogramm "Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche" des Bundes gliedert sich in einen schulischen und einen außerschulischen Teil. Die Mittel stellen der Stadt Dortmund in verschiedenen Fördersträngen das Ministerium für Schule und Bildung NRW (MSB) und das Ministerium für Kinder, Familien, Frauen und Integration NRW (MKFFI) zur Verfügung.

Parallel zur Arbeit beim Land NRW, die Förderrichtlinien konkret zu machen, hat die Verwaltung einen Verfahrensvorschlag erarbeitet, um die Fördermittel zu verwenden und so schnell wie möglich den Kindern und Jugendlichen in Dortmund zugutekommen zu lassen.

Im Sinne einer gemeinsamen Fachbereichs- und Akteurs- übergreifenden Nutzung der Fördermittel wird im Regionalen Bildungsnetz eine zentrale Koordinierungsstelle von Jugendamt und Fachbereich Schule eingerichtet. Sie übernimmt die Prüfung der Anträge, die Bewilligung sowie die inhaltliche Beratung der Antragstellenden.

Kriterien für die Bewilligung sind insbesondere:

  • Übereinstimmung mit den Handlungsfeldern des Aktionsplans
  • Eignung der Maßnahme zur Aufarbeitung der psycho-sozialen und fachlichen Lernrückstände und Aufholbedarfe

Bevorzugt berücksichtigt werden Maßnahmen, die explizit Kinder und Jugendliche mit Bildungsbenachteiligungen im Blick haben. Dezernentin Schneckenburger erläuterte: "Uns ist besonders wichtig, dass bei den Maßnahmen diejenigen in den Blick kommen, die anerkanntermaßen am meisten in Corona-Zeiten gelitten haben."

Anträge können sowohl für Jahresvorhaben als auch für Einzelmaßnahmen gestellt werden. Primär berücksichtigt werden im Sinne der Stärkung bestehender Strukturen bereits vorhandene, erprobte Maßnahmen, die ausgebaut oder fortgesetzt werden sollen. Ergänzend können auch Maßnahmen, die neu beginnen, berücksichtigt werden.

Die Kriterien gestützte Bewilligung erfolgt, bis die Mittel verbraucht sind. Dabei wird ein Teil der Mittel für die gezielte Förderung von Projekten in besonders herausfordernden Sozialräumen reserviert.

In die Koordinierungsstelle bringen der Fachbereich Schule und das Jugendamt jeweils 1,5 Stellen ein. Zusätzlich werden vier Planstellen befristet eingerichtet, die durch Overhead-Kosten für den im Förderprogramm enthaltenen Programmbaustein Extra-Geld (öffentliche Schulen) refinanziert werden.

Zum Thema

Die Stadt Dortmund stellt Kinder, Jugendliche und Familien in den Mittelpunkt. Sie will sie bei den bildungspolitischen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie stärken und unterstützen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

Familienportal