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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Karsten Lindemann

Umwelt

Stadt plant neue Kleingärten für die Dortmunder*innen

Nachricht vom 06.04.2022

Kleingärten sind in Dortmund sehr beliebt - und rar gesät. Die Wartelisten sind lang. Jetzt plant die Stadt für ihre Bürger*innen weitere Kleingärten. Zwei Anlangen sollen erweitert werden. Das hat die Stadtspitze am Dienstag, 5. April, bekannt gegeben.

Kleingarten in der Anlage "Dortmund-Nord"

Vor allem junge Familien wünschen sich einen Kleingarten als grüne Oase.

"Ich habe zum letzten Mal neue Kleingärten in Dortmund in den 80ern geplant", berichtete Planunsdezernent Ludger Wilde am Dienstag, 5. April. Umso mehr freue er sich nun, jetzt wieder neue Gärten auf den Weg zu bringen. "Sie haben neben dem Artenschutz auch einen unschätzbaren Wert für den sozialen Zusammenhalt." Oberbürgermeister Thomas Westphal ergänzte, Kleingärten würden immer interessanter für junge Familien.

Ziel 2027

Es gibt einen geschätzten Bedarf von rund 1.000 neue Parzellen. Auch ein zeitliches Ziel wurde bereits anvisiert: Bis 2027 sollen es neue Parzellen geben, dann findet auch die Internationale Gartenschau (IGA) in Dortmund statt.

Der Verwaltungsvorstand hat die Planung zur Erweiterung von zunächst zwei Dauerkleingartenanlagen in Dortmund beschlossen. Das Grünflächenamt ist, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Rat der Stadt, nun damit beauftragt, die Planungen bis zu einem Baubeschluss voranzutreiben. Bei den Kleingartenanlagen handelt es sich um Erweiterungsflächen zu den bereits bestehenden Kleingartenanlagen "Im Wiesengrund" in Dorstfeld sowie "Crengeldanzgraben" in Lütgendortmund.

Mehr Interessierte seit der Corona-Pandemie

Der Stadtverband Dortmunder Gartenvereine e. V. hatte in seiner Analyse "Bestand – Bedarf – Potentiale" (2021) ermittelt, dass zwar in der Corona-Pandemie verstärkt, aber auch darüber hinaus ein großer Bedarf an Kleingärten im ganzen Stadtgebiet besteht. Ein Bedarf von bis zu 1.000 neuen Parzellen wird angenommen. Das Fazit des Stadtverbandes ist aus der Sicht des Grünflächenamtes und des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes nachvollziehbar und wird daher auch unterstützt. Der Neubau von Dauerkleingartenanlagen sowie die Erweiterung bestehender Anlagen könnten zur Bedarfsdeckung beitragen.

Von der Verwaltung sind alle 119 Dauerkleingartenanlagen dahingehend geprüft worden, ob in bestehenden Bebauungsplänen Erweiterungsbereiche bestehen. Auf diesem Weg würde eine Umsetzung beschleunigt, da dort nicht zunächst Baurecht geschaffen werden müsste

Entsprechend den vorliegenden Auswertungen und Analysen kamen die Anlagen ""m Wiesengrund" und "Crengeldanzgraben" ins Visier der Expert*innen. Eine dritte, alternativ anzuführende Anlage mit Potenzial für rund 45 Parzellen ist die Dauerkleingartenanlage "Dietrich Keuning" in Wickede. Allerdings befindet sie sich nicht im städtischen Eigentum und wird bei der Betrachtung daher zunächst zurückgestellt.

Darüber hinaus prüft die Verwaltung ebenfalls, welche weiteren Dauerkleingartenanlagen in einer zweiten Stufe erweitert oder neugeschaffen werden können.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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