Dortmund überrascht. Dich.
Graffiti mit Schriftzug "Willkommen"

Flüchtlinge in Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Gehen Flüchtlingskinder in die Schule bzw. in Kitas?

Sobald Flüchtlingskinder einer Gemeinde zugewiesen beziehungsweise dort gemeldet sind, unterliegen sie der Schulpflicht beziehungsweise haben einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz und OGS-Betreuung im Rahmen der gesetzlichen Regelungen.

Ein wesentlicher Baustein für die Integration von Flüchtlingen in die Dortmunder Stadtgesellschaft ist die Teilhabe an Bildung. Dies fängt bekanntermaßen bereits in der Kindertageseinrichtung an. Nicht nur weil Kinder so schneller die Sprache erlernen, sondern auch, weil ihnen und ihren Familien der Kontakt zu anderen Familien aus Dortmund ermöglicht wird. Der Besuch einer Kita ermöglicht darüber hinaus die frühe Teilnahme an Präventivprogrammen, die an Kitas angebunden sind. Grundsätzlich besteht auch für Flüchtlingskinder im Alter bis zu 6 Jahren ein Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung. Nach Erfahrung von FABIDO (dem kommunalen Träger von Kindertageseinrichtungen) bedarf es jedoch einer gewissen Zeit, bis Eltern und Kinder Vertrauen in eine Betreuung in hiesigen Kindertageseinrichtungen fassen. Festzustellen ist, dass die Zahl der Interessenten ansteigt.

Dabei ist zu beachten, dass in den Tageseinrichtungen unterschiedliche Platzsituationen je nach Alter des Kindes gegeben sind. Für Flüchtlinge bestehen keine Sonderregelungen. Die Kinder müssen daher ganz normal in den Kindertageseinrichtungen angemeldet werden. Die Aufnahme erfolgt dann durch die einzelne Kindertageseinrichtung im Rahmen ihrer Aufnahmekriterien.

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche werden zunächst in Auffangklassen unterrichtet, wo sie vorrangig deutsche Sprachkenntnisse erwerben und innerhalb eines Zeitraums von maximal zwei Jahren in Regelklassen integriert werden. Seit Januar 2014 wurden im Dienstleistungszentrum Bildung (DLZB) ca. 1.400 Schülerinnen und Schüler zur Anmeldung in einer Auffangklasse registriert.

Das erste Kriterium der Zuweisung ist die Wohnortnähe. Hier ist das DLZB bemüht, die Kinder und Jugendlichen möglichst an Schulen unterzubringen, die in der Nähe ihres Wohnortes liegen. Im Beratungsgespräch werden auch die unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen berücksichtigt. So gibt es zum Beispiel eine spezielle Alphabetisierungsklasse. Diese richtet sich an Kinder und Jugendliche, die nicht alphabetisiert sind bzw. das lateinische Alphabet nicht gelernt haben. Hierunter befinden sich erfahrungsgemäß auch viele Kinder und Jugendliche aus Südosteuropa.

Flüchtlinge in Dortmund