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Flüchtlinge in Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Nach welchen Kriterien wurden die Standorte für die Übergangseinrichtungen ausgesucht?

Für die Unterbringung von Flüchtlingen kommen nur Grundstücke und Gebäude in Betracht, die kurzfristig zur Verfügung stehen und entsprechend genutzt/umgenutzt werden können. Um dies zu ermöglichen gibt es zwei zwingende Vorgaben:

1. die eigentumsrechtliche Verfügbarkeit über die Standorte

2. die Möglichkeit einer baurechtlichen Genehmigung

Im Weiteren werden bei der Standortauswahl folgende städtebaulichen Kriterien berücksichtigt:

  • Lage in der Stadt
    Es wird eine möglichst gleichmäßige Verteilung von Einrichtungen und Unterbringungsmöglichkeiten im Stadtgebiet angestrebt.
  • "Siedlungstrukturelle Einbindung"
    Flüchtlingsunterkünfte sind in der Regel als soziale Einrichtungen mit Wohncharakter zu betrachten. Geeignet sind städtebaulich integrierte Lagen unter Beachtung nachbarschaftlicher Belange.
  • "Erreichbarkeit Nahversorung"
    Da sich die Flüchtlinge in der Regel um ihre Versorgung selbst kümmern müssen, ist eine fußläufige Erreichbarkeit von Nahversorgungseinrichtungen notwendig. Eine gute Erreichbarkeit ist gegeben wenn die Entfernung bis zum nächsten Lebensmittelmarkt ca. 500 m beträgt. Größere Entfernungen von über 1.000 m sind ungünstig.
  • "Anbindung ÖPNV"
    Auch hier gilt die fußläufige Entfernung als Bewertungsmaßstab. Ergänzend wird jedoch die Anbindungsqualität der nächstgelegenen Haltestelle (Taktfrequenz, Verkehrsmittel) mit berücksichtigt.
  • "Erreichbarkeit soziale Infrastruktur"
    Für Flüchtlingsfamilien mit Kindern ist die Nähe zu Kindertageseinrichtungen und Schulen von Bedeutung. Dies fließt ebenfalls in die städtebauliche Bewertung mit ein.
  • Einschränkungen/Herrichtungsaufwand
    Standorteinschränkungen führen oftmals zu einem erhöhten Zeit- oder Finanzaufwand und sollten möglichst gering sein. Beachtet werden Aspekte wie Altlasten, Lärmbelastungen, Bodendenkmäler, Kampfmittelbelastungen oder Umweltbelange. Ebenso wird der Herrichtungsaufwand betrachtet. Hierbei geht es um die Erschließung mit Ver- und Entsorgungsleitungen, Fragen des Baugrundes und der verkehrlichen Grundstücksanbindung.

Flüchtlinge in Dortmund