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Flüchtlinge in Dortmund

Dortmund heißt Flüchtlinge willkommen

Aufgrund der schnell wachsenden Zahl, von 333 Zuweisungen im gesamten Jahr 2012 auf bis zu 215 Zuweisungen pro Woche im 2. Halbjahr 2015 und Zuweisungen von durchschnittlich 100 Personen pro Woche im 1. Halbjahr 2016, bestand die größte Herausforderung darin, die Unterbringung der Flüchtlinge zu organisieren. Daher war die Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge eine vordringliche Aufgabe der Stadtverwaltung. Zwischen Juli 2016 und Oktober 2017 bekam die Stadt Dortmund, bis auf wenige Fälle im Rahmen von Familienzusammenführungen, durch die Bezirksregierung Arnsberg keine Flüchtlinge mehr zugewiesen. Diese Sachlage veränderte sich Anfang November 2017. Da sich Dortmund wieder in der Aufnahmeverpflichtung befand, wurden Dortmund durch die Bezirksregierung erneut Flüchtlinge zugewiesen. Bis Ende 2018 waren dies im Durchschnitt 30 Personen wöchentlich. Mit Beginn des Jahres 2019 ist die aktuelle Aufnahmequote nahezu erfüllt. Wie sich diese Situation im Laufe dieses Jahres allerdings weiterentwickelt, kann niemand mit Gewissheit prognostizieren. Die Stadt Dortmund setzt weiter auf ein dezentrales Unterbringungskonzept und verfolgt das Ziel, die Menschen nach einem Zeitraum in einer Gemeinschaftseinrichtung bei ihrem Umzug in eine Wohnung zu unterstützen. Ungeachtet dessen, wird die Stadt auch in nächster Zukunft ein Kontingent an Plätzen in Gemeinschaftseinrichtungen vorhalten müssen. Bei der Entwicklung der Unterbringungsstrukturen werden Einrichtungen, in denen Flüchtlinge selber kochen können, Vorrang vor Einrichtungen haben, in denen das Essen geliefert werden muss. Die Stadt wird sich immer wieder neu auf eine sich ständig ändernde Lage einstellen und die jeweiligen Entscheidungen, die geboten sind, kurzfristig treffen.

Ein Großteil der geflüchteten Menschen wird vermutlich in Dortmund bleiben und Teil der Dortmunder Stadtgesellschaft werden. Die Integration dieser Menschen ist somit nicht nur eine humanitäre Pflicht, sondern auch aus sozialen und ökonomischen Gründen das Gebot der Stunde. Eine erfolgreiche Integration kann nur durch Kooperationen mit allen zivilgesellschaftlichen Akteuren gelingen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe bei der Aufnahme und Integration mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen. Die große Bereitschaft der Dortmunderinnen und Dortmunder, sich dafür ehrenamtlich zu engagieren, verdient besondere Anerkennung und Unterstützung und zeigt, dass Dortmund in vielfältiger Hinsicht eine "soziale Stadt" ist und dies auch praktisch lebt.

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