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Frauen & Gleichstellung

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Equal Pay Day 2019

Zeichnung für den Equal-Pay-Day 2016

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Nur die Liebe zählt ?!
Ehegattensplitting – ein Auslaufmodell!

Montag, 18. März 2019
Rathaus Dortmund

Friedensplatz und Bürgerhalle

Wussten Sie eigentlich, dass

das Steuersystem in Deutschland mit dazu beiträgt, dass in Deutschland Frauen deutlich weniger Stunden pro Woche arbeiten als ihre Geschlechtsgenossinnen in den meisten anderen Industrieländern?

Teilzeitarbeit und Minijobs sind die Hauptursache für das Auseinanderklaffen der (Stunden-) Löhne von Frauen und Männern.

Im Steuerecht erhalten verheiratete Paare eine Sonderstellung, unabhängig davon, ob sie Kinder haben oder nicht.

Die Steuerklassenkombination 3/5 verhilft dem gut verdienenden Ehepartner zu einem relativ hohen monatlichen Nettolohn. Dieser Vorteil fällt umso größer aus, je größer der Gehaltsunterschied zwischen dem Ehepaar ist. Nur – ausgerechnet bei der wenig(er) verdienenden Person sind die Abzüge besonders hoch und das ausgezahlte Gehalt besonders niedrig.

Der kurzfristige Steuervorteil hat Folgen für den teilzeitarbeitenden, "hinzuverdienenden“ Partner, im Regelfall also die Frau: Sie wird davon abgehalten, durch eigene Arbeit wirtschaftlich unabhängig zu sein und ‚gutes Geld‘ verdienen zu wollen.

Lohnsteuerkarte

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Dramatische Folgen bei Scheidung und Rente sowie bei Lohnersatzleistungen

Die Steuervorteile des Ehegattensplittings rächen sich sofort, wenn die Ehe scheitert und der Gesetzgeber die geschiedene Frau zwingt, (mit ihren Kindern) wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen.
In der Rente zählt nur, was frau sich selbst erarbeitet.

Zudem: Die Lohnersatzleistungen werden nach dem Nettolohn berechnet. D.h. Frauen in Steuerklasse 5 erhalten weniger Eltern,- Kranken- und Arbeitslosengeld.

Geldmünzen

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Alleinerziehende benachteiligt

Gleichstellungspolitisch ungerecht ist auch, dass neben den unverheirateten Paaren auch die Alleinerziehenden nicht davon profitieren. Offiziell werden in Deutschland Gleichberechtigung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf in verschiedenen Lebensmodellen unterstützt. Doch im Steuerrecht herrscht nach wie vor die "Hausfrauenehe“ der 1950er Jahre.

Die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten der Individualbesteuerung der erzielten Einkommen würde also wesentlich zum Equal Pay beitragen.

Deshalb fordern wir die Abschaffung des Ehegattensplittings mit Übergangsregelungen für langjährig verheiratete Paare.

Einladung zum Dortmunder Equal Pay Day

Der Dortmunder Equal Pay Day geht dieses Jahr dem Deutschen Steuersystem auf die Spur, welches entscheidend dazu beiträgt, dass die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern soweit auseinandergeht, wie in kaum einem anderen Land der EU. Wir vom Aktionsbündnis laden Sie herzlich ein, am Dortmunder Equal Pay Day teilzunehmen! Zeigen Sie Flagge mit uns gegen die Hausfrauenehe und gegen Entgeltungleichheit! Machen Sie mit beim Marsch durch die Stadt!

Anschließend geht es in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses weiter. Wir laden Sie ein, am Red-Dinner teilzunehmen und mehr über das Steuersystem, die Hausfrauenehe und über Alternativmodelle zu erfahren. Informieren Sie sich zum Thema beim Kurzvortrag "Nur die Liebe zählt ?! Ehegattensplitting – ein Auslaufmodell!“ und beim Kurzfilm "Was sagt du dazu?“.
Fragen Sie die Experten/-innen. Diskutieren Sie mit uns, den Veranstalterinnen.

Die Möglichkeit zum Austausch gehört selbstverständlich ebenso zum Programm wie Fingerfood und diverse Getränke.

Kontakt und Anmeldemöglichkeit

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