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Bild: Alle Rechte vorbehalten pixelio / Manfred Jahreis

Suchtprävention in Schulen

Themenschwerpunkte Suchtprävention und Gesundheitsförderung

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, wenn Sie beabsichtigen, Themen der Suchtprävention und Gesundheitsförderung

  • im Unterricht behandeln wollen
  • Projekttage oder Projektwochen durchführen möchten
  • ein Konzept für Ihre Schule entwickeln oder
  • rechtliche und pädagogische Unterstützung bei aktuellen "Drogenfällen" wünschen

Angebote in Schulen

Fortbildung: BeratungslehrerIn

Ausbildung zur/zum BeratungslehrerIn für schulische Suchtprävention und Gesundheitsförderung

Es reicht heute nicht mehr aus, den Kindern Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln; denn das Leben stellt uns ständig vor unerwartete Situationen, auf die wir adäquat reagieren müssen. Vielmehr sind Lebensbewältigungskompetenzen gefragt, die alle Beteiligten, Lehrerinnen und Lehrer wie auch Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, das Leben der Gegenwart zu meistern.

Die Fortbildung wird auf der Grundlage der vom Landesinstitut für Schule und Weiterbildung herausgegebenen Arbeitsmaterialien "Suchtvorbeugung in der Schule" in Verbindung mit dem erprobten Konzept "Lehrerinnen und Lehrer stärken" durchgeführt.

Grundlagen und Ziele:

Die Ausbildung will neue Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer für Suchtvorbeugung und Gesundheitsförderung an Schulen dafür sensibilisieren, sucht- und gewaltfördernde Bedingungen in der Schule zu erkennen und sie als Multiplikatoren befähigen, gesundheitsförderliche und generalpräventive Lehr- und Lerninhalte für die Umsetzung und Implementierung in der Schule zu entwickeln. Die Ausbildung bietet die Möglichkeit sowohl zur theoretischen Auseinandersetzung als auch zur praktischen Umsetzung im Schulalltag. Darüber hinaus das Erkennen eigener Kompetenzen und Grenzen.

Themenschwerpunkte:

  • Grundlagen der ganzheitlichen Gesundheitsförderung und Suchtprävention.
  • Der ressourcenorientierte Ansatz (Salutogenese).
  • Was stärkt uns? - Was hält und gesund?
  • Das Leben bewältigen - "Live skills".
  • Die fünf Lernebenen - Lernen einmal anders betrachtet.
  • Wie komme ich als Lehrerin und Lehrer gesund durchs Berufsleben?
  • Die innerer Haltung des Pädagogen und sein Menschenbild.
  • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der eigenen Biographie der Pädagogin/des Pädagogen und Ihrer/seiner Tätigkeit als Beratungslehrerin und -lehrer. Erkennen und Reflektieren der eigenen Grundhaltung, Stärken und Entwicklungspotentiale.
  • Die Eltern: meine "Freunde" oder meine "Feinde".
  • ÜbungsRäume und Trainingseinheiten (Gruppenprozesse moderieren, Methoden erlernen (sich) vor der Gruppe präsentieren lernen, neue Verhaltensweisen erproben).

Arbeitsformen:

Prozessorientierte Vorgehensweisen, die ganzheitliches und selbsterfahrungsorientes Lernen begünstigen und die es ermöglichen, vorhandene Vorerfahrungen und Kenntnisse zu verwerten. Durch systematisch eingesetzte metakommunikative Phasen sollen die abgelaufenen Prozesse sowohl aus der Teilnehmerinnen-/Teilnehmer-, als auch aus der Lehrerinnen-/Lehrerperspektive analysiert werden. Ziel dieser Vorgehensweisen ist es, zu einer "gefühlten Einsicht" in die Thematik zu gelangen.

Umfang und Dauer:

Es ist ein 2-jähriger Ausbildungsgang der 128 Stunden umfasst und in Form von ein- und mehrtägigen Veranstaltungen angeboten wird.

Die Ausbildung zur Beratungslehrerin und zum Beratungslehrer wurde bislang schulformübergreifend für alle Schulformen angeboten.

Die Ausschreibung erfolgt über das Schulamt. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten für diese Ausbildung über die Bezirksregierung eine Freistellung.

Die zuletzt angebotenen Fortbildungen fanden zu folgenden Themen statt:

  • Einführung in den Werkkoffer "Lass stecken!"
  • Tabakprävention für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren
  • Planspiel "Was ist nur mit Jürgen los?"
  • Meine Rolle als Beratungslehrerin und Beratungslehrer für schulische Suchtvorbeugung und Gesundheitsförderung
  • Cannabis: "Voll breit schon vor der ersten Pause!?"
  • Workshop - Schule und Cannabis - Entwicklung eines Handlungskonzeptes - Regeln - Maßnahmen - Frühintervention

Schulinterne Lehrerfortbildung / Pädagogische Konferenz

Systemische Fortbildungen für ein Gesamt- oder Teilkollegium

Sinnvolle Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller am Schulalltag beteiligten und sollte als integrativer Bestandteil im schulischen Alltag verankert sein.

LehrerInnen aller Schulformen und Stufen werden im Unterricht und im Schulalltag immer wieder mit Fragen der Suchtprävention und mit auffälligen bzw. Suchtmittel konsumierenden SchülerInnen konfrontiert.

Ein angemessener pädagogischer Umgang damit stellt Anforderungen an alle LehrerInnen hinsichtlich eigener Verhaltenssicherheit und entsprechender Handlungskonzepte.

Die pädagogische Konferenz soll dazu dienen, den allgemeinen Wissens- und Informationsstand zu ergänzen und Anregungen zur Erweiterung des päd. Handlungs- und Verhaltensrepertoires zu geben.

Die schulinterne Lehrerfortbildung ist ein Fortbildungsangebot für Schulen, die Suchtprävention und Gesundheitsförderung als integrativen Bestandteil im schulischen Alltag verankern möchten. Am Ende der Fortbildung sollte - auf der Grundlage eines möglichst breiten Konsens und als Ergebnis eines Kooperationsprozesses innerhalb des Kollegiums - ein Präventions- und Handlungskonzept (mindestens erste Ansätze dazu) stehen, welches die Besonderheiten der einzelnen Schulen berücksichtigt.

Die Umsetzung des schuleigenen Konzeptes durch Teilkollegien bzw. Teams oder Projektgruppen der einzelnen Schulen ist anzustreben und erhält eine weitere externe Begleitung, wenn gewünscht durch das Fachreferat Suchtprävention eine externe Begleitung.

Arbeitsform:

Pädagogische Konferenz: Informationsveranstaltungen, Übungen zur Selbstreflexion päd. Handelns, Methodentraining.

Schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLF): Prozessorientierte Vorgehensweisen, die ganzheitliches und selbsterfahrungsorientes Lernen begünstigen und die es ermöglichen sollen, vorhandene Vorerfahrungen und Kenntnisse zu verwerten.

Themenschwerpunkte:

Jede Schule kann ihre eigenen Schwerpunkte setzen. Hierzu findet an der jeweiligen Schule ein Vorgespräch statt.

Zeitlicher Umfang:

Das Fachreferat Suchprävention bietet den Schulen die Durchführung von pädagogischen Konferenzen sowohl in Form einer ganztägigen oder halbtätige Veranstaltungen an. Für die schulinterne Lehrerfortbildung besteht das Angebot aus einer ganztägigen und drei halbtätige Veranstaltungen an. Darüber hinaus auf Wunsch eine weitere Begleitung bei der Umsetzung. Der zeitliche Rahmen wird mit der Schulleitung abgestimmt und ist gegebenenfalls von der Schulaufsicht zu genehmigen.

Dieses Angebot wird auf Anfrage durchgeführt.

Kollegiale Fallberatung

Gruppenangebot für Lehrerinnen und Lehrer

Die "Kollegiale Fallberatung" stammt aus dem Material und Medienverbund zur Suchtprävention des Landesinstitutes in Soest. Sie eignet sich als Methode zur Einführung einer kollegialen Besprechungskultur zur Bearbeitung von individuellen Problemen z.B. mit Schülern, Eltern, Kollegen oder der Schulleitung.

Die "Kollegiale Fallberatung" wird in Kleingruppen ("Sympathiegruppen" von mindestens 4 und höchsten 10 Personen) durchgeführt, die sich sowohl aus einem Kollegium als auch über Kollegen unterschiedlicher Schulen zusammen setzen können.

Die "Kollegiale Fallberatung" sollte in der Einführungsphase von externen Moderatoren geleitet werden.

Arbeitsform:

Die strukturelle Vorgehensweise ermöglicht eine konstruktive Auseinandersetzung mit Problemen, eröffnet neue Sichtweisen und zeichnet sich durch folgende Struktur aus:

Organisatorisches

Wer leitet? Wer berichtet?

Bericht

Schilderung des Erlebten aus Sicht der/des Berichtenden.

Blitzlicht

Jedes Gruppenmitglied berichtet, was die Schilderung in ihm ausgelöst.

Nachfrage

Hier können Informationsfragen zum besseren Verständnis gestellt werden.

Ich als...

Jedes Gruppenmitglied schlüpft in die Rolle der/des Berichtenden und formuliert sein Verständnis von der beschriebenen Situation.

Problemlösung

In der abschließenden Runde kann jedes Gruppenmitglied Lösungsvorschläge machen, was sie/er tun würde.

Abschlussblitzlicht

Dieses Angebot wird auf Anfrage durchgeführt.

"peer-education" zur Suchtprävention

Multiplikatorenseminar für SchülerInnen

"Sag mir, was du meinst, dass ich wissen soll, und ich werde es vergessen. Zeig mir, was du meinst, das ich wissen soll, und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich an dem, was du meinst, dass ich wissen soll, und ich werde es verstehen." chinesisches Sprichwort

Programme und Projekte zur peer-education wurden in den letzten Jahren immer mehr zum Bestandteil suchtpräventiver Arbeit.

Ausgehend davon, dass der Einfluss von Cliquen, der mit wachsendem Alter der Jugendlichen zunimmt, es uns Pädagogen erschwert, dass unsere "idealen" Gesundheitsbilder als Lebensziele von Jugendlichen übernommen werden, müssen wir Jugendliche an der Gestaltung ihrer Lebenswelten und Lebensentwürfe beteiligen, nur so können wir eine umfassende und wirkungsvolle Präventionsarbeit leisten.

Der Grundgedanke von peer-education ist, dass ausgebildete peers, als Gleichaltrige mit und für Gleichaltrige aktiv werden, dass sie direkt und indirekt Einfluss nehmen auf das Verhalten und die Aktivitäten anderer Jugendlicher. Sie partizipieren an der Gestaltung ihrer Lebenswelten.

Sowohl die Ausbildung zu MultiplikatorInnen als auch die Verantwortung als MultiplikatorIn stärkt das Selbstbewusstsein und sie erwerben wichtige Schlüsselqualifikationen.

Peer-education, muss anerkannt und eingebunden sein in das jeweilige System. Es ist kein kostengünstiges Modell und nimmt den PädagogInnen keine lästige Arbeit ab sondern ergänzt das pädagogische Handeln. Dabei ist darauf zu achten, dass peer-education Modelle nicht als verlängerter Arm der PädagogInnen missbraucht werden.

Das heißt, Jugendliche als Mitmenschen zu achten, die in ihrer Lebenswelt Kompetenzen besitzen.

"peer-education" an Dortmunder Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien

Grundlagen und Ziele:

Die Grundlage des Seminarkonzeptes ist die Einbindung der Jugendlichen als Multiplikatoren in die suchtvorbeugende Arbeit an den Dortmunder Schulen unter Beteiligung der BeratungslehrerInnen für schulische Suchtvorbeugung. Zielgruppe dieser Seminarreihe sind SchülerInnen der Jahrgangsstufe 8/9 die in der Lage sind ihre im Seminar erworbenen Erfahrungen in den Schulalltag einfließen zu lassen, nach dem Motto Suchtvorbeugung von Schülern für Schüler. Pro Schülerseminarreihe sind ca. 6 Dortmunder Schulen einer Schulform beteiligt. Pro Schule kann eine Gruppe von 4 - 5 SchülerInnen teilnehmen.

Die Seminarreihe besteht auf einem zweitägigen und zwei eintägigen Veranstaltungen

Themenschwerpunkte:

Zweitägiges Grundseminar - Eine Reise in 16 Etappen

  • Ursachen von Suchtmittelkonsum und Suchtentwicklungen zu erkennen.
  • Sensibilisierung für die Funktion verschiedener Suchtmittel im Alltag.
  • Eigene Verhaltensweisen erkennen und Alltags Erfahrungen reflektieren.
  • Stärkung der sozialen Kompetenz, eigene Ressourcen mobilisieren.
  • sich selbst und andere neu zu erfahren.

Eintägiges Aufbauseminar - Auf zu neuen Ufern...

  • Rückblick auf gemachte Erfahrungen und ihre Verwertbarkeit im Alltag.
  • Erkennen eigener Bedürfnisse.
  • Wie erreiche ich Zufriedenheit in meinem Leben.
  • Wie kann bzw. wirken sich meine Erkenntnisse auf andere aus.
  • Wie kann ich Mitschülerinnen und Mitschülern Hilfestellung geben.

Eintägige Abschlussveranstaltung - Suchtprävention in der Schule: Projektplanung in Zusammenarbeit mit den Beratungslehrerinnen und Beratungslehrern für schulische Suchtvorbeugung

  • Planung / Schwerpunktsetzung der Arbeit an der Schule anhand der Ideensammlung aus dem Aufbauseminar.
  • Überprüfung auf Umsetzbarkeit an der Schule, Arbeitsschritte entwickeln.
  • Verbindliche Vereinbarungen treffen für die Umsetzung - wer macht was bis wann.
  • Vereinbarungen für die weitere Arbeit an der Schule treffen.

Die Ausbildung wird regelmäßig den Dortmunder Schulen angeboten.

OPUS-Netzwerk

Gesundheitsfördernde Schulen Dortmund

Das OPUS-Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen NRW ist ein Verbund von Schulen, die sich unter dem Leitmotiv der Gesundheitsförderung in der Schule vernetzt haben.

Mehr hierzu finden Sie unter www.bug-nrw.de - und bei Fragen zum OPUS-Netzwerk Dortmund können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

Rauchfreie Schulen

Unterstützungsangebot für Schulen auf dem Weg zur rauchfreien Schule

Das Fachreferat Suchtprävention beteiligt sich an der Landesinitiative "Leben ohne Qualm - LOQ", dem Projekt "Rauchfreie Schule - Ein Programm in fünf Schritten" und gehört zu einer der Modellregionen in der die "Aktivierende Befragung zum Thema Rauchen" stattfand und Dortmunder Schulen auf örtlicher Ebene über das Fachreferat Suchtprävention Unterstützung bei der Umsetzung erhalten.

Das Fachreferat Suchtprävention möchte Schulen phasenorientiert unterstützen durch

  • Prozess- und Praxisberatung auf dem Weg zu einer rauchfreien Schule.
  • Informationsveranstaltungen zu Themen der Tabakprävention und dem Programm in fünf Schritten.
  • Konzeptberatung - Inhalte und Ziele.
  • Begleitung bei der Erstellung von Schulvereinbarungen.
  • Projektberatung.
  • Das Rauchentwöhnungsprogramms für Schülerinnen und Schüler "Just4You".
  • Vermittlung von Kooperationspartnern.
  • Internet-Beratung.

In der Modellphase ist ein Beratungstool bei www.loq.de , freigeschaltet für Schulen aus den Modellregionen zu der u. a. Dortmund gehört. Das Beratungsteam besteht aus WissenschaftlerInnen, SchulprogrammexpertInnen, OrganisationsberaterInnen, LehrerInnen und Präventionsfachkräften. Rosi Borggräfe ist hierbei die Beraterin für die Region Dortmund. Schulen, die an der "Aktivierenden Befragung" teilgenommen haben, können sich hier anmelden und erhalten eine Online-Beratung. Alle anderen Schulen richten ihre Fragen bitte per E-Mail an rborggraefe@stadtdo.de. Die Fragen werden dann an die entsprechenden Berater weitergeleitet oder direkt beantwortet. Unter "Zentrale Fragen" sind häufig gestellte Fragen gesondert zusammengestellt und können von allen Internetnutzern aufgerufen werden.

Haben Sie Fragen zu den Angeboten, zur "Aktivierenden Befragung" und deren Auswertung oder möchten sich auf den Weg zu einer rauchfreien Schule machen, nehmen Sie Kontakt auf oder nutzen Sie das Beratungstool bei www.loq.de .

Kontakt

Jugendamt Dortmund - Kinder- und Jugendförderung - SuchtpräventionDiplom Sozialpädagogin Rosi Borggräfe Ansprechpartnerin

44131 Dortmund
Theater- und Tanzpädagogin, Dialogbegleitern