Dortmund überrascht. Dich.
Friedensplatz altes Stadthaus

Jugendamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bundesprogramm

Erfolgsmodell "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" geht in die Verlängerung

Nachricht vom 08.01.2021

Seit November 2017 nimmt die Stadt Dortmund am Bundesprogramm "Kita-Einstieg Brücken bauen in frühe Bildung" teil. Eine eigens hierfür eingerichtete Netzwerk- und Koordinierungsstelle, angesiedelt im Jugendamt, ist zuständig für die Umsetzung des Programms vor Ort. Für die Fortsetzung des Bundesprogramms stellt das Bundesfamilienministerium für die Jahre 2021 und 2022 jeweils zusätzlich 22 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Bundesprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden Angebote entwickelt und ergänzt, die den Einstieg von Kindern in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung vorbereiten und ermöglichen.

Dadurch soll für Familien mit besonderen Zugangshürden, darunter auch Familien mit Fluchterfahrung, sowie zugewanderte Familien aus den süd-ost-europäischen Ländern, die gesellschaftliche Integration und Partizipation gefördert werden.

Hierzu werden vier halbe Fachkraftstellen vom Bundesministerium gefördert. In Dortmund konnten der Kinderschutzbund e.V., die Stadtteil-Schule e.V., sowie die AWO als Kooperationspartner gewonnen werden. Es wurden Angebote in der Innenstadt Nord (Quartier Hafen und Nordmarkt), in Eving, sowie in Hörde (Clarenberg) implementiert. Die pädagogischen Fachkräfte sind in die Familienzentren der freien Träger integriert und stellen eine wichtige Schnittstelle zwischen den Familien und Trägern der institutionellen Betreuung dar. Sie fungieren als Lotsen und beraten und unterstützen die Familien, um den Zugang zu Bildungseinrichtungen zu erleichtern.

So wurden Familien vor Ausbruch der Pandemie auf unterschiedlichen Ebenen angesprochen z.B. über Musikangebote, mit mehrsprachigen Bilderbücher im Rahmen eines Elterncafés und über interkulturelle Veranstaltungen. Darüber hinaus wurden auch Eltern, die bereits im Bildungssystem angekommen sind, als "Brückenbauer" mit einbezogen und konnten so helfen gegebenenfalls vorhandene Vorbehalte abzubauen.

"Kita-Einstieg" in der Corona-Zeit

In diesem Jahr galt es mit kreativen Ideen den Kontakt zu den Familien nicht zu verlieren, so wurde auch weiterhin Unterstützung bei der Online Anmeldung im Kita Portal angeboten, teils telefonisch, teils in Beratungssettings im Freien und teils auch digital.

Den Familien wurden Bastel- und Bewegungsideen per Post und per Email übermittelt. Ferner wurden Pakete geschnürt, die an den Zaun des Familienzentrum gehangen wurden, um so den Familien auch über diesen Wege Anregungen für zu Hause mitzugeben.

Die Rückmeldung der Eltern hierzu war, dass Ihnen so das Gefühl vermittelt wurde, "nicht vergessen worden zu sein".

Ein weiterer Schwerpunkt im Bundesprogramm ist die Qualifizierung der Fachkräfte. So konnte 2020 stadtweit für alle Erzieher*innen, sowie Fachkräfte in der Kinder-und Jugendarbeit zumindest ein interkultureller Workshop angeboten werden, um so die Sensibilisierung der Mitarbeitenden zu fördern und einen wichtigen Beitrag zu mehr interkultureller Toleranz zu leisten.

Ausblick

Mit Kita-Einstieg baut Dortmund auch 2021 erfolgreich Brücken in frühe Bildung.

Ziel ist es, die Angebote vor Ort bedarfsgerecht auszubauen und zielgerichtet Familien mit Zugangshürden in das System der frühen Bildung zu vermitteln.

Die Qualifizierung der Fachkräfte bleibt auch 2021 ein wichtiger Schwerpunkt im Bundesprogramm und die Vorbereitungen für weitere Veranstaltungen zum Thema "Diversitätsbewusste Pädagogik" und "Interkulturelle Kompetenz" laufen an.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.