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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Ukraine

Lage in Dortmund hat sich beruhigt - Beratungsbedarf für Geflüchtete bleibt hoch

Nachricht vom 03.05.2022

Während der Angriffskrieg gegen die Ukraine anhält, hat sich die Gesamtlage in Dortmund beruhigt: Es flüchten aktuell weniger Menschen in die Stadt als zu Beginn des Konflikts. Dennoch gibt es bei der Betreuung der Geflüchteten viel zu tun.

Dortmund fördert ukrainische Kinder in den Schulen Quelle: YouTube

Die Stadt Dortmund engagiert sich weiter für Menschen, die aus dem Ukrainekrieg hierher geflüchtet sind. Bislang sind ungefähr 2.700 Menschen ordnungsgemäß nach dem PIK-Verfahren registriert worden, wie Stadtdirektor Jörg Stüdemann am Dienstag, 3. Mai, bekanntgab. Das Sozialamt wisse zudem, dass etwa 5.840 aus der Ukraine geflüchtete Menschen nun hier Leistungen erhalten. "Die Gesamtsituation hat sich sehr beruhigt. Im Durchschnitt kommen täglich jeweils 19 Menschen in Dortmund an. Die Bereitstellung von Wohnungen und Unterkünften ist also beherrschbar." In kommunalen Einrichtungen seien aktuell lediglich 490 Menschen untergebracht.

Rechtsdezernent Norbert Dahmen ergänzte: "Dortmund hat überproportional viele Flüchtlinge aufgenommen, deshalb bekommen wir derzeit keine weiteren zugewiesen vom Land NRW." Zugleich betonte Stüdemann in der Pressekonferenz des Verwaltungsvorstands, dass Mitarbeitende der Stadt in der Migrationsberatung alle Hände voll zu tun hätten. "Für soziale Transferzahlungen stehen 300 bis 400 Beratungen pro Tag an."

Eine wichtige Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine ist der Standort Entenpoth in Hörde für Angelegenheiten der Sozialhilfe. Dort ist laut Stüdemann nun auch das Jobcenter im Einsatz, das mit der Überstellung ins Sozialgesetzbuch II künftig für Betroffene zuständig sein wird. Hintergrund: Ab dem 1. Juni sollen geflüchtete Menschen aus der Ukraine Anspruch auf Grundsicherung haben.

Schüler*innen bekommen Platz zugewiesen

Rechtsdezernent Dahmen und Schuldezernentin Daniela Schneckenburger gingen auf die Situation der Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine ein, die nun in Dortmund sind. Über das Dienstleistungszentrum Bildung hätten sich mehr als 1.000 Schüler*innen gemeldet, die an Schulen aufgenommen werden müssten. Mehr als 470 davon seien bereits zugewiesen worden, die anderen stünden noch auf der Warteliste.

"Nicht genannt sind hierbei Eltern, die gegebenenfalls direkt an einer Schule vorstellig geworden sind und wo die Aufnahme direkt erfolgte", erläuterte Schneckenburger. Mit den Dortmunder Schulen sei "Zusammenrücken" vereinbart worden; das gelte auch auf personeller Ebene, weil die Kapazitäten teils problematisch seien.

Die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen in Dortmund stehe seit dem 11. April unverändert bei 22, ergänzte Dahmen. Erfreulich: Die Unterbringung über die Wohlfahrts- und Hilfsorganisationen sei kein Problem gewesen.

Text: Larissa Hinz

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In der Ankommensberatung findet eine erste allgemeine Sozialberatung für Neuzugezogene nach Dortmund statt - diese gilt natürlich auch für Menschen aus der Ukraine.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.