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Jugendamt

Bild: Anneke Wardenbach

Projekt: Guard - Gemeinsam und aktiv für Respekt und Demokratie

Ein Projekt für Kinder und Jugendliche zur Erlebniswelt Demokratie

Ausgangslage

Der Stadtteil Dorstfeld ist ein aktiver und interkultureller Stadtteil, der sich durch hohes bürgerschaftliches Engagement auszeichnet. Seit einiger Zeit fühlen sich die Bürger jedoch durch Aktivitäten einer kleinen rechtsorientierten Minderheit in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Die Sorge vor rechter Gewalt beunruhigt aber nicht nur die Welt der Erwachsenen, sondern, im zunehmendem Maße, auch die der Kinder und Jugendlichen. Einige Aktivitäten dieser rechten Clique fanden an oder um Dorstfelder Schulen statt. Jugendliche sprechen zum Teil von "rechter Anmache" oder rechter Gewalt. Andererseits finden sich unter den Jugendlichen auch einige, die sich aus vielerlei Gründen, von dieser Szene angesprochen fühlen. In beiden Fällen können Jugendliche zu Opfern einer Gruppierung werden, die sich gegen unsere demokratische Ordnung stellt.

Um diesen Tendenzen entgegen zu wirken, hat die Kinder und Jugendförderung Innenstadt-West das "Guard-Projekt" entwickelt.

Zum Projekt

  • Das Guard-Projekt ist ein Projekt zur Förderung von Demokratischen Erlebniswelten.
  • Aus unserer Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wissen wir, dass Demokratie etwas ist, dass nicht appellativ gefordert werden kann, sondern vor allem erlebt werden muss.
  • Das Guard-Projekt möchte den Rahmen dafür schaffen dies zu ermöglichen.
  • Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen werden vielfältige Angebote geschaffen, die auf einem respektvollen und solidarischen Miteinander basieren.
  • Sie sollen erfahren was Vielfalt, Toleranz und demokratisches Verhalten im Umgang miteinander und mit Anderen bewirken kann.
  • Das Guard-Projekt ist in zweiter Hinsicht ein Präventionsprojekt, das das Miteinander von Kindern und Jugendlichen in diesem Sinne stärken will.
  • Das Guard-Projekt will Kinder und Jugendliche dort aufsuchen, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhalten und ihnen erlebnisorientierte Räume im Stadtteil Dorstfeld öffnen.
  • Dabei werden vor allem Orte genutzt, die im öffentlichen Umfeld liegen.
  • Im Weiteren sind in Kooperation mit den Sportvereinen und den Schulen, Sportplätze, Turnhallen und Schulhöfe als Aktionsräume angedacht.
  • Mit vielfältigen Aktionen werden wir mobil im Stadtteil unterwegs sein und öffentliche Räume für einige Stunden in Erlebniswelten verwandeln.

Das Guard-Projekt will Kinder und Jugendliche an der Lebensrealität in ihrer Umgebung heranführen und mit kleinen Schritten hinaus aus dem direkten Wohnfeld, hinein in den Stadtteil begleiten.

Es wird einmal wöchentlich im Projektzeitraum Mai bis Oktober 2011 durchgeführt. Für das Guard-Projekt wird ein Angebots- und Veranstaltungskalender erstellt. Hier werden alle Angebote mit ihren Terminen aufgeführt. Dieser Kalender wird zusammen mit Kindern und Jugendlichen erstellt.

Die Aktionen werden auf die Plätze verteilt. Dort treffen wir dann auf die Kinder und Jugendlichen, die wir über unsere Flyeraktionen (und Pressearbeit) erreicht haben. Mit ihnen führen wir dann unsere Aktionen durch. Insgesamt werden wir 20 feste Projekttage festschreiben. Darüber hinaus wird es eine Auftaktveranstaltung im Mai und eine Abschlussveranstaltung im Oktober geben. Die restlichen 8 Höhepunkttage werden wird mit den Kindern und Jugendlichen auf den gesamten Projektzeitraum verteilen.

Diese Höhepunkte werden – soweit das planungstechnisch möglich ist – inhaltlich mit den Kindern und Jugendlichen festgelegt.

Inhalte

Mögliche Bausteine des Projektes sind neben Bewegungsangeboten, wie Klettern und Fußball, eine Medienwerkstatt, der Einsatz eines Spielmobils, eine Kreativwerkstatt, ein Theaterspiel, sowie monatliche "Events" auf den öffentlichen Plätzen im Stadtbezirk Innenstadt-West, insbesondere im Stadtteil Dorstfeld.

Durch die unterschiedlichen Bausteine wollen wir der Heterogenität der Kinder und Jugendlichen, mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, gerecht werden.

Die Vielfalt der Angebote ermöglicht zudem Zugänge, die sowohl die personalen als auch die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen fördern und stärken. Durch aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit, möchten wir Anlaufstellen schaffen und die Kommunikation und den aktiven Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren und Akteurinnen im Stadtbezirk ausbauen.

Die Bausteine

  • Baustein 1: Fußball – Akzeptieren von Regeln und Förderung der Toleranz .
  • Baustein 2: Kreativwerkstatt – Kunst im öffentlichen Raum.
  • Baustein 3: Medienwerkstatt – Meinungsbildung fördern.
  • Baustein 4: Theater – Vielfalt sichtbar machen.
  • Baustein 5: Klettern – Stärkung des solidarischen Miteinanders.

Ziele

In erster Linie sind die Kinder und Jugendlichen des Stadtbezirks Innenstadt-West, insbesondere der Stadtteile Dorstfeld und "Dorstfelder Brücke" die Zielgruppe unserer Arbeit. Die Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren.

Die Ziele für die Kinder und Jugendlichen

  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am gesellschaftlichen Leben im Stadtteil.
  • Förderung des Interkulturellen Dialogs,
  • Förderung der Willens- und Meinungsbildung junger Menschen
  • Stärkung der Präsenz von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum
  • Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Planung und Durchführung der Aktionen
  • Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit fördern
  • Kreativitätsförderung
  • Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken
  • Ängste nehmen
  • Grenzen kennen lernen und erfahren
  • Andere Kulturen/ Religionen kennen lernen

Die Ziele für den Stadtteil

  • Präsenz von Vielfalt und Toleranz auf öffentlichen Plätzen
  • Belebung verwaister Angebotsflächen
  • Aufbau ehrenamtlicher Strukturen in der Kinder- und Jugendförderung
  • Kontakt zu bzw. Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern

Zeitraum und Orte

Projektzeitraum: Der Projektzeitraum wird für April 2011 bis Oktober 2011 festgelegt. Das Guard-Projekt selbst ist aber durchaus über diesen Zeitraum hinweg gedacht. Es ist vorstellbar, dass dieses Projekt nach erfolgreichem Start eine Verstetigung erfahren sollte, da die Wirksamkeit vieler Projektbestandteile erst nach einer längeren Laufzeit erfahrbar wird.

Orte: Die Projektarbeit soll vor allem im öffentlichen Raum stattfinden. Das heißt, das bevorzugt Orte wie beispielsweise der zentral gelegene Wilhelmplatz, der Schulte-Witten-Park, der Kletterturm (Vogelpothsweg) und das Spiekufer (Oberdorstfeld) gewählt werden. Außerdem werden auch Schulhöfe und Sportplätze als Aktionsorte nicht ausgeschlossen.

Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation

  • Wir möchten vermitteln, dass sich in Dorstfeld etwas "bewegt" und das auch nach außen hin zeigen. Hierzu werden wir ganz explizit Öffentlichkeitsarbeit leisten und das Projekt u.a. mit Flyern bewerben.
  • Teil des Konzeptes wird eine "Medienwerkstatt" sein, welche die "Events" und die Arbeit in den Projekten dokumentiert und Kindern und Jugendlichen ermöglicht sich aktiv an dieser Dokumentation zu beteiligen.

Das Guard-Projekt wird durch die Medienwerkstatt evaluiert. Fotos, Videos, Bericht von den Kindern und Jugendlichen werden gesammelt und zu einem Projektbericht zusammengefasst. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden an den Projekttagen von den Honorarmitarbeitern erfasst

Veranstalter und Ansprechpartner

Das Projekt-Guard wird vom Jugendamt der Stadt Dortmund, Bereich 51/4 Kinder- und Jugendförderung, Stadtbezirk Innenstadt-West in Kooperation mit dem Stadtbezirksmarkting Innenstadt-West und der AG Dorstfelder Ferienspiele e.V. durchgeführt.

Für weitere Kooperationspartner im Stadtbezirk Innenstadt-West kann das Projekt jederzeit geöffnet werden.

Ansprechpartner

Jugendamt Dortmund - Kinder- und Jugendförderung Innenstadt-West Ralf FinkeFachreferent im Stadtbezirk Innenstadt-West