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Vielfalt

Stadt Dortmund veröffentlicht Leitfaden für gendersensible Sprache

Nachricht vom 26.05.2020

Die Stadt Dortmund will alle Menschen ansprechen - auch jene, die sich nicht als Frau oder Mann einordnen. Um der geschlechtlichen Vielfalt auch sprachlich Ausdruck zu verleihen, hat die Stadt einen Leitfaden für gendersensible Sprache erarbeitet. Wo dies nicht schon passiert, will die Stadt künftig in interner und externer Kommunikation geschlechtsneutrale Bezeichnungen verwenden.

Transgender-Fahne und Regenbogenfahne vor dem Dortmunder Rathaus

Zum DiverseCity-Kongress wehen vor dem Dortmunder Rathaus die Transgender- und die Regenbogen-Fahnen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie fällt der Kongress in 2020 aus.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 10. Oktober 2017 wurde die Änderung des Personenstandsrechtes beschlossen: Seit dem 1. Januar 2019 wird mit der dritten Geschlechtsoption offiziell anerkannt, dass es Menschen gibt, die sich nicht in die Geschlechtsidentität "weiblich" oder "männlich" einordnen. Deshalb wurde als dritte Option (neben "weiblich" und "männlich") nunmehr "divers" hinzugefügt.

Geschlechtsneutrale Bezeichnung oder Gender-Sternchen

Eine moderne Verwaltung, die demokratische Grundsätze beachtet, ist durch den gesetzlichen Handlungsauftrag nun aufgefordert, der geschlechtlichen Vielfalt auch sprachlich Ausdruck zu verschaffen. Die Stadt Dortmund hat sich daher entschieden, sowohl in der internen als auch der externen Kommunikation auf geschlechtsneutrale Bezeichnungen zurückzugreifen oder alternativ das Gender-Sternchen (*) zu verwenden.

Berücksichtigung des sozialen Geschlechts

Das Wort "Gender" kommt aus dem Englischen und bedeutet "soziales Geschlecht", im Gegensatz zu "Sex", dem biologischen Geschlecht. Der typografische Stern (*) umfasst nicht nur weiblich oder männlich, sondern bezieht eine Vielzahl an Geschlechtsidentitäten, die Menschen für sich in Anspruch nehmen und benennen können, mit ein.

Gleichberechtigung der Geschlechter

Durch diesen sensiblen Sprachgebrauch trägt die Stadt Dortmund aktiv zur Gleichberechtigung der Geschlechter bei, agiert respektvoll ihrer Kundschaft gegenüber und sorgt dafür, dass sich alle wahrgenommen und angesprochen fühlen. Wichtig ist, im Sinne einer bürgerfreundlichen Verwaltungssprache, die nachvollziehbare Formulierung von Texten - wozu gehört, Sachverhalte verständlich und in einfachen Sätzen zu formulieren.

Alle sollen sich angesprochen fühlen

Um alle Menschen, Frauen und Männer und jene, die sich nicht als "Frau" oder "Mann" einordnen, anzusprechen, wird zukünftig in der Verwaltung der Stadt Dortmund so formuliert, dass sich alle Geschlechter angesprochen fühlen (z.B. Beschäftigte). Ist so eine umfassende geschlechtsneutrale Formulierung nicht möglich, wird das Gender-Sternchen verwendet (z.B. Bewohner*innen).

Leitfaden ist Grundlage für Schriftverkehr, Veröffentlichungen und Formulare

Der Leitfaden soll die Nutzung der geschlechterneutralen bzw. gendersensiblen Verwaltungssprache erleichtern und Anregungen für den praktischen Gebrauch geben. Die Verwendung der in dem Leitfaden aufgeführten Sprachregelungen für die Beschäftigten wurde vom Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung am 12. Mai 2020 beschlossen und gilt als Grundlage für den Schriftverkehr, für Veröffentlichungen und Formulare bei der Stadt Dortmund. Der Leitfaden löst damit die Vorgaben aus der Rundverfügung aus dem Jahr 1994 "Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern" ab.

Die Formulierungsvorschläge sind nicht abschließend. Die Nutzung einer geschlechterneutralen Sprache ist für die meisten Beschäftigten bei der Stadt Dortmund neu und bedarf des Mitmachens aller, um sprachliche Veränderungen lebendig zu machen und nach und nach weitere Ideen für weitere Formulierungen als gute Beispiele zu verbreiten. Es wird im Jahr 2023 eine Bewertung geben, die dazu genutzt wird, den Leitfaden weiterzuentwickeln.

Zum Thema

Der Leitfaden steht hier zum Download zur Verfügung und ist auf der Seite des Gleichstellungsbüros der Stadt Dortmund abrufbar. Dort finden Sie auch weitergehende Informationen zum Thema Gleichstellung in der Stadtverwaltung.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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