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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Soziales

Städtische Seniorenheime planen Demenz-Kompetenzzentrum Weiße Taube

Nachricht vom 08.02.2022

In dem Gebäudekomplex des ehemaligen Seniorenheims Weiße Taube soll ein Demenz-Kompetenzzentrum mit stationären und ambulanten Angeboten entstehen. Das Konzept sieht vor, dass dort eine vollstationäre Pflegeeinrichtung mit 70 bis 80 Plätzen für demente Bewohner*innen eingerichtet wird.

Die Verwaltungsspitze befasste sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 8. Februar, mit der von der Städtischen Seniorenheime gGmbH/SHDO geplanten Nachnutzung am Standort Weiße Taube. Bis zum Anfang dieses Monats beherbergte die Immobilie in Kirchhörde das Seniorenheim Weiße Taube.

Vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien kann in dem Gebäudekomplex des ehemaligen Seniorenheims Weiße Taube ein Demenz-Kompetenzzentrum mit stationären und ambulanten Angeboten entstehen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal begrüßt diese Pläne ausdrücklich, denn allein aufgrund der demographischen Entwicklung "werden wir immer mehr alte und hochbetagte Menschen haben, die an einer Demenz erkranken. Ihnen einen Ort zu geben, wo sie in einem beschützten Raum gut leben können, das ist jede Anstrengung wert."

Wenn wir als Stadt mit diesem Demenz-Kompetenzzentrum hier einen wichtigen Beitrag leisten können, dann sollten wir diese Chance auf jeden Fall nutzen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal

Der Bedarf für eine solche Einrichtung ist nach Einschätzung von Sozialdezernentin und SHDO-Aufsichtsratsmitglied Birgit Zoerner groß. "Die Zahl älterer Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind und rund um die Uhr begleitet und betreut werden müssen, wächst stetig. Für sie, so sehen es die Planungen vor, soll ein abgestuftes Betreuungsangebot entstehen. Ich bin mir sicher, dass eine solche Einrichtung die Lebensqualität der Betroffenen, aber auch die der Pflegekräfte und der Angehörigen spürbar verbessern wird."

70 bis 80 Plätze für demente Bewohner*innen

Das Konzept sieht vor, dass dort eine vollstationäre Pflegeeinrichtung mit 70 bis 80 Plätzen für demente Bewohner*innen eingerichtet wird. Angesiedelt wird diese im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss des alten Süd- bzw. Mitteltraktes des Gebäudekomplexes sowie in dem Erweiterungsbau, der auf dem Gelände neu errichtet werden soll.

Weitere Bausteine des Konzeptes sind zwei Pflege- Wohngemeinschaften mit zwölf Plätzen für Menschen mit einer beginnenden Demenz im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss des Nordtraktes. Hinzu kommt eine Pflege-Oase mit zehn Plätzen für stark pflegebedürftige Menschen, die gleichzeitig an einer fortgeschrittenen Demenzerkrankung leiden, im Untergeschoss des Nordtraktes.

Gestaltung der Außenanlage

Ein zentraler Punkt wird auch die Gestaltung der Außenanlagen sein. Denn viele Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind, haben einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang. Deshalb wird der Außenbereich großzügig gestaltet werden. Dazu zählen beispielsweise ein Sinnesgarten, Hochbeete, ein Kräutergarten, Sitznischen als Rückzugsmöglichkeiten, barrierefreie und abwechslungsreiche Spazierwege, die das Angebot im Haus konsequent nach draußen fortsetzen.

"Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem unsere Bewohnerinnen und Bewohner ein möglichst selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen können", fasst SHDO-Geschäftsführerin Elisabeth Disteldorf die Zielsetzung des Konzeptes zusammen. Neben diesen stationären will die SHDO am Standort der ehemaligen Weißen Taube auch verschiedene ambulante Angebote aufbauen. Da wird es, so Disteldorf, beispielsweise um die Themenfelder Migration und Demenz, um die Gestaltung einer palliativen Begleitung bei Menschen mit Demenz oder um Angebote für pflegende Angehörige gehen. In all diesen Fragen will das Demenz-Kompetenzzentrum Ansprechpartner sein.

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Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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