Friedensplatz altes Stadthaus

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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Stadt zählt weniger Kriegs-Flüchtlinge aus der Ukraine - Cyberangriffe nehmen zu

Nachricht vom 24.05.2022

Während weniger Flüchtlinge gezählt wurden und es auch keine nennenswerten Nachrichten beim Thema Energieversorgung oder wirtschafliche Absicherung der Stadt gab, werden deutschlandweit mehr Cyberattacken registriert.

Bei der Sitzung nach dem Verwaltungstreffen am Dienstag, 24. Mai, stellte Oberbürgermeister Thomas Westphal klar, dass sich die allgemeine Flüchtlingslage in der Stadt beruhigt habe. Auch die Energieversorgung sei weiterhin gewährleistet, genauso wie die wirtschaftliche Situation in der Stadt stabil sei. Allerdings verzeichne man deutschlandweit und auch innerhalb von Dortmund vermehrt Cyberangriffe. Bislang sind diese händelbar gewesen, man sei jedoch gewarnt und vorbereitet.

Hilfsangebote werden weiterhin genutzt

Sozialdezernentin Birgit Zoerner ergänzte, dass auch sie keine grundsätzlichen Veränderungen zur vorigen Woche feststellen könne. Bislang habe man 6.371 Geflüchtete mit Hilfsleistungen versorgt, die sich bisher auf etwa 3,2 Millionen Euro belaufen. 401 Menschen seien öffentlich untergebracht, die Zahl sei im Vergleich zur vorigen Woche noch einmal gesunken. "Warum es 50 Menschen weniger sind als zur Vorwoche können wir nicht sagen. Es könnten Umzüge in andere Städte gegeben haben, auch die Rückkehr in die Ukraine ist für viele eine Option", erklärte sie weiter. "Wir können es momentan noch nicht nachvollziehen, dies wird sich aber in den nächsten Wochen ändern."

Weiterhin wäre es zudem so, dass die Stadt Dortmund nicht verpflichtet sei, weitere Menschen aufzunehmen. "Die Quote ist noch immer übererfüllt mit 1.439 aufgenommenen Flüchtlingen aus der Ukraine", so Zoerner, die auf den Königsteiner Schlüssel verwies .

Intensivere Beratungen notwendig

Bis Montag, 23. Mai 18:00 Uhr, habe man zudem seit letzter Woche 425 Beratungsgespräche in der Bersworthalle geführt, 108 weitere Gespräche am Friedensplatz beim Dienstleistungszentrum Migration & Integration MigraDO. Es gäbe vor allem Redebedarf beim Thema Aufenthaltszeit, Arbeitserlaubnis und der Kinderbetreuung.

Stellvertretend für Noch-Schuldezernentin Daniela Schneckenburger berichtete Personaldezernent Christian Uhr, dass auch die Warteliste für Schulplätze einen leichten Anstieg erfuhr. Laut des Dienstleitungszentrum Bildung seien momentan 393 ukrainische Kinder auf der Warteliste für einen Schulplatz. Die Schulverwaltung würde dabei beachten, dass nicht nur diese Kinder einen Platz erhalten, sondern auch andere Kinder schnellstmöglich ins Schulsystem zu integrieren. "Wir schauen nach Plätzen, die noch frei sind", so Uhr. "Wir überlegen auch, Beschulungsangebote nach den Sommerferien anzubieten, sind diesbezüglich aber noch in Gesprächen mit den Verantwortlichen."

Das Ministerium selbst habe mitgeteilt, dass die Schulträger in beispielsweise Kooperationsgemeinschaften Kinder beschulen könnten. Dazu sei man ebenfalls noch im Austausch, so Dezernent Uhr am Ende der Sitzung.

Text: Angela Seger

Zum Thema

In der Ankommensberatung findet eine erste allgemeine Sozialberatung für Neuzugezogene nach Dortmund statt - diese gilt natürlich auch für Menschen aus der Ukraine.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.