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Sommertour

In Dortmund wachsen alle Kinder über sich hinaus: OB Westphal will Talente von Morgen fördern

Nachricht vom 06.08.2022

Jedes Kind muss die Möglichkeit bekommen, seine Fähigkeiten und Talente zu entdecken und zu entfalten - das ist das Thema der Sommertour an Tag 5: Kinder in Dortmund sollen alle die gleiche Chance erhalten. Deshalb besucht der OB mitunter eine Jugendwohngruppe und den Lernbauernhof Schulte-Tigges.

Sommertour 2022: In Dortmund wachsen alle Kinder über sich hinaus Quelle: YouTube

Am fünften Tag der Sommertour standen Kinder und Jugendliche im Zentrum des Interesses von Oberbürgermeister Thomas Westphal. An der ersten Station des Tages, der Jugendhilfeeinrichtung St. Elisabeth in Wellinghofen, begrüßten Einrichtungsleiter Friedhelm Evermann, Mitarbeiter*innen und – natürlich – Kinder den Oberbürgermeister. Bei einer gemeinsamen Kettcarfahrt auf dem Hof hatten die Kinder jede Menge Fragen, etwa "Hast du Diener?" ("Nein, ich bin doch kein König."), ob der Oberbürgermeister Autogramme gibt ("Na klar!") und welcher Fußballverein am coolsten ist (der BVB und Barcelona standen in überschaubarer Auswahl). Westphal zeigte sich beeindruckt: "Ganz schön cool drauf sind die Kinder hier." Derzeit leben über 60 junge Menschen in acht Wohngruppen in der Einrichtung, deren Bau auf der Kinderdorf-Idee basiert. Die Gründe, warum sie in der Einrichtung leben, sind vielfältig: Inobhutnahme Entlastung der Herkunftsfamilie, Perspektivklärung, aber auch Hilfe zur Verselbstständigung.

Junge Menschen mit Geschichten

In einer weiteren Wohngruppe berichtete eine Jugendliche, dass sie nach den Sommerferien mit der 11. Klasse in der Gesamtschule Gartenstadt begänne. Ziel: das Abitur in 3 Jahren machen. Leiter Evermann: "Die Gesamtschule Gartenstadt ist eine langjährige Partnerin von uns, ebenso wie 25 bis 30 weitere Schulen, die unsere Kinder und Jugendlichen besuchen." Auch arbeite die Einrichtung eng mit den Eltern zusammen, die in der Regel für ihre Kinder zuständig blieben. Neben dem Stammhaus in Wellinghofen, gibt es weitere Einrichtungen u. a. in Bünninghausen und der Nordstadt.

Bilderstrecke: Sommertour 2022 - "In Dortmund wachsen alle Kinder über sich hinaus"

"In Dortmund wachsen alle Kinder über sich hinaus": Mit dem Motto des 5. Sommertour-Tages geht es für OB Thomas Westphal zur Jugendhilfe St. Elisabeth. 8 Bilder
'In Dortmund wachsen alle Kinder über sich hinaus': Mit dem Motto des 5. Sommertour-Tages geht es für OB Thomas Westphal zur Jugendhilfe St. Elisabeth.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Umgang mit der Natur lernen auf dem Bauernhof Schulte-Tigges

Weiter ging es zum Lernbauernhof der Familie Schulte-Tigges. Die Einrichtung bietet nicht nur Natur in Hülle in Fülle, sondern vor allem Bildung für Kitas, Schulen und Familien in unterschiedlichen Formaten: Jahreskurse oder Schnupper-Erlebnistage, Thementage und Sommerferienprogramme mit Zeltcamps. "Wir sind", erklärte Elmar Schulte-Tigges, der mit seiner Frau Miriam Fekkak den Hof betreibt, "ein Mitmachbauernhof rund um die Themen Landwirtschaft, Ernährung, Natur, Umwelt und Konsum. Im Rahmen einer solidarischen Landwirtschaftsinitiative versorgen wir fast 250 Haushalte in und um Dortmund mit regionalem, saisonalem Gemüse." 2020 wurde der Hof als erster Lernort in Dortmund als zertifizierte Einrichtung Bildung für Nachhaltige Entwicklung NRW ausgezeichnet.

Nach einer kleinen Führung über den Hof hatte der Oberbürgermeister die Gelegenheit, mit den anwesenden Kindern über die hofeigenen Ponys zu fachsimpeln, ein bisschen auch über Katzen und andere Vierbeiner. Die kleinen Gäste waren vom ersten Bürger der Stadt so begeistert, dass man gemeinsam noch das Ausmisten übte. Nach den Sommerferien bieten Schulte-Tigge und Fekkak – übrigens beide ursprünglich studierte Geograph*innen – wieder Programme für Familien an. Ganz neu zum Angebot hinzugekommen ist ein wöchentlicher Eltern-Kind-Kurs für Kinder von 1 bis 3 Jahren und ein monatlicher Vater-Kind-Kurs.

Sport- und Freizeitpark Hombruch

Im Anschluss führte Westphals Sommertour nach Hombruch. Dort eröffnete er an der Kieferstraße den Sport- und Freizeitpark : "Der Park ist wirklich einzigartig. Er sieht phantastisch aus. Das ist in Deutschland mit 20.000 Quadratmetern einer der größten seiner Art. Ich weiß, viele Jugendliche in dieser Stadt haben sich das gewünscht. Es ist wichtig für eine Großstadt der Nachbarn, dass wir alle Möglichkeiten schaffen für Menschen, die hier leben – für alle Generationen, für alle Nationen." Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zeigten mit Skates, Rädern, Rollern und manchmal mit bloßer Muskelkraft, wie vielfältig der Sport- und Aktionsbereich nutzbar ist. Sie beeindruckten mit sportlichen Vorführungen die Gäste aus der Nachbarschaft, der Politik und Verwaltung.

Vom Flächenkonzept über die Planung bis hin zur Umsetzung gab es zahlreiche Aktionen und Workshops, so dass die Beteiligung von jungen Menschen gemeinsam mit Fachleuten, Planern und trendsportbegeisterten Expert*innen das Projekt prägten. Die Sportbereiche können von Anfänger*innen und Sportprofis für verschiedenste Sportarten genutzt werden.

Dortmund Guides

Zum Abschluss des Tages traf sich Westphal mit den Dortmund Guides , um mit ihnen über ihre noch recht junge Aufgabe – die Guides sind zum ersten Mal zwischen April und September 2022 eingesetzt – zu sprechen. Zum Hintergrund: Abends werden verschiedene Plätz, wie etwa der Westpark, die Möllerbrücke im Westend und rund um das Dortmunder U, Treffpunkt für feierfreudige Menschen – nicht immer zur Freude der Anwohner*innen. Dafür, dass diese Treffen zwischen Partypeople und Viertelbewohner*innen friedlich verlaufen, sollen die Dortmund Guides sorgen, denn Dortmund ist und soll eine gute Ausgehstadt für Nachtschwärmer*innen bleiben. Die Guides haben keine ordnungsrechtliche Rolle, sondern sind allein für die positive Förderung des Zusammenseins zuständig. Sie sind als mobile Moderationsteams zu verstehen, die zwischen den verschiedenen Interessen vermitteln. Auch wirken sie deeskalierend und halten Kontakt zu Ordnungskräften, falls es doch einmal zum Äußersten kommen sollte. Bisher lässt sich das Projekt gut an.

Text: Gaye Suse Kromer

Hintergrund

Oberbürgermeister Thomas Westphal nutzt im Sommer 2022 die Zeit ohne Gremiensitzungen, um mit möglichst vielen Bürger*innen in den zwölf Dortmunder Stadtbezirken ins Gespräch zu kommen. Er spricht mit Kindern und Jugendlichen, mit Unternehmer*innen, Vertreter*innen des Einzelhandels in den Vororten oder auch mit Lehrer*innen und Auszubildenden. Westphal besucht in Dortmund - der Großstadt der Nachbarn - Sport- und Kleingarten-Vereine und lässt sich innovative unternehmerische Ideen vorstellen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.