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Betriebliches Mentoring - Veranstaltungen und Projekte - Frauen & Gleichstellung - Leben in Dortmund - Stadtportal dortmund.de

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Frauen & Gleichstellung

Gruppenfoto
Bild: Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Perspektive für geflüchtete Frauen durch betriebliches Mentoring

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.
Laufzeit: 01.09.2016 – 31.08.2018

Die Ausgangslage

Rund 25 bis 35% der heute aus Syrien, Iran, Libanon oder Pakistan nach Deutschland kommenden Flüchtlinge sind Frauen. Obwohl sich viele von ihnen allein nach Deutschland durchgeschlagen haben, werden sie in der öffentlichen Diskussion überwiegend als Familienmütter oder als Opfer von Gewalt wahrgenommen.

Dass ein beträchtlicher Teil dieser Frauen über einen guten Bildungsabschluss und über teils reiche berufliche Erfahrungen in ihrem Herkunftsland verfügt, ist hierzulande dagegen kaum bekannt.
In Bezug auf berufliche Integration, Ausbildung und Studium stehen infolgedessen vor allem (junge) männliche Flüchtlinge im Zentrum der Aufmerksamkeit. Demgegenüber erhalten geflüchtete Frauen bislang kaum Gelegenheit zum Kennenlernen der deutschen Arbeitswelt, selbst wenn sie Interesse zeigen, in Deutschland berufstätig zu sein.

Das Projekt "Perspektive für geflüchtete Frauen durch betriebliches Mentoring" will das ändern.

Projektziele

Das Projekt rückt die Situation weiblicher Flüchtlinge mit guter beruflicher Qualifikation in den Blick der Öffentlichkeit und verbessert ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dazu hospitieren die Frauen für etwa sechs Monate in Dortmunder Unternehmen und Organisationen und werden dabei von betrieblichen Mentoren / Mentorinnen begleitet.

Das eröffnet Ihnen die Chance,

  • einen Einblick in die deutsche Arbeitswelt in einem Tätigkeitsfeld zu gewinnen, das ihrer beruflichen Qualifikation entspricht;
  • die berufsbezogene Fachsprache zu erlernen und die Alltagskommunikation in deutscher Sprache zu verbessern;
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Arbeitswelten im Herkunftsland und in Deutschland zu erkennen;
  • sich mit ihrer Rolle als Frau in Unternehmen und mit den Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie vertraut zu machen;
  • erste Kontakte zu berufstätigen Frauen in Deutschland zu knüpfen und
  • • ein Netzwerk zu knüpfen, um ihre eigene berufliche Entwicklung zu planen.

Durch eine öffentlichkeitswirksame Begleitung des Projekts soll deutlich werden, dass auch geflüchtete Frauen vielfach ein großes Interesse an Berufstätigkeit haben und zum Teil über mittlere bis sehr gute Qualifikationen verfügen, auf die sie aufbauen können. Dies soll nicht zuletzt stereotype Geschlechterbilder zu geflüchteten Frauen infrage stellen und zu einem differenzierteren Bild beitragen.

Wer kann am Mentoring teilnehmen?

Am Mentoring-Programm können geflüchtete Frauen mit einem höheren Bildungsabschluss und/oder Berufserfahrung teilnehmen. Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Abitur bzw. vergleichbarer Schulabschluss im Heimatland
  • Bachelorabschluss oder eine vergleichbare Ausbildung
  • Beginn oder Abschluss eines Masterstudiengangs (nicht zwingend)
  • Deutschkenntnisse im Aufbau und gute Englischkenntnisse oder gute Deutschkenntnisse
  • Absicht, sich weiterzubilden und/oder schnell eine Erwerbstätigkeit zu beginnen.

Beteiligen können sich Frauen, die nach einer abgeschlossenen Ausbildung/einem Studium bereits im Herkunftsland berufstätig waren und Arbeitserfahrung haben sowie Frauen, die ein Studium oder eine Ausbildung beendet haben oder diese abbrechen mussten und die die Arbeitswelt noch nicht kennenlernen konnten.

Kern des Mentorings ist die Begleitung der Frauen (Mentees) durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens mit viel beruflicher Erfahrung, die bereit sind, ihr Wissen weiterzugeben.

Betriebliches Mentoring

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Beteiligung von Unternehmen

Ein wichtiger Teil des Mentoring-Programms ist die Hospitation in Betrieben. Engagierte Unternehmen und Organisationen bieten den geflüchteten Frauen die Möglichkeit, begleitet von einer Vertrauensperson, die Strukturen und Regeln der deutschen Arbeitswelt kennen zu lernen und Einblick in Arbeitsprozesse und -inhalte zu bekommen.

Über das Fachliche hinaus hat die Betreuung auch einen interkulturellen Aspekt. So lernen die Mentees die Rolle der Frau in der deutschen Arbeitswelt kennen und werden mit den Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Unternehmen vertraut gemacht.

Die Hospitation ist kein Beschäftigungsverhältnis und setzt keine Arbeitserlaubnis voraus. Eine Vergütung wird nicht gezahlt.

Bei Interesse und bei Vorliegen der entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen der Mentees besteht für die Betriebe die Möglichkeit, ihnen geeignet erscheinende Frauen ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein reguläres Beschäftigungsverhältnis anzubieten.

Durch ihre Teilnahme am Praxisprojekt übernehmen die Betriebe gesellschaftliche Verantwortung in einem herausfordernden Umfeld. Sie erhalten ihrerseits Gelegenheit, ohne Übernahme weiterer Verpflichtungen Erfahrungen mit interkultureller Vielfalt zu sammeln und das Potenzial der qualifizierten Neu-Zuwanderinnen kennenzulernen.

Folgende Unternehmen beteiligen sich an der Pilotphase:

  • AWO
  • Continentale Versicherungsverbund
  • Dicke & Partner
  • Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
  • Fachhochschule Dortmund
  • Schamp & Schmalöer, Architekten PartGmbB
  • Kreitschmann, Architektur und Bauleitung
  • SMF GmbH & Co. KG
  • WILO SE

Rahmenprogramm

Zusätzlich zur Unterstützung durch die Mentorinnen und Mentoren bietet das Projekt den Mentees ein Veranstaltungsprogramm zu für sie relevanten Themen und organisiert darüber hinaus Business-Lunches und Betriebsführungen.

Die Teilnahme an allen Angeboten ist freiwillig. Da viele Frauen gleichzeitig noch Sprach- und Integrationskurse besuchen, werden die Projektangebote zeitlich entsprechend angepasst.

Die Projektgruppe

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Die Projektgruppe

  • Dortmunder Forum Frau und Wirtschaft e.V.
  • GRONE Bildungszentren NRW gGmbH (Projektleitung)
  • Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet
  • Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund.

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