Blutdruck messen

Gesundheitsamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Elke Brinkmann-Pytlik

Amtsärztliche Gutachten

Der amtsärztliche Dienst führt Begutachtungen von Einzelpersonen durch.

Eine amtsärztliche Begutachtung im Gesundheitsamt kann aus unterschiedlichen Anlässen erfolgen. Auftraggeber sind beispielsweise Behörden, Gerichte, öffentlich rechtliche Institutionen und vergleichbare Einrichtungen. Der amtsärztliche Dienst wird somit im Auftrag tätig und nimmt die Begutachtung nach gesetzlichen Vorschriften vor.

Wer wird begutachtet ?

Der amtsärztliche Dienst ist zuständig für Personen, die im Auftrag durch gesetzliche Vorschriften untersucht werden und ihren gemeldeten Wohnsitz in Dortmund haben.

Was wird begutachtet?

Amtsärztliche Gutachten werden zu den verschiedensten Fragestellungen erstellt.

Geprüft werden zum Beispiel

  • die gesundheitliche Eignung für eine Einstellung,
  • die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Zurruhesetzung,
  • die Dienst-, Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit,
  • eventuelle Dienstunfallfolgen,
  • die Prüfungsfähigkeit (wenn in einer Prüfungsordnung das amtsärztliche Zeugnis im Krankheitsfall rechtlich vorgeschrieben ist) und
  • die Notwendigkeit einer Heil- oder Sanatoriumkur und
  • die Voraussetzungen für eine Rentenabfindung.

Im Bereich der sozialmedizinischen Begutachtung werden gesundheitliche Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen im allgemeinen und in besonderen Lebenslagen im Auftrage des örtlichen Sozialhilfeträgers aber auch des überörtlichen Sozialhilfeträgers festgestellt.

Die Begutachtungen, die der Amtsärztliche Dienst durchführt, können nur von Behörden bzw. von vergleichbaren Einrichtungen in Auftrag gegeben werden.

Eine Ausnahme sind Bescheinigungen z.B. über Kurmaßnahmen, die als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend gemacht werden sollen.

Die betroffenen Personen können sich direkt an den Amtsärztlichen Dienst wenden.

Eine weitere Ausnahme sind die Zeugnisse zur Prüfungsunfähigkeit.

Diesbezüglich kann man sich mit den Prüfungsunterlagen direkt an das Gesundheitsamt wenden.

Wichtig ist, dass man sich im Falle der krankheitsbedingten Prüfungsunfähigkeit unmittelbar noch am Prüfungstag zu seinem Hausarzt in Behandlung begibt und von dort ein hausärztliches Attest zur amtsärztlichen Untersuchung mitbringt.

Wie wird begutachtet?

Für die ärztliche Begutachtung steht ein Team aus Ärztinnen und medizinischen Assistentinnen zur Verfügung. Die Ärztinnen sind im Hinblick auf ihre Gutachtertätigkeit speziell qualifiziert.

Das Team versteht sich dabei als Dienstleistungsanbieter und ist teilweise auf der Grundlage von Servicevereinbarungen über Leistungs- und Qualitätsziele tätig. Zur Qualitätssicherung besteht ein Handbuch mit Begutachtungsstandards sowie ein regelmäßiger überregionaler Erfahrungsaustausch mit anderen amtsärztlichen Begutachtungsstellen.

Im Rahmen der amtsärztlichen Untersuchung werden die gesundheitliche Vorgeschichte und die bestehenden Beschwerden erfragt. Durch die ärztliche Untersuchung wird ein aktueller körperlicher und psychischer Befund erhoben.

Fremdbefunde über bereits durchgeführte Untersuchungen oder Behandlungen durch Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte oder andere Therapeuten werden ausgewertet. Zusätzliche Untersuchungen durch weitere Fachärzte können im Einzelfall veranlasst werden.

Abhängig von den gesetzlichen Vorschriften bzw. der Fragestellung erhält der Auftraggeber der Begutachtung ein sogenanntes Gesundheitszeugnis, eine Stellungnahme oder ein ausführliches Gutachten.

Was ist die Grundlage für die Begutachtung?

Die gesetzlichen Grundlagen für die Begutachtung sind zum Beispiel die Beihilfeverordnung, das Bundes- und Landesbeamtengesetz, das Sozialgesetzbuch II und XII, der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst und andere.

Damit der amtsärztliche Dienst tätig werden kann, wird ein schriftlicher Untersuchungsauftrag benötigt. Auftraggeber können beispielsweise Behörden, Gerichte, öffentlich rechtliche Institutionen und vergleichbare Einrichtungen sein.

Was sollte zur Begutachtung mitgebracht werden?

  • Personalausweis
  • Auftragsschreiben der Behörde (falls es dem Gesundheitsamt noch nichtvorliegt)
  • verfügbare ärztliche Unterlagen: Behandlungsberichte, Laborbefunde, EKGs, Rechnungen, Bescheide von Versorgungsamt oder Versicherungen usw.

Kontakt

Sozialmedizinischer Dienst, Begutachtungen für Erwachsene

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