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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Coronavirus

Verwaltungsvorstand informiert über aktuelle Coronasituation in Dortmund

Nachricht vom 25.08.2020

In seiner Pressekonferenz am Dienstag, 25. August, nahm der Verwaltungsvorstand Stellung zur aktuellen Corona-Situation und besprach weitere Themen, wie etwa Kulturveranstaltungen und den Zustand der Innenstadt.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau leitete die Pressekonferenz ein mit dem Corona-Stand: "Das Thema wird derzeit wieder heiß diskutiert wegen der Reiserückkehrer, aber auch durch die Öffnung von Schulen und Kitas."

Entwicklungen der Coronapandemie

Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken führte das Thema genauer aus: "Wir haben im Moment ein lebhaftes Infektionsgeschehen in der Stadt. Allerdings sind wir dankbar, dass die Infektionen nicht ansteigen." Es gäbe zwar relativ viele Menschen, die stationär behandelt werden müssten, die wiederum allerdings nicht schwer erkrankt seien, also z. B. beatmet werden müssten. Der Rückschluss ist, dass im Moment von der Corona-Infektion eher jüngere Menschen betroffen sind, z. B. Reiserückkehrer*innen oder Schüler*innen: "Wir wissen, dass, je jünger die Menschen sind, umso geringer im Durchschnitt der Schweregrad der Erkrankung ist. Was die Überlastung des Gesundheitssystems angeht, müssen wir uns derzeit keine Gedanken machen." Nicht so schön sei, merkte Dr. Renken an, dass sich zahlreiche Reiserückkehrer*innen aus den Risikogebieten nicht an den Flughäfen testen lassen. So können Infektionen nicht erkannt und damit Infektionsketten unterbrochen werden.

Schulen und Kitas unter Corona

Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger berichtete zur Situation der Schulen und Kitas: "Die Lage ist auf einem relativ niedrigen Niveau weiterhin konstant. Wir haben etwa 15 Schulen, die betroffen sind von einer Quarantäne. Dahinter verbergen sich 16 Infektionsfälle." Das heißt, derzeit sind etwa zehn Prozent der Dortmunder Schulen betroffen. "Bei den Kindertageseinrichtungen sind es zwölf von etwa 330 Einrichtungen" – was eine Quote von dreieinhalb Prozent ausmacht. Hier sind 71 Kinder in Quarantäne und zwölf Mitarbeiter*innen. fünf Kinder und zwei Mitarbeiterinnen sind positiv getestet.

Kultur

"Theater und Konzerthaus gehen in sehr dosierter Form in die Saison rein", erklärte Kulturdezernent Jörg Stüdemann. D.h. im großen Opernhaus finden unter coronafreien Bedingungen 1.200 Besucher*innen Platz, derzeit können lediglich 300 Gäste begrüßt werden. "Trotzdem bin ich froh, dass das Theater wieder an den Start kommt." Die Produktionen der Dortmunder Kulturhäuser haben sich auf die erschwerten, aber nötigen Reglementierungen eingestellt: "Im Konzerthaus wird es einen Versuch geben mit einer Chor/Orchester-Veranstaltung zu Beginn der Saison." Die Akteure würden sich täglich einem Test unterziehen, um kein Infektionsgeschehen – auch unter der Probe – zu provozieren. Die Museumsnacht wird in diesem Jahr mit Anmeldung und geringer Mobilität durchgeführt. Es gehe um die Wahrnehmbarkeit der Häuser und des kulturellen Geschehens in der Stadt, unterstrich der Kulturdezernent.

Neue Stärke für die City

Ein weiteres Thema im Verwaltungsvorstand war die Situation in der City, wie sie sich während der Corona-Pandemie entwickelt hat. Dazu rief der Oberbürgermeister Stichworte wie Sauberkeit, die Entwicklung bei Galeria Karstadt Kaufhof oder die ausgefallenen Veranstaltungen als Beispiele auf. "Wir sind sowohl im Gespräch mit den Geschäftsleuten, mit dem Handelsverband, mit dem Cityring, aber auch mit Immobilieneigentümern." Der OB machte klar, dass man nicht nur neue Stärke für die Wirtschaft, sondern auch neue Stärke für die City herstellen wolle. "Das wird einen längeren Atem brauchen", so Sierau.

Stadtrat Jörg Stüdemann teilte mit, dass das Ziel unter anderem sei, schnell deutliche Verbesserungen an der Attraktivität der Innenstadt herbeizuführen. So sei geplant, mit der EDG zusätzliche Kräfte für eine höhere Reinlichkeit bereitzustellen. Ab nächster Woche solle ein "Sofortpaket" zu besseren Sauberkeit starten.

Baudezernent Arnulf Rybicki ergänzte: "Die Baustellensituation in und um die City herum ist stadtbildprägend. Deshalb werden wir uns überlegen, wie wir Baustellen besser aufräumen bzw. im Stadtgebiet 'verstecken' können."

Planungsdezernent Ludger Wilde teilte mit: "Diese Sofortmaßnahmen werden einfließen in die Tagesordnung eines Arbeitskreises." Diesen Arbeitskreis, der sich mit den Themen Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit beschäftigt in der City, habe es bereits in Zusammenhang mit dem Evangelischen Kirchentag gegeben. Aufgrund der guten Erfahrung von damals soll dieser Arbeitskreis wiederbelebt werden, um das Erscheinungsbild der Innenstadt zu verbessern – sowohl für die Bewohner*innen als auch für Gäste. Geplant ist ein Workshop mit den Cityakteuren im 4. Quartal des Jahres, um mögliche Maßnahmen und Aktionen zu besprechen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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