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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Fachkräftegewinnung

Stadt Dortmund macht Stellen für Fachärzt*innen attraktiver

Nachricht vom 17.11.2020

Die Corona-Krise hat in den vergangenen Wochen und Monaten gezeigt, dass eine Verstärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes dringend geboten ist. Deshalb möchte die Stadt Dortmund mit Hilfe der nun verlängerten Arbeitgeberrichtlinie medizinische Fachkräfte weiter gewinnen und binden.

Die entsprechende Vorlage hat die Verwaltungsspitze am Dienstag, 17. November, behandelt und an den Ausschuss für Personal und Organisation weitergeleitet.

Als Reaktion auf den schon länger bestehenden Fachkräftemangel sowie zur Steigerung der Attraktivität der Stellen ermöglicht eine Arbeitgeberrichtlinie der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bereits die Zahlung einer monatlichen Zulage. Als öffentliche Arbeitgeberin gewährt die Stadt Dortmund demnach seit 2019 Fachärzt*innen eine außertarifliche Zulage in Höhe von 500 Euro. Die VKA-Richtlinie war allerdings bis Ende dieses Jahres befristet, wurde nach Zustimmung durch den Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) aber nun bis Ende 2022 verlängert.

Soll heißen: Für die im öffentlichen Gesundheitsdienst tätigen Fachärzt*innen bedeutet dies, dass auch weiterhin eine Fachkräftezulage in Höhe von 500 Euro (in Teilzeit tätigen Fachärzt*innen anteilig) gezahlt wird. Für Fachärzt*innen, die ein Interesse an einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst haben, erklärt Personaldezernent Christian Uhr. "Der Anspruch für neu einzustellende Fachärzte*innen bleibt ebenfalls bestehen."

Gute berufliche Zukunft

Für die Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) mit den dazugehörigen Entgelttabellen. Im Rahmen der Tarifeinigung vom 25. Oktober 2020 haben sich die Tarifvertragsparteien darauf verständigt, weitere finanzielle Besserstellungen der Ärzt*innen im öffentlichen Gesundheitsdienst durchzusetzen. Dies bedeutet für die der Entgeltgruppe 15 TVöD-V zugeordneten Fachärzt*innen, dass sie ab dem 1. März 2021 eine monatliche Zulage in Höhe von 300 Euro erhalten. "Zusammen mit der Fachkräftezulage bekommt diese Personengruppe monatlich 800 Euro brutto mehr", erläutert Christian Uhr: "Ich denke, dass damit die Stellen so deutlich attraktiver geworden sind, und sich mehr Fachärzt*innen bei der Stadt Dortmund bewerben werden, um hier eine gute berufliche Zukunft zu finden."

Nach dem vom Bund initiierten Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst sollen bis 2025 rd. 4 Mrd. Euro bundesweit in die Strukturen des Gesundheitswesens investiert werden. Davon sollen rund 3,5 Mrd. Euro in zusätzliches Personal (inkl. finanzieller Attraktivierung) und rund 500 Mio. Euro in die Digitalisierung und IT-Ausstattung gegeben werden. Und: Um den öffentlichen Gesundheitsdienst für Studierende attraktiver zu machen, sollen Themen des Öffentlichen Gesundheitswesens und der Bevölkerungsmedizin stärker in den medizinischen Ausbildungszielen und -inhalten verankert werden. "Das sind wichtige Bausteine für die Zukunft, die uns als kommunalem Arbeitgeber langfristig helfen können, Fachkräfte zu gewinnen", so Christian Uhr.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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