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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Sucht hat immer eine Geschichte: Aktionstage zur Suchtprävention sind eröffnet

Nachricht vom 24.10.2022

"Sucht hat immer eine Geschichte": Unter diesem Motto sind am Montag, 24. Oktober, die Aktionstage Sucht gestartet. Noch bis zum 31. Oktober bietet der Arbeitskreis Suchtprävention in Zusammenarbeit mit 37 Partner*innen mehr als 45 Veranstaltungen mit Information, Spaß und Bewegung in ganz Dortmund. Themen sind u.a. der gesunde Umgang mit digitalen Medien und Selbsthilfeangebote.

Oberbürgermeister Thomas Westphal (li), Bettina Prothmann (Jugendamt) und Armin Koeppen (ginko Stiftung für Prävention) eröffneten die Aktionstage Sucht im Fritz-Henßler-Haus (FHH).

Oberbürgermeister Thomas Westphal (li), Bettina Prothmann (Jugendamt) und Armin Koeppen (ginko Stiftung für Prävention) eröffneten die Aktionstage Sucht im Fritz-Henßler-Haus (FHH).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Katrin Pinetzki

Oberbürgermeister Thomas Westphal eröffnete die Aktionstage im Fritz-Henßler-Haus mit einem Grußwort. Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung stand der gestiegene Medienkonsum der Kinder und Jugendlichen als eine Folge der Pandemie. "Süchte sind nicht nur stoffgefunden – sie begegnen uns auch in vielen anderen Bereichen, z.B. in den sozialen Medien", so Oberbürgermeister Westphal. "Auch die Einsamkeit in einer Großstadt kann Suchtauslöser sein. Eine Großstadt der Nachbarn, in der man nicht auf sich alleine zurückgeworfen ist, ist daher auch Suchtprävention."

Auf dem Programm stehen in den nächsten Tagen Workshops, Diskussionen, Vorträgen, Ausstellungen, Kino- und Theateraufführungen oder Tage der offenen Tür. Die Kampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" richtet sich Fachleute und Familien, besonders auch an Kinder und Jugendliche.

Im Gartensaal des FHH läuft seit heute die interaktive Ausstellung ZERO des FASD-Netzwerkes zu den Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft.

Im Gartensaal des FHH läuft seit heute die interaktive Ausstellung ZERO des FASD-Netzwerkes zu den Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Katrin Pinetzki

Interaktive Ausstellung zu Alkohol in der Schwangerschaft

Im Gartensaal des Fritz-Henßler-Hauses ist seit Montag, 24. Oktober, auch die interaktive Ausstellung ZERO zu den Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft zu erleben. Nach wie vor ist mütterlicher Alkoholkonsum während der Schwangerschaft eine häufige Ursache für angeborene Fehlbildungen, geistige Behinderungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Entwicklungsstörungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zusammengefasst. In der Ausstellung des FASD-Netzwerkes können die Besucher*innen noch bis zum 28. Oktober durch Sehen, Hören und Fühlen 40 Wochen Schwangerschaft aus der Perspektive des Kindes erleben.

Schulklassen und Gruppen können sich dafür anmelden bei Joachim Möde (zwischen 9:00 und 11:00 Uhr unter 0157 85 05 40 30 oder per Mail: beratung@lebenshilfe-dortmund.de). Zwischen 11:00 Uhr und 17:00 Uhr ist die Ausstellung ohne Voranmeldung für Interessierte geöffnet.

"Der Rausch" in der Schauburg

Am Freitag, 28. Oktober, 17:30 Uhr, lädt der Arbeitskreis Suchtprävention zur kostenlosen Filmvorführung ins Kino Schauburg (Brückstr. 66) ein. Die mit einem Oskar ausgezeichnete Sozialsatire "Der Rausch" handelt von vier befreundeten Lehrern, die aus Frustration gemeinsam ein "Trinkexperiment" starten, um wieder motiviert vor ihre Schüler*innen treten zu können. Im Anschluss an den Film haben die Zuschauer*innen die Möglichkeit zur Diskussion mit der Fachstelle Sucht der Diakonie und lernen das ambulante Angebot "FrIntA - Früh-Intervention Alkohol" der LWL-Klinik Dortmund kennen. Dies richtet sich an alle, die merken, dass sie ungewollt immer mehr Alkohol trinken. Anmeldung zum Film unter suchtpraevention@dortmund.de.

Zum Thema

Die Aktionstage zur Suchtprävention sind ein Angebot des Arbeitskreises Suchtprävention im Rahmen der Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte", koordiniert von der Landesfachstelle Suchtprävention NRW (ginko Stiftung für Prävention) und durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) gefördert.

Das komplette Programm finden Sie online.

suchtgeschichte.nrw.de/download/Aktionstage/2022_Dortmund_Programm_Barrierefrei.pdf

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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