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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Gesundheitsamtsleiter sieht keine schwere Herbstwelle auf Dortmund zukommen

Nachricht vom 25.10.2022

Die Corona-Lage in Dortmund entspannt sich im Vergleich zur letzten Woche wieder etwas. Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken sieht keine schwere Herbstwelle auf Dortmund zukommen. Allerdings sind weiterhin die älteren Bürger*innen stark von einer Corona-Erkrankung betroffen.

"Wir sehen im Moment wieder einen Rückgang der Infektionszahlen", leitet Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner zu Beginn der Pressekonferenz nach der Sitzung der Verwaltungsspitze am Dienstag, 25. Oktober, ein und berichtet über die aktuellen Corona-Zahlen.

So waren es vor einer Woche es 1.021 Neuinfizierte, heute sind es 688. Die Inzidenz vor einer Woche lag hier in Dortmund bei 681 (RKI), jetzt liegt sie bei 738. "Das erklärt sich vor allen Dingen dadurch, dass wir in den zurückliegenden Tagen durchaus relativ hohe Neuinfektionszahlen hatten", erläutert Zoerner. Die Bundesinzidenz lag vor einer Woche bei 678, jetzt bei 570 und für NRW war sie bei 621, heute bei 612.

Bei einem Blick auf die Krankenhäuser gebe es eine ähnliche Situation wie vor einer Woche, so die Gesundheitsdezernentin. So lagen vor einer Woche 211 Patient*innen mit oder wegen Corona in den Krankenhäusern, 13 davon lagen auf der Intensivstation und vier davon wurden beatmet. Heute sind es 204 Patient*innen in den Krankenhäusern, elf liegen auf der Intensivstation und zwei davon werden beatmet. "Trotz der gestiegenen Infektionszahlen im zurückliegenden Zeitraum sehen wir keine Zunahme bei den schweren Erkrankungen", fasst Zoerner die gute Botschaft zusammen.

"Bei den Impfzahlen haben wir uns gefreut, dass wir letzte Woche bei über 600 Impfungen gelegen haben in den städtischen Angeboten. Das ist leider wieder zurückgegangen auf 474 zuzüglich drei Kinder", sagt Zoerner. Bei den Impfungen handle es sich fast nur um Booster-Impfungen.

Keine schwere Herbstwelle erwartet

Der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Frank Renken geht davon aus, dass eine von manchen prognostizierte schwere Herbstwelle eher nicht stattfinden wird, obwohl sich das Infektionsgeschehen momentan noch auf einem relativ hohen Niveau darstellt. "Das folgt der Theorie, dass wenn wir keinen Variantenwechsel bekommen, wir mit der jetzigen Variante (BA.5) relativ gut wegkommen", erklärt Renken. Das läge daran, dass schon unglaublich viele Menschen mit dieser Variante infiziert worden sind und von daher auch aktuell die Empfänglichkeit etwas geringer wird. Auch Menschen, die vielleicht ein zweites Mal infiziert werden, werden eine geringere Krankheitsschwere haben, so der Gesundheitsamtsleiter.

Ebenfalls zeigen die Krankenhauszahlen diese Tendenz. "Es scheint als, wenn die Herbstwelle ein wenig zurückgeht, es gibt zumindest kein exponentielles Wachstum, wie wir es aus anderen Wellen schon gekannt haben", sagt Renken.

Gerade in den hohen Altersgruppen bei den Ü80-Jährigen sei die Inzidenz auf über 600 angestiegen. "Das darf man nicht 1:1 mit anderen Altersgruppen vergleichen, da es viele Ausbrüche in Alten- und Pflegeheime gibt", erklärt Renken. Denn: "Alle Menschen werden dort bei Ausbrüchen untersucht. Es werden alle gescreent und in der Regel werden auch bei allen PCR-Abstriche genommen, um herauszufinden, wer noch betroffen ist. Das führt dazu, dass wir in der Altersgruppe wesentlich mehr Infektionen entdecken als bei allen anderen Altersgruppen", stellt der Gesundheitsamtsleiter klar.

Text: Nadja Lucas

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Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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