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Gruppenarbeit

Gesundheitsamt

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Pilar Wulff

Fachkräfte aus den Bereichen Frühe Hilfen und Kinderschutz trafen sich im Rathaus

Zur neunten Fortbildung für Hebammen trafen sich am Mittwoch, 18. März 2015, insgesamt 51 Fachkräfte im Saal Westfalia des Rathauses. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kooperationsprojektes "Werdende Eltern - informiert von Anfang an" statt.

Hebammen, Familienhebammen, Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, Fachkräfte der ambulanten Hilfen der freien Träger, Fachkräfte des Jugendamtes und der Jugendhilfedienste, Fachkräfte des Gesundheitswesens hatten Gelegenheit sich einen Nachmittag lang über ihre Erfahrungen der Zusammenarbeit untereinander auszutauschen und darüber zu diskutieren.

Leitfaden soll Kooperation verbessern helfen

Das Projektteam, dem Özlem Dag (Familien-Projekt), Sabine Janowski (Gesundheitsamt), Pilar Wulff (Jugendamt/Koordinatorin der Frühen Hilfen) und Uta Nagel (Gesundheitsamt/Geschäftsführerin) angehören, hat in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsgruppe "Leitfaden zur Kooperation zwischen Hebammen, Familienhebammen bzw. Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und den ambulanten Hilfen im Auftrag der Jugendhilfe" die Konzeption der Fachtagung erarbeitet.

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Die Arbeitsbereiche stellen sich vor 11 Bilder
Die Arbeitsbereiche stellen sich vor
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Pilar Wulff

Die Arbeitsgruppe hat den Leitfaden, dessen Inhalte zentrales Thema der Fortbildungsveranstaltung waren, im Rahmen der Frühen Hilfen entwickelt. Er soll die verschiedenen Akteure dabei unterstützen, sich gegenseitig über die jeweiligen Kompetenzen zu informieren sowie die Notwendigkeit klarer Absprachen verdeutlichen. Der Leitfaden dient dazu, die Kooperation zwischen Hebammen, Familienhebammen bzw. Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Akteuren der ambulanten Hilfen im Auftrag der Jugendhilfe zu optimieren.

Rollenprofile schärfen

Pilar Wulff berichtete über die Entstehung des Leitfadens: „Die Erarbeitung dieser Handlungsempfehlung ist nötig gewesen, weil es in der Vergangenheit immer wieder Missverständnisse gab, was das Rollenprofil der Familienhebammen betrifft und deren Zusammenarbeit mit den Fachkräften der ambulanten Hilfen.“

Dipl.Soz.Arb. Wolfgang Tenhaken von der Fachhochschule Münster erörterte in einem Impulsreferat zum Thema „Kooperation zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe“ die Anforderungen an Kooperation in den Frühen Hilfen.

Dialogrunden zu interdisziplinärer Zusammenarbeit

Im Anschluss daran stellten Tim Prelovsek (Jugendhilfedienst), Sabine Janowski (Familienhebamme) und Gabi Schetterer (Sozialpädagogische Familienhelferin (SPFH)) ihre Arbeitsbereiche vor. Alle drei waren an der Erarbeitung des Leitfadens eng beteiligt und gaben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fachtagung Einblick in ihre praktische Arbeit.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Fachkräfte die Möglichkeit, sich in Dialogrunden auszutauschen. Im Focus standen dabei Fragen nach den Erfahrungen, die die Anwesenden in ihren unterschiedlichen Berufen selbst mit interdisziplinärer Zusammenarbeit gemacht und welche Ideen sie für die zukünftige Zusammenarbeit haben.

Die Kernaussagen wurden auf Karten festgehalten und die Ergebnisse zum Abschluss im Plenum vorgestellt:

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit interdisziplinärer Zusammenarbeit (bezogen auf die anwesenden Professionen) gemacht?

  • die Qualität der Zusammenarbeit ist personenabhängig
  • zusammengefasst besteht bei allen Fachkräften eine große Bereitschaft für eine wertschätzende Kooperation auf Augenhöhe

Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit

Welche Ideen haben Sie für die zukünftige Zusammenarbeit?

  • Termine zwischen den helfenden Fachkräften absprechen
  • mündlicher/schriftlicher Austausch der wichtigsten Dinge
  • bei Hilfeplangesprächen alle involvierten Helfer mit einbeziehen
  • transparente Aufträge für alle Beteiligten/klare Absprachen
  • Honorierung der Leistung der Hebamme bei Helferkonferenzen und Hilfeplangesprächen
  • Telefonliste mit Ansprechpartnern bei den Jugendhilfediensten
  • bei Fragen zur Kindeswohlgefährdung (§ 8a) lieber einmal mehr die anonyme Beratungsmöglichkeit des Jugendamtes nutzen
  • einmal jährlich Fortbildung für JHD-Mitarbeiter, Hebammen, FamHeb und SPFH

Ansprechpartner

Stadt Dortmund - Gesundheitsamt - Koordinationsstelle im Gesundheitsbereich Frau NagelAnsprechpartnerin

Stadt Dortmund - Jugendamt Pilar WulffKoordinatorin

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