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Informationen zum Coronavirus

Informationen über das Coronavirus (COVID-19) für mögliche Betroffene

Stand: 26.05.2020, 11:30 Uhr

Der wirksamste Schutz vor einer persönlichen Ansteckung sowie einer Ansteckung anderer Menschen mit dem Coronavirus ist laut dem Robert-Koch-Institut eine gute Händehygiene, eine korrekte Husten- und Niesetikette und zu möglicherweise erkrankten Menschen einen Mindestabstand von ein bis zwei Metern einzuhalten. Weitere Informationen unter infektionsschutz.de

An wen kann ich mich bei Fragen zum Coronavirus wenden?

Die Stadt Dortmund hat eine zentrale Hotline freigeschaltet, um dem allgemeinen Informationsinteresse gerecht zu werden: 0231 50-13150

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat unter der Telefonnummer 0211 9119 1001 eine Hotline für Bürger*innen in Nordrhein-Westfalen eingerichtet.

Darüber hinaus können Sie sich an den bundesweiten ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden.


Bitte bei Fragen rund um das Coronavirus oder die Testungen auf keinen Fall die 112 wählen, da die Notrufnummer sonst für die Erreichbarkeit in dringenden Notfällen blockiert ist.

In welchen Fällen kann ich mich auf das Coronovirus testen lassen?

Abstriche werden sowohl bei erkrankten Personen durchgeführt, bei denen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermuten ist (Kontaktpersonen und Rückkehrer aus Risikogebieten) als auch bei allen, die eine für Covid19 typische Symptomatik aufweisen.

Die Untersuchungsmaterialien sind nur beschränkt verfügbar, weshalb die Diagnostik von Gesunden in Dortmund grundsätzlich nicht durchgeführt wird. Ausnahmen regelt das Gesundheitsamt nur für Bereiche, die zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung erforderlich sind.

Personen, die Negativbescheinigungen für den Antritt einer Reha/Kur oder einer Pflegeheimaufnahme etc. benötigen, müssen sich an ihren Hausarzt werden. Die Hausärzte können auch Auskunft darüber geben, ob die Person den Test selbst bezahlen muss.

Wo und wann kann ich mich auf das Coronavirus testen lassen?

Als zentrale Diagnostikstelle, an der bei einer entsprechenden Symptomatik ausschließlich Abstriche und Testungen auf das Vorliegen einer Corona-Infektion durchgeführt werden, steht seit dem 26. März die Diagnostikstelle Klinikum Nord zur Verfügung.
Diese Diagnostikstelle wird durch ein Behandlungszentrum ergänzt. Vor Ort sind Hausärzt*innen und Personal, die die Menschen untersuchen und beraten.

Daher gibt es seit dem 27. März am Klinikum Nord zwei Wartereihen. Eine Reihe ist denen vorbehalten, die ausschließlich zum Abstrich kommen (zentrale Diagnostikstelle). Die andere ist für die Patient*innen gedacht, die außer einer Testung auch einen Arztkontakt wünschen (Behandlungszentrum).

Das Behandlungszentrum dient dazu, die Arztpraxen mit ihrer Versorgung der nicht-infektiösen Patienten zu entlasten, die Schwere der Erkrankung ärztlich einzuschätzen und zu entscheiden, ob die Patienten weiter ambulant betreut werden können oder in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Ebenso erhalten die Patienten in dem Zentrum die notwendigen Rezepte für ihre Medikamente und Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit.

Anfahrt und Öffnungszeiten

Wer die Diagnostikstelle bzw. das Behandlungszentrum Klinikum Nord aufsuchen muss, fährt über die Beethovenstraße. Dort gibt es ausreichend Parkplätze. Patienten werden dort wochentags von 8:30 bis 13:30 Uhr und am Wochenende von 10 bis 14 Uhr versorgt.

Barrierefreiheit:
Die Diagnostikstelle bzw. das Behandlungszentrum Klinikum Nord besteht aus Containern. Der Zugang ist nur bedingt barrierefrei – der Eingang zu den Behandlungs-Containern führt über eine Stufe. Die vorgelagerte Anmeldung ist barrierefrei zugänglich. Die Bewegungsfläche in den Behandlungs-Containern ist ausreichend.

Ich wohne nicht in Dortmund. Kann ich trotzdem einen Abstrich durchführen lassen?

Nein. Wenden Sie sich bitte an das für Sie örtlich zuständige Gesundheitsamt.

Kann ich ohne Termin einen Abstrich durchführen lassen?

Ja. Sowohl für einen Abstrich an der zentralen Diagnostikstelle Klinikum Nord als auch für eine Untersuchung im Behandlungszentrum Klinikum Nord sind keine vorherigen telefonischen Anmeldungen nötig.

Seit dem 27. März gibt es am Klinikum Nord zwei Wartereihen. Eine Reihe ist denen vorbehalten, die ausschließlich zum Abstrich kommen (zentrale Diagnostikstelle). Die andere ist für die Patient*innen gedacht, die außer einer Testung auch einen Arztkontakt wünschen (Behandlungszentrum).
Trotz dieser organisatorischen Umstellung, werden sich Wartezeiten voraussichtlich nicht vermeiden lassen. Je nach Wetterlage sollte daher auf entsprechende Bekleidung geachtet werden.

Welche Unterlagen muss ich für die Untersuchung/Abstrich mitbringen und kommen Kosten für die Abstriche auf mich zu?

Für die Untersuchung müssen Sie Ihre Krankenkassenkarte und den Personalausweis mitbringen. Kosten kommen nicht auf Sie zu, ggf. erfolgt die Abrechnung über die jeweilige Krankenkasse.

Wenn der Abstrich durchgeführt wurde, wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt und von wem wird dieses mitgeteilt?

Bei positivem Ergebnis erfolgt innerhalb von derzeit 2 Tagen eine telefonische Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt erfolgen. (Stand 25.05.2020). Anrufe zu positiven Ergebnisses erfolgen auch am Wochenende bzw. Feiertag.

Bei negativem Ergebnis werden die getesteten Personen schriftlich durch die beauftragten Testlabore benachrichtigt. Die Dauer des Postwegs ist zu berücksichtigen.

Es werden keine Auskünfte über Ergebnisse der Abstrichuntersuchung auf Anfragen per Telefon oder E-Mail erteilt.

Wie lange dauert es, bis die Erkrankung ausbricht?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Was ist zu tun, wenn ein Mensch mit einer als Coronavirus-Patient identifizierten Person in Kontakt gekommen ist?

Mit zunehmender Ausbreitung des Virus kann es dazu kommen, dass jemand aus dem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz, mit dem Coronavirus infiziert wurde. In diesem Fall sollten Betroffene das Gesundheitsamt anrufen, da die Verfolgung von Kontaktpersonen für die Bekämpfung der Ausbreitung des Virus von großer Bedeutung ist. Das Gesundheitsamt wird den Betroffenen, wenn er keine weiteren Krankheitszeichen aufweist, zunächst unter eine 14-tägige häusliche Isolierung stellen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Ich hatte Kontakt zu einer Person aus einem Risikogebiet, habe aber selbst keine Symptome. Wo kann ich mich testen lassen?

Eine Testung asymptomatischer Personen wird nicht durchgeführt, sondern ist auf Personen beschränkt, die Symptome zeigen. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dafür erforderliches Untersuchungsmaterial, das nicht unbeschränkt zur Verfügung steht, nicht bei gesunden Menschen zu verschwenden.

Wie ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen eine*r Corona-Patient*in?

Das Gesundheitsamt nimmt telefonisch Kontakt zu der positiv getesteten Person auf und erfragt alle notwendigen Informationen. Dazu zählen neben der Ermittlung der Kontaktpersonen der betroffenen Person auch die Rekonstruktion der vergangenen Aktivitäten sowie die Abklärung, ob weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich sind. Sobald die erforderlichen Daten der jeweiligen Kontaktpersonen vorliegen, wird auch zu diesen telefonisch Kontakt aufgenommen.

Wie sieht die häusliche "Quarantäne" aus?

Informationen zur häuslichen Isolierung finden Sie hier.
Von der angeordneten, häuslichen Isolierung abzugrenzen ist die vorübergehende Isolierung, bis das Testergebnis einer getesteten Person vorliegt.

Ich bin Reiserückkehrer aus dem Ausland oder aus einem inländischen Gebiet, das als besonders betroffenes Gebiet ausgewiesen ist. Was muss ich beachten?

Für Reiserückkehrer aus aus dem Ausland oder aus besonders betroffenen Gebieten Deutschlands gelten für den Zeitraum von 14 Tagen nach Aufenthalt Betretungsverbote für folgende Bereiche:

  • Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken

  • stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe, besondere Wohnformen im Sinne des SGVB IX sowie ähnliche Einrichtungen

Ausgenommen von dieser Regelung für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sind Personen, die für die medizinische oder pflegerische Versorgung oder die Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend erforderlich sind. Die Entscheidung obliegt der jeweiligen Einrichtungsleitung und ist entsprechend zu dokumentieren. Die jeweils aktuell geltenden RKI-Richtlinien sind zu beachten. Die Einrichtungsleitung kann zudem Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung zulassen, wenn es ethisch-sozial geboten ist (z.B. auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).

Darüber hinaus gibt es Regelungen des Landes NRW zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Bezug auf Ein- und Rückreisende, die in einer Verordnung geregelt sind und die weitere Beschränkungen für Reiserückkehrer umfassen.

Wann gilt man als "genesen"?

Als "genesen" gilt für das Gesundheitsamt, wer nicht mehr ansteckend ist. Nach dem Stand des Wissens ist davon auszugehen, dass 14 Tage nach Beginn der Symptomatik keine Ansteckungsfähigkeit mehr gegeben ist. Daher endet auch - bei komplikationslosen Verläufen - die Quarantäne nach 14 Tagen. Wenn eine stationäre Behandlung erforderlich wurde, endet die Quarantäne 14 Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus. So verfahren alle Kommunen und auch das Robert-Koch-Institut.

Von wann zählen Sie die 14 Tage? Vom Auftreten der ersten Symptome oder vom Beginn der Quarantäne? Ist der Beginn der Quarantäne gleichzusetzen mit dem Zeitpunkt der Nachricht, dass der Test positiv war?

Die 14 Tage zählen grundsätzlich vom Beginn der Erkrankung. Aufgrund der hohen Neuanmeldezahlen zu Beginn der Infektionswelle, die mit dem vorhandenen Personal bewältigt werden mussten, wurde in einigen Fällen der Tag der Diagnostik als Beginn genommen, daher werden einige Personen auch länger als 14 Tage in Quarantäne gewesen sein.

Warum gibt es keine Meldepflicht für Genesene?

Es gibt für keine Infektionskrankheit eine solche Meldepflicht. Die Betroffenen werden mit der Quarantäneanordnung darüber informiert, dass die Quarantäne zum festgelegten Zeitpunkt endet, wenn der Verlauf unkompliziert ist. Schwere Verläufe bedeuten, dass eine Krankenhausbehandlung stattfindet. Danach werden die Patienten gesondert über eine längere Quarantäne informiert. Zur Dauer gibt es inzwischen Empfehlungen des RKI, an die wir uns grundsätzlich halten.

Es kann also sein, dass jemand automatisch als genesen gilt, obwohl er tatsächlich noch Beschwerden hat, weil sich die Erkrankung länger als 14 Tage hinzieht?

Ja, das ist richtig. Aufgrund des bisherigen Verlaufes in Dortmund dürfen wir sicher davon ausgehen, dass dies, sofern vorgekommen, absolute Ausnahmen gewesen sind. Nachdem wir in der Lage waren, uns personell im Gesundheitsamt zu verstärken, sind wir nun in der Lage, alle Quarantäne-Patient*innen zukünftig am Ende der regulären Quarantänezeit telefonisch zu kontaktieren und die Dauer dann individuell anzupassen, sofern dies erforderlich sein wird.

Wie bereits mitgeteilt geht von den Erkrankten nach bisherigem Wissensstand nach 14 Tagen, auch beim Vorliegen weiterer Beschwerden, keine Ansteckungsgefahr mehr aus.