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Informationen zum Coronavirus

Hinweise rund um das Coronavirus

Der wirksamste Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist eine vollständige Impfung. Außerdem sind zu nennen: eine gute Handhygiene, eine korrekte Husten- und Niesetikette und ein Mindestabstand zu anderen Menschen von ein bis zwei Metern. Weitere Informationen unter infektionsschutz.de.

An wen kann ich mich bei Fragen zum Coronavirus wenden?

Die Stadt Dortmund hat eine zentrale Hotline freigeschaltet, um dem allgemeinen Informationsinteresse gerecht zu werden: 0231 50-13150

(Montag bis Mittwoch: 7:30 bis 15:00 Uhr, Donnerstag: 7:30 bis 16:00 Uhr und Freitag: 7:30 bis 12:00 Uhr).
An allen anderen Tagen (Feiertage, Wochenende etc.) ist die Hotline nicht erreichbar.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat unter der Telefonnummer 0211 9119 1001 eine Hotline für Bürger*innen in Nordrhein-Westfalen eingerichtet.

Darüber hinaus können Sie sich an den bundesweiten ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden.


Bitte bei Fragen rund um das Coronavirus oder die Testungen auf keinen Fall die 112 wählen, da die Notrufnummer sonst für die Erreichbarkeit in dringenden Notfällen blockiert ist.

Was muss ich tun, wenn ich mich mit dem Coronavirus angesteckt habe?

Wenn bei Ihnen ein Coronatest positiv ausgefallen ist, müssen Sie in Quarantäne gehen. Positive Schnell- oder Selbsttests sollten Sie durch einen PCR-Test bestätigen lassen. Bitte beachten Sie dann die Verhaltensregeln für positiv getestete Personen.

Was muss ich tun, wenn ich Kontakt mit einer infizierten Person hatte?

Nach einem engen Umgang mit einer infizierten Person besteht das Risiko; dass auch Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Bitte beachten Sie dafür unsere Verhaltensregeln für Kontaktpersonen.

Erhalte ich eine Entschädigung, wenn z.B. meine Urlaubsreise aufgrund einer angeordneten Quarantäne abgesagt werden muss?

Die Stadt Dortmund ist nicht die zuständige Stelle wenn es um die Frage nach Entschädigungen, Verdienstausfall, Umsatzverlust etc. aufgrund von Maßnahmen geht, die auf das Infektionsschutzgesetz gestützt werden.

Für die Frage, inwieweit Ihnen entsprechende Ansprüche zustehen, wenden Sie sich bitte an das Land NRW.

Wir empfehlen gleichzeitig, die aktuelle Gesetzgebung zu Unterstützungen zu verfolgen und sich ggf. an die für Sie zuständige Kammer bzw. den für Sie zuständigen Verband zu wenden.

Wann gilt man als "genesen"?

Üblicherweise werden Patient*innen als "genesen" bezeichnet, die eine akute Infektion überstanden haben. Bei dem Begriff "Genesen" muss beim Coronavirus aber unterschieden werden:

Im Sinne des Infektionsschutzgesetzes und der Coronaschutzverordnung können Genesene von bestimmten Einschränkungen befreit sein. Sie gelten dann als genesen, wenn Ihre Infektion per PCR-Test nachgewiesen wurde. Der PCR-Test muss dabei vor mindestens 28, jedoch vor höchstens 90 Tagen vorgenommen worden sein (§ 22a Infektionsschutzgesetz).
Der Nachweis darüber kann grundsätzlich über jedes Dokument (digital oder in Papierform) erfolgen, das eine Personenzuordnung und den Zeitpunkt des positiven PCR-Tests sowie die ausstellende Stelle erkennen lässt. Da der Laborbefund als Beleg zum Nachweis der Genesung ausreicht, stellt das Gesundheitsamt keine zusätzliche Bescheinigung über die Genesung aus. Das Gesundheitsamt bittet daher die Bürger*innen darum, von entsprechenden Anfragen abzusehen.

Die Zahl der Genesenen in der Statistik des RKI und der Stadt Dortmund unterliegt einer anderen Definition. Da keine Meldepflicht für den Zeitpunkt besteht, an dem die Erkrankung überstanden ist, wird diese Zahl für die Statistik anhand von Erfahrungswerten über den Krankheitsverlauf geschätzt.
Für Fälle mit leichtem Erkrankungsverlauf wird vom Robert Koch-Institut eine Dauer der Erkrankung von 14 Tagen angenommen. Es ist möglich, dass jemand in der Statistik bereits als "genesen" gilt, obwohl noch Beschwerden bestehen. Es ist auch möglich, dass jemand statistisch noch nicht als "genesen" gilt, jedoch bereits ohne Symptome ist und gegebenenfalls auch keine Quarantäne mehr halten muss.

Wie weise ich nach, dass ich "genesen" bin?

Sie gelten dann als genesen, wenn Ihre Infektion per PCR-Test nachgewiesen wurde. Der PCR-Test muss dabei vor mindestens 28, jedoch vor höchstens 90 Tagen vorgenommen worden sein (§ 22a Infektionsschutzgesetz).

In der Regel genügt der positive PCR-Laborbefund, um die Genesung nachzuweisen. Sie erhalten diesen von dem Labor, das die Probe ausgewertet hat. Bitte wenden Sie sich an die Stelle, die den PCR-Test durchgeführt hat (z.B. die eigene hausärztliche Praxis), wenn der Befund Ihnen bislang nicht ausgehändigt wurde. Bedenken Sie, dass Sie erst 28 Tage nach dem positiven Ergebnis als "Genesen" gelten und geben Sie dem Labor daher etwas Zeit, den Befund zuzusenden.
Viele Labore bieten über einen QR-Code die Möglichkeit zur Digitalisierung des Befundes, z.B. in der Corona-Warn-App. Sollte der Befund keinen QR-Code enthalten, kann die kostenlose Hotline 0800 754 000 2 angerufen werden. Dort erhält man eine TAN, die in der Corona-Warn-App eingegeben werden kann. Alternativ kann der QR-Code für den Genesenen-Nachweis nach Vorlage des PCR-Befunds in einer Apotheke ausgestellt werden.

Aktuell häufen sich Anfragen von Bürger*innen, die vom Gesundheitsamt eine Bescheinigung über ihre Genesung von COVID-19 erhalten möchten. Da der Laborbefund (positives PCR-Ergebnis) als Beleg ausreicht, stellt das Gesundheitsamt keine zusätzliche Bescheinigung über die Genesung aus. Das Gesundheitsamt bittet daher die Bürger*innen darum, von diesen Anfragen abzusehen.

Wo finde ich Informationen, wenn nach meiner Coronainfektion langfristige gesundheitliche Probleme bleiben?

Manche Menschen spüren auch Wochen oder Monate nach einer Erkrankung an COVID-19 gesundheitliche Folgen. Am häufigsten äußern Betroffene Beschwerden einer „Fatigue“, also eine starke, anhaltende Schwäche und schnelle Erschöpfung.
Aber auch viele andere Symptome wie z. B. Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Muskelschwäche und Muskelschmerzen oder anhaltender Husten kommen vor. Inzwischen gibt es einige Behandlungsansätze, um die Beschwerden zu lindern.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie unter anderem auf den folgenden Internetseiten:

Informationsseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Long COVID: Langzeitfolgen von COVID-19
Informationsseite der Bundesregierung: Long Covid als Langzeitfolge des Coronavirus

Konkrete Hilfe und Anlaufstellen finden Sie außerdem unter anderem auf diesen Internetseiten:

Informationsangebot von Long COVID Deutschland: Anlaufstellen
Hilfestellungen für Betroffene

Übersicht „Selbsthilfe und Corona“ der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) mit Empfehlungen und Praxisbeispielen (für digitale Selbsthilfetreffen) sowie einer regelmäßig aktualisierte Übersicht der Corona-Selbsthilfegruppen in Deutschland

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund plant den Aufbau einer Selbsthilfegruppe zu diesem Thema: Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund.

Was gibt es über Virusvarianten zu wissen?

Dass sich Viren verändern und neue Varianten bilden, kommt häufig vor.
Manche entstehenden Virusvarianten zeigen im Vergleich zu den bisher vorherrschenden Virusvarianten negative Eigenschaften. Sie sind zum Beispiel besonders ansteckend oder führen zu schwereren Krankheitsverläufen.
Solche Varianten werden als "besorgniserregende Virusvarianten" oder "variants of concern (VOC)" bezeichnet und durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet. Aktuell (Stand Juni 2022) stuft die WHO nur die Virusvariante Omicron als besorgniserregende Virusvariante ein.

Die WHO hat den bisher aufgetretenen Varianten des Coronavirus neutrale Namen gegeben, sie heißen nach den Buchstaben des griechischen Alphabets.

In Deutschland überwacht das Robert Koch-Institut die zirkulierenden Virusvarianten und berichtet sowohl im Rahmen der aktuellen Lage-/ Situationsberichte als auch hier über deren Verbreitung.

Variante B.1.1.529: Omikron

Die Virusvariante Omikron hat sich von Südafrika ausgehend sehr schnell in der ganzen Welt verbreitet. Sie ist seit Anfang Januar 2022 auch in Deutschland die dominierende Virusvariante.
Omikron besitzt eine ungewöhnlich hohe Zahl von Aminosäureänderungen im Spike-Protein. Einige der Veränderungen sorgen dafür, dass die Ansteckungsfähigkeit bei Omikron im Vergleich zu den zuvor bekannten Virusvarianten deutlich erhöht ist.

Im Durchschnitt ist der Krankheitsverlauf nach einer Ansteckung mit der Virusvariante Omikron jedoch leichter. Ein Grund dafür scheint zu sein, dass häufiger vor allem die oberen Atemwege befallen werden, seltener das tieferliegende Lungengewebe. Doch auch schwere Erkrankungen und Todesfällte treten weiterhin auf, insbesondere bei Personen ohne Immunschutz durch Impfung oder Genesung. Gegebenenfalls ist die Inkubationszeit bei Omikron verkürzt.

Der Schutz vor einer Ansteckung bei geimpften und genesenen Personen ist aufgrund der vielen Mutationen bei Omikron weniger gut als bei den bisher beobachteten Varianten. Es hat sich jedoch gezeigt, dass für Geimpfte weiterhin ein guter Schutz vor schweren Krankheitsverläufen besteht, insbesondere, wenn bereits eine Booster-Impfung verabreicht wurde.

Inzwischen (Stand Juni 2022) breiten sich in Deutschland die Omikron-Unterarten BA.4 und BA.5 verstärkt aus. Diese Unterarten scheinen noch einmal ansteckungsfähiger zu sein als die ursprünglich vorherrschende Omikron-Virusvariante. Es wird angenommen, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass auch Menschen, die bereits einmal mit dem Coronavirus infiziert waren oder gegen das Coronavirus geimpft sind vor einer Ansteckung mit diesen Untervarianten nicht gut geschützt sind. Eine möglichst dreifache Impfung schützt jedoch weiterhin in den meisten Fällen gut vor einem schweren Krankheitsverlauf.

Variante B.1.617.2: Delta

Die Virusvariante Delta wurde zuerst in Indien nachgewiesen, sie hat sich anschließend auch in vielen anderen Ländern schnell stark verbreitet. In Deutschland wurde im Sommer 2021 zur vorherrschenden Variante, inzwischen tritt sie nur noch selten auf.
Die Variante Delta überträgt sich deutlich einfacher von Mensch zu Mensch als die ursprünglich verbreitete Variante und auch einfacher als die Variante "Alpha". Wenn alle drei empfohlenen Impfdosen verabreicht wurden, schützen die vorhandenen Impfstoffe gut vor einer Erkrankung mit dem Deltavirus, auch der Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf ist weiterhin sehr gut. Bei einer unvollständigen Impfserie ist der Impfschutz jedoch reduziert.

Virusvariante B.1.1.7: Alpha

Die Virusvariante Alpha wurde erstmals in Großbritannien nachgewiesen. Da sie ansteckender ist als der ursprünglich verbreitete Wildtyp, hat sie sich seit etwa Ende 2020 in Deutschland stark verbreitet und wurde schnell zur vorherrschenden Variante. Bundesweit betrug der Anteil dieser Virusvariante an den Neuinfektionen zwischenzeitlich 95 Prozent, bis sie im Sommer 2021 von der Variante Delta weitgehend verdrängt wurde. Inzwischen tritt sie nur noch selten auf.
Die Fallsterblichkeit bei der Virusvariante Alpha ist im Vergleich zum Wildtyp erhöht. Erkenntnisse, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen eine Infektion mit dem Virustyp maßgeblich verringerte sei, gibt es nicht.

Virusvariante B.1.351: Beta

Die Virusvariante Beta wurde erstmals in Südafrika nachgewiesen. Sie wurde in Deutschland nur selten nachgewiesen.
Die Impfstoffe zeigen eine deutliche Schutzwirkung in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe. Verschiedene Studien weisen jedoch darauf hin, dass die Antikörper, die nach einer bereits durchgestandenen Infektion mit COVID-19 oder durch eine Impfung erworben wurden, gegen die Variante Beta weniger wirksam sein könnten.
Ob eine erhöhte Übertragbarkeit der Virusvariante Beta im Vergleich zum Wildtyp besteht, ist unklar.

Virusvariante P.1: Gamma

Die Virusvariante Gamma wurde erstmals in Brasilien nachgewiesen. Sie kam in Deutschland nur selten vor.
Die Variante Gamma hat Ähnlichkeiten mit der Variante Beta. Die Impfstoffe zeigen eine deutliche Schutzwirkung in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe. Auch für diese Virusvariante gilt aber, dass es trotz bereits durchgemachter Erkrankung oder bestehender Immunisierung durch Impfungen Ansteckungen geben könnte.
Ob eine erhöhte Übertragbarkeit der Gamma-Variante im Vergleich zum Wildtyp besteht, ist unklar.

Neben den oben genannten Virusvarianten standen in der Vergangenheit weitere Virus-Linien unter besonderer Beobachtung der WHO, weil deren Mutationen möglicherweise auf eine erhöhte Übertragbarkeit oder eine reduzierte Antikörperneutralisation hindeuteten.
Diese Virusvarianten werden als "variants of interest (VOI)" bezeichnet. Die VOI werden ebenfalls mit den Buchstaben des griechischen Alphabets bezeichnet. Unter besonderer Beobachtung der WHO standen bisher die Varianten Epsilon, Zeta, Eta, Theta, Iota, Kappa, Lambda und Mu. Aktuell (Stand Juni 2022) führt die WHO keine variants of intrest mehr.

Website des RKI: Übersicht und Empfehlungen zu besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvarianten

Wo finde ich weitergehende Informationen?

Informationen zur Infektion mit dem Coronavirus finden Sie hier:

Bundesministerium für Gesundheit
FAQs des Robert-Koch-Instituts (RKI)
Landeszentrum für Gesundheit NRW, Meldelage Corona

Informationen zu den rechtlichen Regelungen in NRW finden Sie hier:

Informationen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW - Rechtliche Regelungen
Aktuelle Regeln

Informationen zu Impfungen gegen das Coronavirus finden sie hier:

Seite der Bundesregierung zu den Impfungen
FAQs der Stadt Dortmund zu den Impfungen

Informationen zu Coronatests finden Sie hier:

FAQs der Stadt Dortmund zu Coronatests