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Informationen zum Coronavirus

Informationen über das Coronavirus (COVID-19) für mögliche Betroffene

Stand: 06.07.2020, 18:00 Uhr

Der wirksamste Schutz vor einer persönlichen Ansteckung sowie einer Ansteckung anderer Menschen mit dem Coronavirus ist laut dem Robert-Koch-Institut eine gute Händehygiene, eine korrekte Husten- und Niesetikette und zu möglicherweise erkrankten Menschen einen Mindestabstand von ein bis zwei Metern einzuhalten. Weitere Informationen unter infektionsschutz.de

An wen kann ich mich bei Fragen zum Coronavirus wenden?

Die Stadt Dortmund hat eine zentrale Hotline freigeschaltet, um dem allgemeinen Informationsinteresse gerecht zu werden: 0231 50-13150

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat unter der Telefonnummer 0211 9119 1001 eine Hotline für Bürger*innen in Nordrhein-Westfalen eingerichtet.

Darüber hinaus können Sie sich an den bundesweiten ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden.


Bitte bei Fragen rund um das Coronavirus oder die Testungen auf keinen Fall die 112 wählen, da die Notrufnummer sonst für die Erreichbarkeit in dringenden Notfällen blockiert ist.

Wo und in welchen Fällen kann ich mich auf das Coronavirus testen lassen?

(Stand: 06.07.2020) Wenn Sie befürchten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben oder Symptome einer Erkrankung der oberen Atemwege aufweisen, setzen Sie sich unbedingt zuerst telefonisch mit Ihrem Hausarzt in Verbindung und besprechen Sie das weitere Vorgehen.

Für die Testung von Patienten mit Krankheitssymptomen ist grundsätzlich der behandelnde Arzt zuständig.

Sofern ein Abstrich trotz medizinscher Indikation nicht in der Praxis des behandelnden Arztes durchgeführt werden kann, hat die Kassenärztliche Vereinigung nachfolgende Praxen benannt, die in diesen Fällen den Test durchführen. Wichtig: Diese Praxen können ausschließlich nach Rücksprache mit dem regulären (Haus-)Arzt und nach einer vorherigen Anmeldung durch diesen aufgesucht werden:

  • Dr. Prosper Rodewyk (Hörde)
  • Dr. Jörg Mehler (Hombruch)
  • Dr. Michael Hausmann (Hombruch)
  • Hans-Joachim Strathmann (Husen und Hostedde)

Bei Fragen zur Testung wenden Sie sich an Ihren behandelnden (Haus-)Arzt oder an die Kassenärztliche Vereinigung unter Tel.: 116 117.

Das Gesundheitsamt kann in bestimmten Fällen die Testung von Personen ohne Krankheitssymptomen veranlassen. Hierzu zählen:

  • Kontaktpersonen ohne Krankheitssymptome
  • Personen, die eine Meldung über die Corona-Warn-App auf ihrem smartphone erhalten haben, dass sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten
  • Personen, die eine Negativbescheinigung benötigen, weil sie in ein Pflegeheim o.ä. aufgenommen werden sollen. Wichtig: Bei Verlegung/Überleitung aus einem Krankenhaus ist die entlassende Klinik für die Negativbescheinigung zuständig.

In diesen Fällen kann die Kontaktaufnahme zum Gesundheitsamt über die zentrale Corona-Hotline unter Tel.: 0231 50-13150 erfolgen.

Für Tests/Negativbescheinigungen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen kann das Gesundheitsamt Dortmund nicht behilflich sein. Hierbei handelt es sich um Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL-Leistungen). Anfragende mögen sich für diesbezügliche Informationen – möglichst vor Reiseantritt – an ihren behandelnden Arzt / ihre behandelnde Ärztin wenden.

Wichtig: Die Verpflichtung, nach der Einreise aus einem Risikogebiet unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf den vorangegangenen Aufenthalt in einem Risikogebiet hinzuweisen, bleibt unbenommen. Die Einreisenden haben sich außerdem unverzüglich nach der Einreise für einen Zeitraum von 14 Tagen in häusliche Absonderung zu begeben.

Ich wohne nicht in Dortmund. Kann ich trotzdem einen Abstrich durchführen lassen?

Nein. Wenden Sie sich bitte an das für Sie örtlich zuständige Gesundheitsamt.

Welche Unterlagen muss ich für die Untersuchung/Abstrich mitbringen und kommen Kosten für die Abstriche auf mich zu?

Für die Untersuchung müssen Sie Ihre Krankenkassenkarte und den Personalausweis mitbringen. Kosten kommen nicht auf Sie zu, ggf. erfolgt die Abrechnung über die jeweilige Krankenkasse.

Wenn der Abstrich durchgeführt wurde, wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt und von wem wird dieses mitgeteilt?

Bei positivem Ergebnis erfolgt innerhalb von derzeit 2 Tagen eine telefonische Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt erfolgen. (Stand 25.05.2020). Anrufe zu positiven Ergebnisses erfolgen auch am Wochenende bzw. Feiertag.

Bei negativem Ergebnis werden die getesteten Personen schriftlich durch die beauftragten Testlabore benachrichtigt. Die Dauer des Postwegs ist zu berücksichtigen.

Es werden keine Auskünfte über Ergebnisse der Abstrichuntersuchung auf Anfragen per Telefon oder E-Mail erteilt.

Wie lange dauert es, bis die Erkrankung ausbricht?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Was ist zu tun, wenn ein Mensch mit einer als Coronavirus-Patient identifizierten Person in Kontakt gekommen ist?

Mit zunehmender Ausbreitung des Virus kann es dazu kommen, dass jemand aus dem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz, mit dem Coronavirus infiziert wurde. In diesem Fall sollten Betroffene das Gesundheitsamt anrufen, da die Verfolgung von Kontaktpersonen für die Bekämpfung der Ausbreitung des Virus von großer Bedeutung ist. Das Gesundheitsamt wird den Betroffenen, wenn er keine weiteren Krankheitszeichen aufweist, zunächst unter eine 14-tägige häusliche Isolierung stellen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Ich hatte Kontakt zu einer Person aus einem Risikogebiet, habe aber selbst keine Symptome. Wo kann ich mich testen lassen?

Eine Testung asymptomatischer Personen wird nicht durchgeführt, sondern ist auf Personen beschränkt, die Symptome zeigen. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, dafür erforderliches Untersuchungsmaterial, das nicht unbeschränkt zur Verfügung steht, nicht bei gesunden Menschen zu verschwenden.

Wie ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen eine*r Corona-Patient*in?

Das Gesundheitsamt nimmt telefonisch Kontakt zu der positiv getesteten Person auf und erfragt alle notwendigen Informationen. Dazu zählen neben der Ermittlung der Kontaktpersonen der betroffenen Person auch die Rekonstruktion der vergangenen Aktivitäten sowie die Abklärung, ob weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich sind. Sobald die erforderlichen Daten der jeweiligen Kontaktpersonen vorliegen, wird auch zu diesen telefonisch Kontakt aufgenommen.

Wie sieht die häusliche "Quarantäne" aus?

Informationen zur häuslichen Isolierung finden Sie hier.
Von der angeordneten, häuslichen Isolierung abzugrenzen ist die vorübergehende Isolierung, bis das Testergebnis einer getesteten Person vorliegt.

Erhalte ich eine Entschädigung, wenn z.B. meine Urlaubsreise aufgrund einer angeordneten Quarantäne abgesagt werden muss?

Die Stadt Dortmund ist nicht die zuständige Stelle wenn es um die Frage nach Entschädigungen, Verdienstausfall, Umsatzverlust etc. aufgrund von Maßnahmen geht, die auf das Infektionsschutzgesetz gestützt werden.

Für die Frage, inwieweit Ihnen entsprechende Ansprüche zustehen, wenden Sie sich bitte an das Land NRW.

Wir empfehlen gleichzeitig, die aktuelle Gesetzgebung zu Unterstützungen zu verfolgen und sich ggf. an die für Sie zuständige Kammer bzw. den für Sie zuständigen Verband zu wenden.

Ich bin Reiserückkehrer aus einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet. Was muss ich beachten?

Personen, die aus dem Ausland einreisen und die sich in den 14 Tagen davor irgendwann in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und als solche registrieren lassen.

Einreisende aus Risikogebieten sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für 14 Tage nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern. In diesem Zeitraum dürfen sie keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören.

Von der Verpflichtung zur 14tägigen häuslichen Absonderung ist ausgenommen, wer bei Einreise ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache bei sich führt. Dieses Zeugnis muss bestätigen, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2vorhanden sind und auf einem molekularbiologischen Test (=PCR-Abstrich) beruhen.

Wichtig: Liegen bei Einreise das ärztliche Zeugnis incl. Test nicht vor, haben sich die Einreisenden auf direktem Weg in die häusliche Absonderung zu begeben.

Grundlage für dieses Vorgehen ist die aktuelle Coronaeinreiseverordnung des Landes NRW.

Die Bestimmungen gelten zunächst bis zum 15.07.2020.

Arbeitnehmer, die wegen der vorgeschriebenen häuslichen Absonderung ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nachgehen können, melden dies mit Verweis auf die Coronaeinreiseverordnung dem Arbeitgeber.
Seitens des Gesundheitsamtes wird keine Quarantänebescheinigung für Reiserückkehrer ausgestellt, da die Coronaeinreiseverordnung eine häusliche Absonderung für die Dauer von 14 Tagen bereits eindeutig vorschreibt. Einer zusätzlichen Anordnung durch das Gesundheitsamt bedarf es in diesen Fällen nicht.

Wann gilt man als "genesen"?

Als "genesen" gilt für das Gesundheitsamt, wer nicht mehr ansteckend ist. Nach dem Stand des Wissens ist davon auszugehen, dass 14 Tage nach Beginn der Symptomatik keine Ansteckungsfähigkeit mehr gegeben ist. Daher endet auch - bei komplikationslosen Verläufen - die Quarantäne nach 14 Tagen. Wenn eine stationäre Behandlung erforderlich wurde, endet die Quarantäne 14 Tage nach Entlassung aus dem Krankenhaus. So verfahren alle Kommunen und auch das Robert-Koch-Institut.

Von wann zählen Sie die 14 Tage? Vom Auftreten der ersten Symptome oder vom Beginn der Quarantäne? Ist der Beginn der Quarantäne gleichzusetzen mit dem Zeitpunkt der Nachricht, dass der Test positiv war?

Die 14 Tage zählen grundsätzlich vom Beginn der Erkrankung. Aufgrund der hohen Neuanmeldezahlen zu Beginn der Infektionswelle, die mit dem vorhandenen Personal bewältigt werden mussten, wurde in einigen Fällen der Tag der Diagnostik als Beginn genommen, daher werden einige Personen auch länger als 14 Tage in Quarantäne gewesen sein.

Warum gibt es keine Meldepflicht für Genesene?

Es gibt für keine Infektionskrankheit eine solche Meldepflicht. Die Betroffenen werden mit der Quarantäneanordnung darüber informiert, dass die Quarantäne zum festgelegten Zeitpunkt endet, wenn der Verlauf unkompliziert ist. Schwere Verläufe bedeuten, dass eine Krankenhausbehandlung stattfindet. Danach werden die Patienten gesondert über eine längere Quarantäne informiert. Zur Dauer gibt es inzwischen Empfehlungen des RKI, an die wir uns grundsätzlich halten.

Es kann also sein, dass jemand automatisch als genesen gilt, obwohl er tatsächlich noch Beschwerden hat, weil sich die Erkrankung länger als 14 Tage hinzieht?

Ja, das ist richtig. Aufgrund des bisherigen Verlaufes in Dortmund dürfen wir sicher davon ausgehen, dass dies, sofern vorgekommen, absolute Ausnahmen gewesen sind. Nachdem wir in der Lage waren, uns personell im Gesundheitsamt zu verstärken, sind wir nun in der Lage, alle Quarantäne-Patient*innen zukünftig am Ende der regulären Quarantänezeit telefonisch zu kontaktieren und die Dauer dann individuell anzupassen, sofern dies erforderlich sein wird.

Wie bereits mitgeteilt geht von den Erkrankten nach bisherigem Wissensstand nach 14 Tagen, auch beim Vorliegen weiterer Beschwerden, keine Ansteckungsgefahr mehr aus.