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Informationen zum Coronavirus

Häufig gestellte Fragen zum Thema Testung

Stand: 06.01.2021

Beim Testen ist ein zielgerichtetes Vorgehen wichtig. Testen ohne Anlass führt zu einem falschen Sicherheitsgefühl. Denn auch ein negativer Coronatest ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Testen ohne einen begründeten Verdacht erhöht außerdem das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität. Welche Personengruppen wann und mit welchem Testverfahren getestet werden sollen, legen Expert*innen in der nationalen Teststrategie fest.

Hier erfahren Sie, in welchen Fällen und wo Sie sich auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen können.

In welchen Fällen kann ich mich testen lassen?

Gemäß der Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit haben Kranken-Versicherte der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in bestimmten Fällen Anspruch auf kostenlose Testung.

Darüber hinaus gibt es auch gewerbliche Anbieter, die für Selbstzahler Tests anbieten. Ob ein PCR Test oder eine PoC – Antigen Schnelltest verwendet wird, ist von der Ausgangslage abhängig.

Gründe für eine Testung können sein:

1. Personen mit COVID-19-typischen Krankheitssymptomen [pdf, 7 kB]
2. Enge Kontaktpersonen ohne Krankheitssymptome [pdf, 218 kB]
3. Testung von Personen nach Auftreten von Infektionen in bestimmten Einrichtungen und Unternehmen [pdf, 127 kB]
4. Testungen zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus in Einrichtungen [pdf, 123 kB]
5. Einreise nach Deutschland aus einem Risikogebiet [pdf, 6 kB]

Für ausführliche Informationen und um zu erfahren, wer jeweils für die Durchführung der Tests zuständig ist, klicken Sie auf die jeweilige Kategorie.

Wo kann ich mich testen lassen?

Gemäß Coronavirus-Testverordnung sind Gesundheitsämter, durch Gesundheitsämter beauftragte Leistungsanbieter, Arztpraxen sowie von der Kassenärztlichen Vereinigung betriebene Testzentren grundsätzlich zur Leistungserbringung berechtigt.

Daneben gibt es auch gewerbliche Anbieter, die PoC- Antigen – Schnelltests anbieten. Sie finden solche Anbieter im Internet. Die Aussagekraft der PoC- Antigen – Schnelltests ist jedoch begrenzt.

Personen mit COVID-19-typischen Krankheitssymptomen sollen sich grundsätzlich an ihren behandelnden Arzt wenden, da hier neben der Testung auch eine notwendige Behandlung vorgenommen werden kann.

Enge Kontaktpersonen ohne Krankheitssymptome können – sofern eine entsprechende Testindikation vorliegt - sowohl über das Gesundheitsamt als auch über den behandelnden Arzt getestet werden.

Bitte beachten Sie auch die FAQ "In welchen Fällen kann ich mich testen lassen?" mit den darin enthaltenen zusätzlichen Informationen.

Wer wird an der Corona-Teststelle des Gesundheitsamtes (Bornstraße 181) getestet?

Die Teststelle an der Bornstraße 181 ersetzt seit dem 07.12.2020 die ehemalige Teststelle an der Beethovenstraße. Sie wird von der Reinoldus Rettungsdienst gGmbH im Auftrag des Gesundheitsamtes betrieben.

Folgende Personengruppen können sich hier testen lassen:

  • Personen, die die Meldung "erhöhtes Infektionsrisiko" von ihrer Corona-Warn-App erhalten haben, können sich ohne vorherige Anmeldung testen lassen. Die Risiko-Meldung muss vorgelegt werden.
  • Personen, die im Rahmen der Ermittlungsarbeit von Seiten des Gesundheitsamtes als enge Kontaktpersonen zu einer positiv getesteten Person eingestuft wurden und sich testen lassen sollen, werden auf Veranlassung des Gesundheitsamtes zur Teststelle zugewiesen. Hier kommt das Gesundheitsamt aktiv auf die betroffenen Kontaktpersonen zu und teilt ihnen einen Termin zur Testung mit.
  • Personen mit Krankheitssymptomen, die nicht bei ihrem Hausarzt getestet werden können, können nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung durch den behandelnden Hausarzt der Corona-Teststelle Bornstraße zugewiesen werden.

Alle anderen Personen können hier nicht getestet werden.

Was kostet der Test?

Die Coronavirus-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit legt fest, in welchen Fällen ein Anspruch auf kostenlose Testung besteht. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der FAQ "In welchen Fällen kann ich mich testen lassen?".

Darüber hinaus werden Tests mittlerweile an verschiedenen Stellen auch kostenpflichtig auf Selbstzahlerbasis angeboten. Die Kosten variieren hierbei je nach Anbieter.

Wenn der Abstrich durchgeführt wurde, wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt und von wem wird dieses mitgeteilt?

Nach einem durchgeführten PCR Test ist derzeit in der Regel am übernächsten Werktag mit einem Ergebnis zu rechnen, abhängig von der Auslastung der Testlabore.

Wenn Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin den Test durchgeführt hat, erfahren Sie auch das Ergebnis dort. Besprechen Sie mit ihm oder ihr bereits bei der Abstrichnahme, wann und wie Sie über das Ergebnis informiert werden. Positive Ergebnisse meldet das Labor automatisch auch dem Gesundheitsamt. Wenn Sie ein positives Ergebnis erhalten haben, wird das Gesundheitsamt Sie deshalb zusätzlich innerhalb der nächsten Tage anrufen.

Wenn Sie auf Veranlassung des Gesundheitsamtes in der Teststelle Bornstraße oder von einem mobilen Testteam getestet wurden, werden Sie das Ergebnis in jedem Fall vom Gesundheitsamt erfahren, unabhängig davon, ob es positiv oder negativ ist. Normalerweise werden Sie hierfür angerufen. Wenn Sie das vereinbart haben, kann es auch sein, dass Sie das Ergebnis per Mail oder Fax erhalten.

Wichtig ist, dass Sie bei einem positiven Ergebnis umgehend in Quarantäne gehen müssen. Sehen Sie hierzu auch unsere Verhaltensempfehlung für positiv getestete Personen an und das FAQ zum Thema Quarantäne.

Bei einem durchgeführten Schnelltest erhalten Sie das Ergebnis in der Regel innerhalb von 30 Minuten von der Person, die den Test durchgeführt hat. Wenn ein Schnelltest positiv ist, muss zur Absicherung des Ergebnisses ein PCR Test durchgeführt werden. Auch in diesem Fall müssen Sie zumindest bis das Ergebnis der PCR Testung feststeht in Quarantäne gehen.

Was ist der Unterschied zwischen einem PCR-Test und einem PoC-Antigen-Schnelltest?

Quelle: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/die-nationale-teststrategie/

Zurzeit stehen zwei Testverfahren für den Nachweis von SARS-CoV-2 zur Verfügung: die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und der Antigen-Test.

1. PCR

Die PCR-Testung ist ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren, das automatisiert werden kann. Dafür müssen die Proben nach dem Abstrich so schnell wie möglich in ein Labor transportiert werden. Bei der PCR wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt. Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

2. Antigen-Schnelltests

Antigen-Tests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Dazu wird eine Probe von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Vorteile von Antigen-Tests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Die leichte Handhabung eines Point-of-care (PoC)-Antigen-Tests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, z.B. in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Hier kann ein PoC-Antigentest helfen, asymptomatische, möglicherweise infektiöse Personen leicht zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. vorübergehende häusliche Isolierung, die Übertragung des Virus zu verhindern. Generell sind Antigen-Tests weniger sensitiv als der PCR-Test, es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt. Außerdem ist ein Antigen-Schnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test. Das heißt, es kommt häufiger als bei der PCR vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, obwohl die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigen-Test Ergebnis immer mittels PCR bestätigt werden.

Mittlerweile sind eine ganze Reihe von Schnelltests auf dem Markt. Auf der Internetseite des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte findet sich unter www.bfarm.de/antigentests eine Marktübersicht der Antigen-Tests, die die festgelegten Mindestkriterien erfüllen.