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Informationen zum Coronavirus

Fragen und Antworten

Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Coronaschutzimpfung in Dortmund.

FAQs zur Impfung

Welche Impfstoffe gegen das Coronavirus sind in Deutschland zugelassen?

Gegen das Coronavirus sind bereits mehrere Impfstoffe in der EU zugelassen. Weitere Impfstoffe befinden sich kurz vor der Zulassung.

Auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts können Sie sich einen Überblick über derzeit zugelassene Impfstoffe gegen COVID-19 verschaffen. Die Liste wird ständig erweitert.

Wie wirken die Impfstoffe gegen COVID-19?

Impfungen sorgen dafür, dass der Körper eines gesunden Menschen Antikörper gegen eine Erkrankung bildet. Der Körper lernt also, wie er sich gegen einen Krankheitserreger wehren kann und der geimpfte Mensch wird bei Kontakt zu dem Krankheitserreger nicht mehr krank.
Wie genau ein Impfstoff den Körper dazu anregt, Antikörper zu bilden, ist aber unterschiedlich. Man spricht daher von verschiedenen Wirkprinzipien.
Auch gegen COVD-19 kommen verschiedene Wirkprinzipien zum Einsatz.
Lebendimpfstoffe enthalten zum Beispiel vermehrungsfähige, aber nicht mehr krank machende Erreger.
Totimpfstoffe enthalten abgetötete Erreger oder Bestandteile von Erregern.
Bei genbasierten Impfstoffen wird entweder ein Gen des betreffenden Erregers in ein für Menschen unschädliches eingebracht (Vektorviren Impfstoffe), oder es werden gar keine Viren in den Körper eingebracht, sondern nur Teile der Erbinformation eines Virus (mRNA Impfstoffe).

Wer entscheidet darüber, welche Impfstoffe gegen COVID-19 in Deutschland zugelassen werden?

Für die Zulassung der Impfstoffe gegen COVID-19 ist die EU-Kommission zuständig.
Sie stützt sich bei der Zulassung auf die Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA.

In Deutschland ist außerdem das Paul-Ehrlich Institut für die Erforschung, Bewertung und Zulassung von Impfstoffen zuständig.

Bei der Entscheidung der EMA sind auch Experten des Paul-Ehrlich-Instituts beteiligt.

Warum sollte ich mich gegen das Coronavirus impfen lassen?

Wenn es keine individuellen medizinischen oder therapeutischen Gründe gibt, ist eine Impfung immer mit einem deutlich geringeren Risiko verbunden als die entsprechende Erkrankung.
Das ist die Voraussetzung, damit ein Impfstoff überhaupt eine Zulassung erhält.

Viele Erkrankungen mit COVID-19 verlaufen bei jüngeren Patienten relativ leicht. Allerdings gibt es in jeder Altersgruppe auch sehr schwere und sogar tödliche Verläufe. Langzeitfolgen von COVID-19 sind bei jungen Menschen und bei Personen, die nur einen leichten Krankheitsverlauf hatten, ebenfalls häufig.
Jeder Infizierte kann außerdem andere Menschen anstecken.

Eine große Beteiligung an den Impfungen ist deshalb das wirkungsvollste Mittel, um sich selbst und andere zu schützen sowie die seit März 2020 eingeführten Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 zu beenden.

Können Impfungen schädlich sein?

Über die Impfungen gegen COVID-19 gibt es viele Gerüchte und Falschinformationen. Dadurch sind manche Menschen verunsichert.

In Deutschland werden nur zugelassene Impfstoffe verwendet. Die Zulassungskriterien sind streng. Bei den neuen Impfstoffen gegen COVID-19 wurden dieselben Zulassungskriterien angewandt wie bei den bekannten Impfstoffen (zum Beispiel gegen Tetanus oder Masern).

Bei jedem Medikament können neben den erwünschten Wirkungen Nebenwirkungen auftreten. Das ist bei Impfstoffen nicht anders als bei einem Kopfschmerzmedikament.

Inzwischen wurden weltweit bereits viele Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft, ohne dass es zu einer auffälligen Anzahl an schweren Nebenwirkungen kam.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie sich impfen lassen sollen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin. Er oder sie kann Sie verlässlich informieren.

Im Folgenden gibt es erläuternde Hinweise in Bezug auf die Impfungen sowie weiterführende Links:

1. mRNA-Verfahren – neu und doch erforscht
Einige der zugelassenen oder sich in Zulassung befindlichen Impfstoffe gegen COVID-19 verwenden ein für Impfstoffe neues Verfahrenen: die mRNA-Technologie.

Diese Technologie wird bereits seit über 25 Jahren erforscht und soll zukünftig auch in anderen Medikamenten, zum Beispiel gegen Krebserkrankungen, verwendet werden. Impfstoff-Hersteller konnten somit auf vorhandene Forschungsergebnisse zurückgreifen.

Es ist nicht möglich, dass die mRNA die DNA verändern kann. RNA ist seit vielen Jahrzehnten erforscht und es ist sicher, dass sich RNA nicht in DNA umwandeln kann. Die DNA befindet sich geschützt im Zellkern, der von den Impfstoffen nicht erreicht werden kann.

Video des RKI zu den mRNA-Impfstoffen


2. Schnelle Zulassung der Impfstoffe
Impfstoffforschung verläuft normalerweise in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten. Das macht sie langwierig und teuer. Dass die Impfstoffe gegen COVID-19 schneller entwickelt werden konnten als viele andere Impfstoffe, hat mehrere Gründe.

  • Die Forschung an den Impfstoffen wurde finanziell aus verschiedenen Staaten in und außerhalb der EU unterstützt.
  • Viele Menschen haben sich sehr schnell freiwillig zur Verfügung gestellt, um als Proband an einer Impfstoffstudie teilzunehmen. Die Suche nach Probanden ist sonst häufig zeitintensiv.
  • Weltweit haben Wissenschaftler*innen intensiv zusammengearbeitet und ihre Erfahrungen mit früheren Impfstoffentwicklungen miteinander ausgetauscht. Sie konnten dabei auf bekannte Ergebnisse der Grundlagenforschung zurückgreifen, da es verschiedene, aber im Aufbau ähnliche und ihnen lange bekannte Coronaviren gibt.
  • Verschiedene Schritte der Impfstoffentwicklung und Zulassung wurden nicht nacheinander, sondern gleichzeitig durchgeführt. So haben zum Beispiel Zulassungsbehörden bereits die ersten Studienergebnisse einer Phase geprüft, während eine weitere Phase der Studien noch lief. Es wurden keine sicherheitsrelevanten Prüfschritte ausgelassen.
  • Die Pandemie selbst hat dazu geführt, dass Studienergebnisse schneller vorlagen. In der dritten Phase einer Studie zur Impfstoffzulassung wird eine feste Anzahl an Personen geimpft, eine ebenso große Kontrollgruppe nicht. Diese Phase ist abgeschlossen, wenn in der gesamten Gruppe der Studienteilnehmenden eine bestimmte Anzahl an Personen erkrankt ist. Wenn ein Krankheitserreger zum Studienzeitpunkt weit verbreitet ist, geht das viel schneller als bei einer seltenen Erkrankung.

Weitere Informationen hierzu vom Paul-Ehrlich-Institut


3. Zu Langzeiterfahrungen und Nebenwirkungen
Langzeiterfahrungen mit den Impfstoffen gegen das Coronavirus können noch nicht vorliegen. Dafür gibt es die Impfstoffe noch nicht lange genug.

Es gibt aber Erfahrungen mit anderen Impfstoffen – wie gegen Tetanus, Masern oder Röteln.
Wie bei diesen Impfungen treten auch bei den Impfungen gegen Covis-19 oft milde Impfreaktionen auf, z. B. Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle. Das hängt mit dem Wirkprinzip von Impfstoffen zusammen, da Impfstoffe das Immunsystem anregen, um Antikörper zu bilden. Impfreaktionen sind daher eigentlich keine Nebenwirkungen, sondern zeigen die Wirkung der Impfung an. Nach ein paar Tagen verschwinden diese Reaktionen wieder.

In sehr seltenen Fällen kommt es auch bei den länger bekannten Impfstoffen zu Komplikationen. Das können u. a. stärkere allergische Reaktionen sein. Auch bei Impfungen gegen das Coronavirus ist es bereits zu allergischen Reaktionen gekommen. Vor jeder Impfung findet daher ein Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin statt, die das individuelle Risiko abwägt.

Komplikationen treten immer in engen zeitlichen Zusammenhang zur Impfung auf, also nach wenigen Stunden oder Tagen.

Impffolgen, die erst nach langer, beschwerdefreier Zeit – zum Beispiel erst Monate oder Jahre nach der Impfung- auftreten, sind hingegen nicht bekannt und konnten in Studien nicht nachgewiesen werden.


4. Muss ich mich Impfen lassen?
Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig. Sie müssen nicht befürchten, dass Sie oder Ihre Kinder gegen Ihren Willen eine Impfung erhalten.
Derzeit gibt es im Gegenteil mehr Menschen, die sich gegen das Virus impfen lassen möchten, als Impfstoff zur Verfügung steht.

Seit März 2020 müssen Eltern, wenn ihre Kinder die Schule oder einen Kindergarten besuchen, die Immunität gegen die Krankheit Masern durch Vorlage eines Impfpasses oder eines Attests nachweisen -. Wenn das Kind die Masern also nicht hatte, müssen die Eltern das Kind gegen die Masern impfen lassen.
Die Masern sind aber eine vollkommen andere Erkrankung als Covid-19, und es wird dagegen mit einem anderen Impfstoff geimpft als gegen Covid-19.
Bis zur Einführung der Masernimpfung 1963 starben weltweit jedes Jahr mehr als 2,5 Millionen Menschen an Masern . Ein Großteil davon waren Kinder. Auch in Deutschland haben sich die Masern in den vergangenen Jahren wieder stärker verbreitet.
Das Masernschutzgesetz, dass die Nachweispflicht vorschreibt, wurde bereits vor der Epidemie mit dem Coronavirus in Deutschland erlassen und steht damit nicht im Zusammenhang.


5. Fruchtbarkeit und Kinderwunsch
Impfungen gegen das Coronavirus haben keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit bzw. den Kinderwunsch.

Manchmal hört man, dass das Spike-Protein dem Syncytin-1-Protein, das für den Plazentaaufbau notwendig ist, ähnlich sei. Die nach der Impfung gebildeten Antikörper würden deshalb den Plazentaaufbau stören.
Die Aminosäuresequenzen beider Proteine haben aber nur minimale Überlappungen und können somit keine Unfruchtbarkeit hervorrufen.

Würden Antikörper, die sich nach der Impfung bilden, zugleich das Syncytin-1 schädigen, würde die Plazenta folglich auch durch eine COVID-19-Erkrankung geschädigt. Bislang verliefen die Schwangerschaften während der Coronakrise in dieser Hinsicht ohne Auffälligkeiten.

Video des RKI zu diesem Thema


6. 5-G-Netz und implantierte Chips

Weder gibt es eine Verbindung des neuen Mobilfunkstandards "5-G" zum Coronavirus, noch wird mit der Impfung ein Chip implantiert.

Tipps, wie Sie verlässlichen Informationen zu Gesundheitsthemen finden, gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Informationen hierzu in englischer Sprache finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.