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Envio

PCB

Betriebe

Nachdem Luft- und Nutzpflanzenproben hatten erkennen lassen, dass im Gebiet des Dortmunder Hafens eine ungewöhnliche PCB-Belastung vorliegt, wurde mit der Suche nach dem Verursacher begonnen. Diese Suche gestaltete sich schwierig und langwierig.

Zunächst wurde eine Eingrenzung der möglichen PCB-Emissionsquellen angestrebt. Durch den Informationsaustausch der beteiligten Behörden wurden acht mögliche Quellen ermittelt. Die Begehung all dieser Firmen ergab jedoch keine Auffälligkeiten. Im Mai 2009 wurden durch das LANUV unter Beteiligung des Dortmunder Umweltamtes weitere Messpunkte zur Aufstellung von Graskulturen ausgewählt. Die Graskulturen wurden zwischen Juni und September aufgestellt, ergänzend an einigen Messpunkten auch Staubgefäße. Die Ergebnisse lagen Ende des Jahres 2009 vor. Es zeigten sich drei Schwerpunkte, an denen die PCB-Gehalte in den Graskulturen auffällig erhöht waren. Nach dieser Eingrenzung und nachdem anonyme Hinweise Envio in den Focus gerückt hatten wurden erneut Betriebsbegehungen durchgeführt, in deren Rahmen auch Kehr- und Wischproben genommen wurden.

Nach Stillegung der Firma Envio im Mai 2010 wurde von der Bezirksregierung u.a. eine Freiflächenreinigung aller Freiflächen des Grundstückes Kanalstraße 25 (ca. 20.000 m² Freiflächen bei einer Grundstücksgröße von ca. 57.000 m²) angeordnet. Im Zusammenhang mit weiteren Messungen auf den Freiflächen wurden danach nochmals PCB-Belastungen in Fegestaubproben von über 50 mg PCB/kg festgestellt. Diese Belastungen sind wahrscheinlich auf eine nicht ausreichende erste Freiflächenreinigung zurückzuführen.

Darauf hin hat die Bezirksregierung die erneute Reinigung der versiegelten Freiflächen mit Anordnung der sofortigen Vollziehung angeordnet.

Die Sanierung der nicht versiegelten Flächen (im wesentlichen Bodenabtrag), die durch die Stadt Dortmund angeordnete wurde, konnte zwischenzeitlich abgeschlossen werden.

Darüber hinaus wurde zwecks Ermittlung weiterer PCB-Verursacher eine flächendeckende Beprobung gestartet. An 68 Stellen im Hafenbereich wurden Fegeproben genommen und auf PCB analysiert. Die Fegestaubproben signalisieren „Entwarnung“ für die im Hafengebiet angesiedelten Unternehmen und deren MitarbeiterInnen sowie für die Menschen im Umfeld des Dortmunder Hafens. Wenn man vom Betriebsgrundstück der Firma Envio an der Kanalstraße absieht, kann man jetzt sagen: Der Dortmunder Hafen ist sauber. Die Rolle der Firma Envio als Hauptverursacher der PCB-Belastungen wurde durch die Untersuchung ein weiteres Mal bestätigt

Die Ergebnisse sind in den folgenden Downloads zusammengestellt.

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